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Schwangere entspannt in der Badewanne

Er­käl­tungs­bad


So­bald sich die ers­ten Sym­pto­me ei­ner Er­käl­tung – Frös­teln, Glie­der­schmer­zen, Kopf­schmer­zen - zei­gen, hat man das Be­dürf­nis, dem Kör­per Wär­me zu­zu­füh­ren.  Das tut ers­tens gut und zwei­tens kann eine mas­si­ve Er­kran­kung wo­mög­lich noch un­ter­drückt wer­den. Denn die Wär­me stärkt das Ab­wehr­sys­tem des Or­ga­nis­mus, in­dem sie ihn in eine Art künst­li­ches, leich­tes Fie­ber ver­setzt. Aus­ser­dem wirkt sie ent­span­nend und hilft ge­gen Kopf- und Glie­der­schmer­zen. Ne­ben heis­sen Ge­trän­ken (Tee, heis­ser Zi­tro­nen­saft, Bouil­lon), Fuss­bä­dern und Bett­fla­sche ist das Er­käl­tungs­bad dazu ein be­lieb­tes Haus­mit­tel.

Das gilt al­ler­dings nur im An­fangs­sta­di­um ei­ner Er­käl­tung. Wer be­reits Fie­ber, Hus­ten, Schnup­fen oder Hals­schmer­zen hat, soll­te dar­auf lie­ber ver­zich­ten. Dann stellt die Hit­ze für den ge­schwäch­ten Kör­per eine zu gros­se Be­las­tung dar. Vor­sicht gilt auch, wenn Sie un­ter Blut­hoch­druck und Ve­nen­schwä­che (z.B. star­ke Krampf­adern) lei­den. Asth­ma­ti­ker ver­tra­gen häu­fig die äthe­ri­schen Öle im Er­käl­tungs­bad schlecht.

Die klas­si­schen Zu­sät­ze im Er­käl­tungs­bad sind äthe­ri­sche Öle, wel­che die Atem­we­ge be­frei­en und schleim­lö­send wir­ken. Das hilft bei ei­ner ver­stopf­ten Nase und bei fest­sit­zen­dem Se­kret in den Bron­chi­en.

  • Pfef­fer­minz-Öl (Men­thol)

  • Eu­ka­lyp­tus­öl

  • Kamp­fer­öl (Cam­pher)

  • Kie­fern­na­del­öl

  • Fich­ten­na­del­öl

  • Thy­mian­öl

  • Myr­ten­öl

Man kann ein Er­käl­tungs­bad aber auch mit ei­nem kon­zen­trier­ten Tee (lose oder in Beu­tel­form, mit Fen­chel, Thy­mi­an, Pfef­fer­minz, Anis) zu­be­rei­ten, der dem Ba­de­was­ser zu­ge­ge­ben wird.

VOR­SICHT: Schwan­ge­re und stil­len­de Müt­ter soll­ten auf Bä­der mit Kamp­fer (Cam­pher), Eu­ka­lyp­tus und Men­thol ver­zich­ten. Zu­dem soll­ten Schwan­ge­re im letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel so­wie­so nicht zu lan­ge und zu heis­se Voll­bä­der neh­men und si­cher stel­len, dass sie im Fall ei­ner Kreis­lauf­schwä­che nicht al­lei­ne da­heim sind.

Für Klein­kin­der gibt es spe­zi­el­le Er­käl­tungs­bä­der mit sanf­te­ren Zu­sät­zen wie Thy­mi­an, Myr­te oder Stern­anis, denn Kamp­fer, Men­thol oder Eu­ka­lyp­tus z.B. kann Krämp­fe und Atem­not aus­lö­sen. Im ers­ten Le­bens­jahr ge­hen die Emp­feh­lun­gen so­gar da­hin, ganz auf Er­käl­tungs­bä­der zu ver­zich­ten. Eine gute Al­ter­na­ti­ve sind Er­käl­tungs­sal­ben zum Ein­rei­ben und Zu­sät­ze zum In­ha­lie­ren – aber bit­te auch hier ohne Men­thol, Eu­ka­lyp­tus­öl oder Kamp­fer!

Ein Er­käl­tungs­bad soll­te etwa eine Vier­tel­stun­de dau­ern. Dann ist der Kör­per kom­plett durch­wärmt und das für eine Er­käl­tung ty­pi­sche Frös­teln hört auf.

Für die Tem­pe­ra­tur gilt: Sie soll­te so heiss wie mög­lich sein, aber noch als wohl­tu­end emp­fun­den wer­den, was in der Re­gel zwi­schen 35 und 40 °C der Fall ist. Sanf­ter geht es, wenn die Tem­pe­ra­tur erst dann nach und nach er­höht wird, wenn man schon in der Wan­ne liegt.

Nach dem Ba­den ist es sinn­voll, sich - wie nach ei­nem Sau­na­gang – woh­lig-warm ein­zu­pa­cken und etwa eine hal­be Stun­de Ruhe zu gön­nen.  Der Kreis­lauf sta­bi­li­siert sich, die Wär­me wirkt op­ti­mal nach. Da­nach braucht die vom lan­gen Bad aus­ge­trock­ne­te Haut eine gute rück­fet­ten­de Lo­tion.

Letzte Aktualisierung: 31.12.2020, BH
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