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Was ge­hört in den Kli­nik­kof­fer?

Gute Vor­be­rei­tung gibt Si­cher­heit: Was Sie für die Ge­burt und das Wo­chen­bett ein­pa­cken soll­ten.

Schwangere packt den Koffer fürs Spital mit der Checkliste
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iStock

Ab der 30. Schwan­ger­schafts­wo­che wer­den die meis­ten Schwan­ge­ren un­ru­hig. Zur Vor­be­rei­tung auf die Ge­burt ge­hört auch, dass bis vier Wo­chen vor dem er­rech­ne­ten Ge­burts­ter­min eine Ta­sche oder ein klei­ner Kof­fer ge­packt sein soll­te. Man weiss ja nie, ob der Nach­wuchs nicht doch frü­her auf die Welt kom­men möch­te. Auch falls Sie eine Haus­ge­burt oder eine am­bu­lan­te Ge­burt ge­plant ha­ben, ist es rat­sam, eine klei­ne Ta­sche zu pa­cken. Dies für den Fall der Fäl­le, dass Sie doch oder län­ger als ge­plant in ein Spi­tal müs­sen. Sie kön­ne auch zwei klei­ne­re Ta­schen pa­cken: eine für den Ge­bär­saal und eine für das Wo­chen­bett. Die zwei­te kann Ih­nen nach der Ge­burt ge­bracht wer­den.

Falls Sie et­was ver­ges­sen ha­ben oder Ihr Klei­nes auf die Welt kom­men möch­te, be­vor Sie sich mit dem Pa­cken be­schäf­tigt ha­ben – al­les wirk­lich Wich­ti­ge er­hal­ten Sie zur Not auch im Spi­tal.

Nicht zu viel mit­neh­men!


In vie­len Rat­ge­bern für wer­den­de Müt­ter exis­tie­ren noch die al­ten Pack­lis­ten für das Spi­tal – meist ist das zu viel! Ei­nen Mor­gen­man­tel zum Bei­spiel wer­den Sie nicht brau­chen, denn auf den meis­ten Sta­tio­nen für Wöch­ne­rin­nen ist es sehr warm. Wich­tig ist vor al­lem, dass Sie für die ers­ten 24 Stun­den aus­ge­rüs­tet sind. Ihr Part­ner kann Ih­nen bei Be­darf Klei­dung oder Pfle­ge­pro­duk­te nach­lie­fern.

Un­se­re Pack­lis­te für das Spi­tal ist eine Zu­sam­men­fas­sung der Tipps ver­schie­dens­ter Fach­leu­te. Ei­ni­ge Din­ge sind sehr emp­feh­lens­wert, sie ha­ben sich auch bei ei­ner am­bu­lan­ten Ge­burt im Ge­bär­saal be­währt. An­de­re sind eher prak­ti­sche Er­gän­zun­gen und von per­sön­li­chem Nut­zen oder Wert.

Das Wich­tigs­te auf der Pack­lis­te für das Spi­tal


  • Der Mut­ter­schafts­aus­weis (falls vor­han­den, er­stellt von Ih­rem Arzt oder Ih­rer Heb­am­me), al­len­falls Fra­ge­bö­gen der Ge­burts­ab­tei­lung und bei Be­darf des Spi­tals der Schrif­ten­emp­fangs­schein.

  • Bei ver­hei­ra­te­ten El­tern der Fa­mi­li­en­aus­weis oder das Fa­mi­li­en­büch­lein, wenn Sie le­dig oder ge­schie­den sind eine Wohn­sitz­be­schei­ni­gung bei­der El­tern­tei­le und even­tu­ell die Va­ter­schafts­an­er­ken­nung.

  • Aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge be­nö­ti­gen ei­nen Fa­mi­li­en­aus­weis oder ein Fa­mi­li­en­büch­lein so­wie eine Wohn­sitz­be­schei­ni­gung, eine Pass­ko­pie und den Aus­län­der­aus­weis. Sind bei­de El­tern­tei­le aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, be­nö­ti­gen sie zu­dem ei­nen in­ter­na­tio­na­len Ge­burts­schein von bei­den El­tern­tei­len so­wie eine in­ter­na­tio­na­le Hei­rats­ur­kun­de, falls die Ehe im Aus­land ge­schlos­sen wur­de. 

  • Re­gel­mäs­sig ein­zu­neh­men­de Me­di­ka­men­te.

  • Ihre ei­ge­nen Haut- und Kör­per­pfle­ge­mit­tel, bei Be­darf ein Mas­sa­ge­öl, Lip­pen­pfle­ge­stift und ein Fä­cher.

  • Bei lan­gem Haar ein Haar­gum­mi. 

  • Für den Ge­bär­saal ein wei­tes T-Shirt, das auch Blut- oder Frucht­was­ser­fle­cken ver­tra­gen kann. Für das Wo­chen­bett meh­re­re nor­ma­le T-Shirts und Sweat­shirts, dazu Yoga- oder Jog­ging­ho­sen. 

  • Zum Stil­len: Wei­che Bus­tiers oder gros­se Still-BHs ohne Bü­gel. Die­se soll­ten aber vor­zugs­wei­se erst nach dem Milch­ein­schuss ge­kauft wer­den. Heb­am­men ra­ten eher zu den Bus­tiers, weil die­se nicht ein­engen und der Brust ge­nug Platz las­sen. Druck auf die Brust be­hin­dert den Milch­ein­schuss und Milch­fluss. 

  • War­me Haus­schu­he und war­me di­cke So­cken sind an­ge­nehm ge­gen die kal­ten Füs­se, die fast alle Ge­bä­ren­den be­kom­men und wel­che die Ent­span­nung ver­hin­dern.

  • Kon­takt­lin­sen­trä­ge­rin­nen soll­ten un­be­dingt eine Bril­le ein­pa­cken. Aus­ser­dem die Auf­be­wah­rungs­box und -flüs­sig­keit für die Kon­takt­lin­sen.

  • Oh­ren­stöp­sel für ein paar ru­hi­ge Mo­men­te nach der Ge­burt. Kei­ne Angst: Man wird Ih­nen Ihr Baby brin­gen, wenn es schreit.

  • Ihr Mo­bil­te­le­fon und das La­de­ge­rät da­mit Sie die wich­ti­ge Neu­ig­keit ver­brei­ten kön­nen. Aber Ach­tung: Im Spi­tal gel­ten ge­wis­se Re­geln in Be­zug auf Han­dy-Be­nut­zung!

  • Et­was zum Es­sen und zum Trin­ken für Sie und Ih­ren Part­ner. Trau­ben­zu­cker oder ein En­er­gie­rie­gel zum Bei­spiel lie­fern schnell En­er­gie. 

  • Hand­tü­cher und Wasch­lap­pen so­wie Still-Ein­la­gen, Netz­ho­sen und Bin­den für den Wo­chen­fluss be­kom­men Sie auf den meis­ten Wo­chen­bett­ab­tei­lun­gen, er­kun­di­gen Sie sich vor­her.

Für den Heim­weg mit dem Baby


  • Be­que­me Klei­dung für Sie selbst. 

  • Klei­dung für Ihr Baby, der Jah­res­zeit ent­spre­chend. Die Ba­by­klei­dung soll­te vor dem ers­ten Ge­brauch min­des­tens ein­mal ge­wa­schen wor­den sein. 

  • Ba­by­scha­le für das Auto in den küh­len Jah­res­zei­ten mit war­mer Dau­nen­ein­la­ge oder ei­ner De­cke.

Was aus­ser­dem im Spi­tal nütz­lich sein könn­te


  • Eine Ka­me­ra mit ge­nü­gend Spei­cher­platz und ge­la­de­nem Akku für die ers­ten Baby-Fo­tos. 

  • Wenn Ih­nen Mu­sik beim Ent­span­nen hilft: Stel­len Sie sich eine Play­list zu­sam­men. In den meis­ten Ge­bär­sä­len gibt es für Sie die Mög­lich­keit, wäh­rend der Ge­burt Mu­sik zu hö­ren. Für das Wo­chen­bett sind Kopf­hö­rer prak­tisch, da­mit Sie Ihre Zim­mer­kol­le­gin nicht stö­ren.

  • Duf­töle  zur Aro­ma­the­ra­pie sind in Spi­tä­lern, die die­se zur na­tür­li­chen Schmerz­lin­de­rung ein­set­zen, in der Re­gel vor­han­den. Wenn Sie un­be­dingt Ihr ei­ge­nes Öl ver­wen­den möch­ten, ach­ten Sie dar­auf, dass es ein na­tür­li­ches und kein syn­the­ti­sches ist.

  • Kau­gum­mi, Zi­tro­nen­schnit­ze, Trau­ben­zu­cker, Gum­mi­bär­chen, Ihre Lieb­lings-Bon­bons oder ei­nen Lol­li­pop: Das dür­fen Sie wäh­rend der We­hen im Mund ha­ben. Heu­te gibt es wäh­rend der We­hen kein stren­ges Ess-Ver­bot mehr. Aus­ser, wenn zu be­fürch­ten ist, dass ein Kai­ser­schnitt nö­tig wird.

  • Ein iso­to­ni­scher Durst­lö­scher tut gute Diens­te.

  • Mas­sa­ge­bäl­le (Igel­bäl­le oder Ten­nis­bäl­le) für den Rü­cken. Wenn Sie da­mit schon wäh­rend der Ge­burts­vor­be­rei­tung gute Er­fah­rung ge­macht ha­ben, soll­ten Sie die Bäl­le un­be­dingt mit­neh­men.

  • Ein kurz­wei­li­ges Buch fürs Wo­chen­bett. Vie­le Müt­ter be­rich­ten aber, dass sie dann doch kei­ne Zeit zum Le­sen ge­habt ha­ben, weil sie nur noch das klei­ne Wun­der be­trach­ten woll­ten.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Bis­her wur­de an­ge­nom­men, dass stark kurz­sich­ti­ge Frau­en durch den star­ken Druck beim Pres­sen un­ter der Ge­burt ein er­höh­tes Ri­si­ko für Netz­haut­ab­lö­sun­gen ha­ben. Auf­grund die­ser An­nah­me wur­de häu­fig von vorn­her­ein ein Kai­ser­schnitt durch­ge­führt. Eine Ber­li­ner Stu­die aus dem Jahr 1999 konn­te dies …
Eine Ge­burt ist Schwerst­ar­beit und kann sich über vie­le Stun­den hin­zie­hen. Da­mit die wer­den­de Mut­ter nicht "schlapp" macht und da­durch den We­hen­fort­schritt ge­fähr­det, soll­te sie zu Be­ginn der Er­öff­nungs­pe­ri­ode et­was Leicht­ver­dau­li­ches in klei­nen Por­tio­nen es­sen. Da­nach ha­ben die meis­ten …
In­for­ma­tio­nen zum Fo­to­gra­fie­ren im Ge­bär­saal und von Ba­bys und Klein­kin­dern all­ge­mein fin­den Sie hier: Ent­ge­gen der weit­läu­fi­gen Mei­nung, Blitz­licht wür­de Baby-Au­gen scha­den, sieht der Be­rufs­ver­band der deut­schen Au­gen­ärz­te dar­in kei­ne Ge­fahr. Wer aber auf Num­mer si­cher ge­hen will, kann in­di­rekt …
Letzte Aktualisierung: 29.09.2022, BH / AS

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