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                              Oberschenkel von Baby mit Pflaster
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                              Die neue Sechs­fachimp­fung


                              Zum Schutz ge­gen Diph­the­rie (D), Per­tus­sis = Keuch­hus­ten (Pa), Te­ta­nus (T), Ha­emo­phi­lus in­flu­en­zae Typ b  (Hib), Kin­der­läh­mung (IPV) und He­pa­ti­tis B (HBV) wird seit 2019 ein Sechs­fachimpf­stoff DTPa-Hib-IPV-HBV in ei­ner ein­zi­gen Sprit­ze ver­wen­det. Die­ser Impf­stoff wird im ers­ten Le­bens­jahr drei­mal ge­spritzt, im Al­ter von 2, 4 und 12 Mo­na­ten. Für Säug­lin­ge, die noch vor dem Al­ter von fünf Mo­na­ten eine Be­treu­ungs­ein­rich­tung (Krip­pe, Ta­ges­mut­ter, Spiel­grup­pe etc.) be­su­chen, emp­fiehlt sich evtl. ein be­schleu­nig­tes Impf­sche­ma mit drei Do­sen im 2., 3. und 4. Le­bens­mo­nat.

                              Auf­fri­schimp­fun­gen sind für DTPa-IPV mit 4 – 7 Jah­ren not­wen­dig. Wei­te­re Auf­fri­schimp­fun­gen ge­gen Diph­the­rie und Te­ta­nus (dT) sind mit 11 – 15 Jah­ren und da­nach alle 10 Jah­re an­ge­zeigt.

                              Die Ne­ben­wir­kun­gen die­ser re­la­tiv neu­ar­ti­gen Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung sind in der Re­gel leich­ter Art. Das Kind kann un­ru­hig wer­den und in­ner­halb von 24 Stun­den nach der Sprit­ze Fie­ber zei­gen. Es ist un­ge­wöhn­lich, dass ein Kind nach der Imp­fung Fie­ber­krämp­fe hat. Soll­te dies trotz­dem ge­sche­hen, er­holt sich das Kind meist rasch und ohne Fol­gen.

                              Die Wahr­schein­lich­keit ernst­haf­ter Ne­ben­wir­kun­gen ist äus­serst ge­ring. Sehr sorg­fäl­ti­ge Stu­di­en bei Mil­lio­nen von ge­impf­ten Kin­dern ha­ben be­stä­tigt, dass ernst­haf­te Ne­ben­wir­kun­gen von Imp­fun­gen Aus­nah­men sind und sehr sel­ten vor­kom­men.

                              Ein­ge­hen­de Un­ter­su­chun­gen ha­ben in­zwi­schen auch ge­zeigt, dass kein ur­säch­li­cher Zu­sam­men­hang zwi­schen der Hib-Imp­fung und ei­ner Dia­be­tes-Er­kran­kung be­steht, wie vor Jah­ren ein­mal ver­mu­tet wur­de.

                              Ex­per­ten ge­hen üb­ri­gens da­von aus, dass bis zu 20 % al­ler Er­wach­se­nen, die län­ger als eine Wo­che hus­ten, un­ter ei­ner Keuch­hus­ten­in­fek­ti­on lei­den. Ein Baby kann sich also bei El­tern und äl­te­ren Ge­schwis­ter, aber auch bei Gross­el­tern, Pa­ten­t­an­ten und -on­keln an­ge­steckt ha­ben, die ver­säumt ha­ben, ih­ren Impf­schutz auf­zu­fri­schen. Da­her wird die Per­tus­sis-Imp­fung neu auch jun­gen Er­wach­se­nen und all je­nen Per­so­nen emp­foh­len, die re­gel­mäs­sig Kon­takt mit Säug­lin­gen (jün­ger als sechs Mo­na­te) ha­ben. Bei ei­ner Imp­fung geht es nicht nur dar­um, sich sel­ber vor be­stimm­ten Krank­hei­ten zu schüt­zen, son­dern auch sei­ne Mit­men­schen.

                              Letzte Aktualisierung: 05.11.2019, BH
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