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                              Fenchel, Randen, Broccoli und Pepperoni
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                              Die Be­hand­lung der Ver­stop­fung


                              Die Be­hand­lung der chro­ni­schen Ver­stop­fung bei Kin­dern er­for­dert sehr viel Ge­duld. Wich­tig ist, den klei­nen Pa­ti­en­ten wie­der die Ver­ant­wor­tung für ih­ren Kör­per und da­mit für die Darm­ent­lee­rung zu über­tra­gen. Im Rah­men der Be­hand­lung soll­te zu­dem viel Zeit für die kind­ge­rech­te Auf­klä­rung und für ein Toi­let­ten­trai­ning ein­ge­plant wer­den. 

                              Am An­fang der The­ra­pie steht im­mer eine Darm­rei­ni­gung. Be­währt ha­ben sich hier­für Pro­duk­te, die als wirk­sa­me Sub­stanz Po­ly­ethy­len­gly­kol, auch Ma­cro­gol ge­nannt, ent­hal­ten. Ma­cro­gol wird bei der Ver­dau­ung nicht re­sor­biert und be­wirkt rein os­mo­tisch eine Er­wei­chung und Ver­dün­nung des Stuhls im Dick­darm. Da es von den dort an­ge­sie­del­ten Darm­bak­te­ri­en nicht ver­stoff­wech­selt wird, sind kei­ne schmerz­haf­ten Blä­hun­gen zu er­war­ten.

                              Wenn eine zu ge­rin­ge Flüs­sig­keits­auf­nah­me die Ur­sa­che ist, kann schon eine er­höh­te Flüs­sig­keits­zu­fuhr Ab­hil­fe schaf­fen. Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihr Kind wirk­lich re­gel­mäs­sig trinkt. Zu den Mahl­zei­ten und auch zwi­schen­durch, am bes­ten Was­ser oder Fen­chel­tee. Wenn Ihr Kind be­reits in ei­ner Kita oder im Kin­der­gar­ten ist, fra­gen Sie bei den Er­zie­he­rIn­nen nach. Wenn es tags­über aus der ei­ge­nen Fla­sche trinkt, über­prü­fen Sie am Abend, wie viel Ihr Kind aus der Fla­sche ge­trun­ken hat.

                              Oft kann auch eine Er­hö­hung der Bal­last­stoff­zu­fuhr das Pro­blem lö­sen. Vie­le Ge­mü­se­sor­ten ent­hal­ten zwi­schen 2 und 5 g Bal­last­stof­fe pro 100 g (z. B. Pa­pri­ka, Möh­ren, Fen­chel, Kohl, rote Bee­te, Brok­ko­li,…), Hül­sen­früch­te lie­fern mit ca. 7 g pro 100 g so­gar noch mehr. Auch Obst ent­hält Bal­last­stof­fe und ins­be­son­de­re Tro­cken­früch­te (z.B. Back­pflau­men) kön­nen die Ver­dau­ung för­dern. Hilf­reich zur Er­hö­hung der Bal­last­stoff­zu­fuhr ist aus­ser­dem der Um­stieg auf Voll­korn­pro­duk­te. Also Voll­korn­brot statt Weiss­brot; Voll­korn­nu­deln statt nor­ma­len Nu­deln; Voll­korn­kek­se statt nor­ma­ler Kek­se etc. Auch Nüs­se lie­fern Bal­last­stof­fe. Ach­tung: gan­ze Nüs­se sind für Kin­der un­ter 4 Jah­ren nicht ge­eig­net, da sie sich dar­an ver­schlu­cken kön­nen! Hier bie­ten ge­mah­le­ne Nüs­se eine Va­ri­an­te.

                              Grund­sätz­lich: Kin­der, die zu Ver­stop­fung nei­gen, soll­ten we­ni­ger Ku­chen, Weiss­brot, Scho­ko­la­de und Milch be­kom­men. Statt­des­sen mehr Obst­säf­te, Ge­mü­se, Sa­la­te, Voll­korn­brot, Ha­fer­flo­cken, Obst und Jo­ghurt.

                              Aus­ser­dem kann eine sanf­te Bauch­mas­sa­ge dem Kind hel­fen. Dazu ein­fach für ei­ni­ge Mi­nu­ten im Uhr­zei­ger­sinn über den Bauch strei­chen. 

                              Ab­führ­mit­tel oder Klis­tie­re soll­te ohne ärzt­li­che Ver­ord­nung bei Kin­dern nicht ein­ge­setzt wer­den. Bei ei­ner an­hal­ten­den Ver­stop­fung soll­ten Sie Ihre(n) Kin­der- und Ju­gend­ärz­tin/arzt auf­su­chen.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Meist sind Nah­rungs­mit­tel die Ur­sa­che für Stuhl­ver­fär­bun­gen bei Kin­dern. Das ist be­son­ders deut­lich in der Zeit, wenn Bei­kost ein­ge­führt wird: Der Baby-Darm erst an die für ihn neue Nah­rung ge­wöh­nen und nach und nach die pas­sen­den En­zy­me für die Ver­dau­ung der Nähr­stof­fe be­reit­stel­len. Des­halb ist …
                              Letzte Aktualisierung: 16.01.2020, BH
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