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                              Spermien auf dem Weg zur weiblichen Eizelle
                              ©
                              iStock

                              Stö­run­gen auf dem Weg zur Be­fruch­tung


                              Auch wenn eine Ei­zel­le her­an­ge­reift ist und aus­rei­chend vie­le be­weg­li­che Sa­men­zel­len vor­han­den sind, kön­nen noch vie­ler­lei Fak­to­ren die Ver­ei­ni­gung von Ei- und Sa­men­zel­le, also die Be­fruch­tung, ver­hin­dern. Am häu­figs­ten wird die Ver­schmel­zung der Keim­zel­len durch krank­haf­te Ver­än­de­run­gen im Ei­lei­ter blo­ckiert.

                              Ei­lei­ter­be­ding­te Un­frucht­bar­keit: Bei ei­nem Drit­tel al­ler un­ge­wollt kin­der­lo­sen Frau­en sind nicht-durch­gän­gi­ge Ei­lei­ter die Ur­sa­che: Sie kön­nen kom­plett oder teil­wei­se ver­schlos­sen sein. Die Sper­mi­en er­rei­chen ent­we­der die be­fruch­tungs­be­rei­te Ei­zel­le nicht oder die be­fruch­te­te Ei­zel­le kann in ent­ge­gen­ge­setz­ter Rich­tung nicht zur Ge­bär­mut­ter, also zum Ort der Ein­nis­tung, trans­por­tiert wer­den. Am häu­figs­ten wer­den die Ei­lei­ter durch Ent­zün­dun­gen ge­schä­digt, weil die Wän­de der Ei­lei­ter und die Fim­bri­en, mit de­nen die Ei­zel­le beim Ei­sprung auf­ge­nom­men wird,  ver­kle­ben. Auch vor­aus­ge­gan­ge­ne Ei­lei­ter­schwan­ger­schaf­ten, Ver­wach­sun­gen nach ei­ner Ope­ra­ti­on oder spon­ta­ne Wu­che­run­gen der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut (z.B. durch En­do­me­trio­se oder Myo­me) kom­men als Ur­sa­che in Fra­ge.

                              Fehl­bil­dun­gen von Ei­er­stö­cken, Ei­lei­ter oder Ge­bär­mut­ter: Die­se sind sehr sel­ten. Nur bei etwa fünf von 100 Frau­en sind an­ge­bo­re­ne ana­to­mi­sche Ver­än­de­run­gen ver­ant­wort­lich für die Un­frucht­bar­keit. Die Fehl­bil­dun­gen, die es den Sa­men­zel­len er­schwe­ren, zur Ei­zel­le zu ge­lan­gen, kön­nen un­ter­schied­lich stark aus­ge­prägt sein und sind meist erb­lich be­dingt. Fehl­bil­dun­gen der Ge­bär­mut­ter (Ute­rus­ano­ma­li­en) füh­ren nor­ma­ler­wei­se nicht zu ei­ner ver­min­der­ten Frucht­bar­keit, son­dern zu ei­ner hö­he­ren Rate an Fehl­ge­bur­ten.

                              An­ti­kör­per ge­gen Ei­zel­le oder Sper­mi­en: In sel­te­nen Fäl­len be­kämpft das Im­mun­sys­tem die Keim­zel­len des Part­ners oder die des ei­ge­nen Kör­pers.  So kann es sein, dass der Mann An­ti­kör­per ge­gen sei­ne ei­ge­nen Sper­mi­en bil­det, was man an weis­sen Blut­kör­per­chen im Sper­ma er­ken­nen kann. Sel­ten zer­stört der Kör­per der Frau die ei­ge­nen Ei­zel­len. Häu­fi­ger sind al­ler­dings An­ti­kör­per ge­gen die Sper­mi­en des Man­nes im Ge­bär­mut­ter­hals­se­kret (Zer­vix­schleim). Es kön­nen des­halb kei­ne Sper­mi­en in die Ei­lei­ter ge­lan­gen. Eine Be­fruch­tung bleibt aus. Man kann dies mit ei­nem Post­koi­t­al­test  un­ter­su­chen.

                              Stö­run­gen des Sper­mi­en­trans­ports: In vier Pro­zent der Fäl­le wer­den zwar aus­rei­chend Sa­men ge­bil­det, sie kön­nen aber, weil die Sa­men­lei­ter blo­ckiert sind, bei dem Sa­men­er­guss nicht in den Kör­per der Frau ge­lan­gen. Die­se Si­tua­ti­on ist in etwa mit dem Ei­lei­ter­ver­schluss bei der Frau ver­gleich­bar. Ur­sa­chen kön­nen eine vor­aus­ge­gan­ge­ne Ste­ri­li­sa­ti­on oder un­ter­ent­wi­ckel­te oder ver­kleb­te Ne­ben­ho­den­gän­ge sein. Zu ver­kleb­ten Ne­ben­ho­den­gän­gen kommt es z.B. in der Fol­ge von Ent­zün­dun­gen.

                              Wis­sen


                              Letzte Aktualisierung: 25.04.2016, BH
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