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                              Kind bekommt Spritze
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                              Fotolia

                              Früh­som­mer-Me­nin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME)


                              Der Er­re­ger die­ser Er­kran­kung ist ein Vi­rus, das mit dem Spei­chel der Ze­cken bei ei­nem Ze­cken­biss über­tra­gen wird. Die FSME ist sel­te­ner (Durch­seu­chungs­ra­te in Hoch­ri­si­ko­ge­bie­ten 2-3%) als die an­de­re der bei­den Ze­cken­er­kran­kun­gen, die Lyme-Bor­re­lio­se (Durch­seu­chungs­ra­te 25-50% und mehr). FSME Ri­si­ko­ge­bier­te fin­det man auf der ak­tu­el­len GEO-Kar­te des BA­G's.

                              Ze­cken vor­beu­gen und ent­fer­nen

                              Un­se­re prak­ti­schen Check­lis­ten dazu:

                              Säug­lin­ge und jun­ge Klein­kin­der er­kran­ken prak­tisch kaum. Die meis­ten äl­te­ren Klein­kin­der, Schul­kin­der und Er­wach­se­nen ma­chen eine stil­le Fei­ung durch, d.h. sie er­kran­ken mit grip­pe­ähn­li­chen Sym­pto­men, die aber nach we­ni­gen Ta­gen ab­klin­gen. Im Blut könn­te man nach­wei­sen, dass ein FSME-Vi­rus der Aus­lö­ser war. Fol­ge­schä­den sind eine ab­so­lu­te Sel­ten­heit.

                              Nur ein klei­ner Teil der An­ge­steck­ten er­krankt ein bis zwei Wo­chen nach der In­fek­ti­on (evtl. nach ei­ni­gen Ta­gen Pau­se) er­neut mit ho­hem Fie­ber. Da­hin­ter kann dann eine Hirn­haut­ent­zün­dung (Me­nin­gi­tis) ste­cken, die in der Re­gel gut­ar­tig ver­läuft und fol­gen­los aus­heilt, oder eine Hirn­ent­zün­dung (En­ze­pha­li­tis) - eine schwe­re Er­kran­kung mit Be­wusst­seinstrü­bung, Krampf­an­fäl­len und Läh­mun­gen, die oft Schä­den hin­ter­lässt. 
Wenn si­cher ist, dass der Pa­ti­ent sich in ei­nem En­de­mie­ge­biet (Ri­si­ko­ge­biet, in der Schweiz sind dies alle Kan­to­ne aus­ser Genf und Tes­sin!) auf­ge­hal­ten hat und in den drei vor­an­ge­gan­ge­nen Wo­chen von ei­ner Ze­cke ge­bis­sen wor­den ist, ist eine si­che­re Dia­gno­se­stel­lung mög­lich. Dazu die­nen spe­zi­fi­sche FSME-An­ti­kör­per und ein ent­zünd­li­cher Be­fund im Hirn­was­ser (Li­quor). An­alge­ti­ka und Cor­ti­cos­te­roi­de lin­dern die Be­schwer­den. Eine grund­le­gen­de The­ra­pie ist nicht mög­lich.

                              Eine Imp­fung schützt vor der FSME, je­doch nicht vor der Bor­re­lio­se. Sie muss drei­mal wie­der­holt wer­den und hält zehn Jah­re. Er­laubt ist sie bei Kin­dern nach dem ers­ten Le­bens­jahr, sinn­voll für Kin­der ab 6 Jah­ren. Die FSME-Imp­fung ge­hört seit 2019 neu zu den Grund­im­mun­sie­run­gen in der Schweiz (aus­ser für die Kan­to­ne Genf und Tes­sin).

                              Ze­cken­in­for­ma­tio­nen im In­ter­net

                              Letzte Aktualisierung: 16.01.2020, BH/AS
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