Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Mutter hält nachts ihr Baby aufrecht im Arm

                              Wie schafft man es, dass ein Baby nachts durch­schläft?


                              Be­ob­ach­tun­gen ha­ben ge­zeigt, dass sich Säug­lin­ge nach ein paar Wo­chen auf den Tag-Nacht-Rhyth­mus ein­stel­len. Fix­punk­te wie das Auf­ste­hen mor­gens, das Zu­bett­ge­hen abends, Es­sens­zei­ten, Ak­ti­vi­täts­pha­sen und Ru­he­pha­sen, Ta­ges­licht und Dun­kel­heit kön­nen dazu bei­tra­gen, dass Ihr Kind lernt, in der Nacht durch­zu­schla­fen.

                              Ge­räu­sche im Hin­ter­grund hel­fen beim Ein­schla­fen


                              Sind sie ein­mal ein­ge­schlum­mert, schla­fen Säug­lin­ge für ge­wöhn­lich sehr tief. Sie wer­den fest­stel­len, dass das Kind durch die üb­li­chen Ge­räu­sche in ei­nem Haus­halt nicht er­wacht. Oft kön­nen Kin­der bei nor­ma­lem Ge­räusch­pe­gel ru­hig schla­fen. Es ist auch für das Kind selbst bes­ser, wenn es sich von An­fang an dar­an ge­wöhnt, nicht nur bei ab­so­lu­ter Stil­le zu schla­fen. Eine plötz­li­che Ver­än­de­rung der Ge­räusch­ku­lis­se – ein lau­ter Knall oder plötz­li­che Stil­le – wird das Baby eher er­wa­chen las­sen als re­gel­mäs­si­ge, nicht über­lau­te Hin­ter­grund­ge­räu­sche. So schla­fen vie­le Ba­bys be­son­ders gut ein, wenn der Staub­sauger oder die Dunst­ab­zugs­hau­be brummt. Im Han­del gibt es Ge­rä­te, die ein kon­stan­tes lei­ses Ge­räusch ma­chen, so­ge­nann­tes "white noi­se".

                              Ri­tua­le auch schon für Ba­bys


                              Doch nicht alle Ba­bys kön­nen so ein­fach ein- und durch­schla­fen. Man­che brau­chen viel Ruhe und ein ab­ge­dun­kel­tes Zim­mer, um in den Schlaf zu fin­den. Eben­falls hilf­reich sind Ri­tua­le: Er­zäh­len Sie eine Ge­schich­te, sin­gen Sie ru­hi­ge Lie­der oder ge­hen Sie mit dem Baby vor dem Zu­bett­ge­hen noch et­was an die fri­sche Luft – ein Spa­zier­gang mit dem Kin­der­wa­gen oder mit Kör­per­kon­takt ganz nahe bei Mami im Tra­ge­tuch.

                              Mahl­zei­ten rich­tig timen


                              Man­che ge­sun­den Ba­bys schaf­fen es etwa mit sechs Mo­na­ten, ohne Nacht­mahl­zeit durch­zu­schla­fen. Be­reits wäh­rend der ers­ten Le­bens­wo­chen kann sich ein Baby an eine spä­te Abend­mahl­zeit, zum Bei­spiel zwi­schen 22 und 24 Uhr, ge­wöh­nen. Dazu kön­nen Sie das Kind we­cken und es aus­gie­big trin­ken las­sen, be­vor Sie selbst ins Bett ge­hen. Die Zeit bis zur nächs­ten Mahl­zeit wird so län­ger und Sie kom­men auch zu Ih­rem Schlaf.

                              Nor­ma­ler­wei­se dehnt sich die Zeit­span­ne bis zur nächs­ten Mahl­zeit im­mer mehr aus, weil Ihr Baby tags­über ste­tig sei­ne Nah­rungs­auf­nah­me ver­grös­sern kann.

                              War­um schläft ein Baby nicht durch?


                              Es ist lei­der so, dass nur etwa die Hälf­te der Kin­der mit 6 Mo­na­ten nachts durch­schla­fen und kei­ne Nah­rung mehr brau­chen. Auch Ba­bys, die eine Zeit­lang durch­ge­schla­fen habe, kön­nen nachts plötz­lich wie­der er­wa­chen.

                              Soll­te Ihr Baby nachts er­wa­chen, kann dies ver­schie­de­ne Grün­de ha­ben:

                              • Das Baby macht ei­nen Wachs­tums­schub, ist dar­um un­ru­hig und braucht wie­der mehr Nah­rung.

                              • Das Baby ist krank und fühlt sich un­wohl. 

                              • Zah­nen

                              • Blä­hun­gen

                              • Grös­se­re Ba­bys be­gin­nen zu träu­men, schla­fen un­ru­hig oder stos­sen sich den Kopf.

                              Was tun, wenn Ihr Baby nachts er­wacht?


                              Über­le­gen Sie sich eine für Sie als El­tern pas­sen­de Stra­te­gie, wie Sie kon­se­quent vor­ge­hen wol­len, soll­te Ihr Baby nachts er­wa­chen. Es gibt nicht rich­tig oder falsch, aber Sie müs­sen sich ge­mein­sam an die Ver­ein­ba­rung hal­ten.

                              Wol­len Sie, dass Ihr Baby nachts al­lei­ne im Bett­chen schläft, dann le­gen es vor dem Zu­bett­ge­hen wach hin­ein und las­sen es in sei­nem Bett­chen ein­schla­fen. Nachts ver­su­chen Sie es dar­in zu be­ru­hi­gen, in­dem Sie es strei­cheln, ihm die fla­che Hand sanft auf die Brust le­gen oder ein­fach nur an­we­send sind. Soll­te das Baby nicht wei­ter­schla­fen, muss es viel­leicht auf­stos­sen oder fühlt sich un­wohl. In die­sem Fall neh­men Sie es kurz hoch. Das ist aber auch schon al­les – kein Schmu­sen, kei­ne Ak­ti­vi­tä­ten, al­les ganz ru­hig. Sie kön­nen es, so­bald es sich be­ru­higt hat, wie­der ins Bett­chen le­gen und wenn es ihm wohl ist, wird es wei­ter­schla­fen.

                              Be­den­ken Sie im­mer, dass Spie­len, Schmu­sen und Sin­gen ein Baby zwar glück­lich, aber nicht wie­der schläf­rig macht. Las­sen Sie es am bes­ten im Bett­chen lie­gen, be­rüh­ren Sie es und spre­chen Sie ganz lei­se und be­ru­hi­gend. Mehr Kör­per­kon­takt ist in der Re­gel nicht nö­tig, denn es soll nicht zur Ein­schlaf­rou­ti­ne ge­hö­ren, trös­tend in den Schlaf ge­wiegt zu wer­den. Da­mit Sie kein Licht ma­chen müs­sen, las­sen Sie von vorn­her­ein eine klei­ne Nacht­lam­pe in der Steck­do­se bren­nen, die Ih­nen den Weg zum Bett­chen be­leuch­tet. Win­del­wech­seln soll­te nach den ers­ten Le­bens­wo­chen nachts nicht mehr nö­tig sein, es sei denn Ihr Baby hat­te Stuhl­gang. 

                              Die "of­fi­zi­el­le" Emp­feh­lung von Still­be­ra­te­rin­nen und Müt­ter­be­ra­te­rin­nen ist auch, dass Sie Ihr Baby nach Mög­lich­keit nicht an der Brust ein­schla­fen las­sen, auch tags­über nicht. Es ver­bin­det sonst Trin­ken mit Ein­schla­fen und braucht die­se Hil­fe dann na­tür­lich auch nachts. Aus lau­ter Ge­wohn­heit ent­wi­ckelt es ein Hun­ger­ge­fühl ohne ein ech­tes Be­dürf­nis nach Nah­rung. Die­ser an­ge­lern­te Hun­ger be­wirkt, dass das Kind im­mer wie­der auf­wacht. Ver­su­chen Sie in dem Fall nachts so­wohl beim Stil­len als auch aus dem Schop­pen im­mer klei­ne­re Mahl­zei­ten an­zu­bie­ten, oder er­set­zen Sie die Milch durch et­was Tee oder Was­ser.

                              Hal­ten Sie Ihr Baby bei der letz­ten Abend­füt­te­rung nach Mög­lich­keit wach, bis Sie es ins Bett­chen le­gen. Wenn es beim Stil­len oder Schöp­peln ein­schläft, we­cken Sie es wie­der auf, in­dem Sie es zum Bei­spiel wi­ckeln. Es soll­te auch ohne di­rek­ten Kör­per­kon­takt ein­schla­fen kön­nen. So fällt es ihm spä­ter leich­ter, in ei­ner nächt­li­chen Wach­pha­se wie­der al­lei­ne und ohne zu­sätz­li­chen Schop­pen ein­zu­schla­fen.

                              Fra­gen Sie bei grös­se­ren Schlaf­pro­ble­men Ihre Müt­ter- und Vä­ter­be­ra­te­rin. Mög­li­cher­wei­se kann ein Schlaf­pro­to­koll über zwei bis drei Wo­chen auf­de­cken, was hin­ter dem Schlaf­pro­blem steckt.

                              Oben ge­nannt sind vie­le Din­ge, die funk­tio­nie­ren kön­nen und doch gibt es noch an­de­re Wege. Vie­le Müt­ter ent­schei­den sich, das Baby die ers­ten Mo­na­te ne­ben sich in ei­nem Bei­stell­bett schla­fen zu las­sen. Das Baby hört die Atem­ge­räu­sche der Mut­ter und für die­se er­leich­tert sich das nächt­li­che Er­wa­chen. Sie kön­nen ein­fach Ih­ren Arm aus­stre­cken und das Baby be­rüh­ren.  

                              Kin­der sind In­di­vi­du­en, eben­so die Müt­ter. Für das Durch­schla­fen von Ba­bys gibt es des­halb kei­ne Stra­te­gie, die auf alle Kin­der und Müt­ter glei­cher­mas­sen an­wend­bar ist. Oft­mals nüt­zen dann die auf­ge­führ­ten Tipps oder gar Schlaf­trai­nings nach Fer­ber nichts und ver­un­si­chern El­tern so­wie das Baby. Co-Slee­ping (das Baby schläft im El­tern­zim­mer oder so­gar im Fa­mi­li­en­bett), Stil­len nach Be­darf und be­wuss­tes Tra­gen und Wie­gen sind eben­so gang­ba­re Wege wie zu ver­su­chen, das Baby mit ei­nem Rhyth­mus und Ri­tua­len zum selb­stän­di­gen Schla­fen zu be­glei­ten.

                              (Wir be­dan­ken uns bei ei­ner en­ga­gier­ten Le­se­rin für die wert­vol­len Er­gän­zun­gen aus Sicht ei­ner Mut­ter)

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Es be­steht kein Grund zur Be­un­ru­hi­gung, wenn Ihr Baby wäh­rend des Schla­fes hef­tig stram­pelt. Da­durch wer­den sei­ne Mus­keln und auch sei­ne grau­en Zel­len trai­niert. El­tern soll­ten nicht bei je­dem Stram­peln oder kur­zem Au­gen­öff­nen zum Bett­chen lau­fen. Prof. An­net­te Kar­mi­loff-Smith vom In­sti­tu­te of …
                              Die Schlaf­for­schung bie­tet dazu kei­ne ein­deu­ti­ge Er­klä­rung. Es lässt sich aber bei vie­len Ba­bys be­ob­ach­ten, dass nicht nur das Wie­gen, son­dern auch vie­le an­de­re For­men ei­ner rhyth­mi­schen Sti­mu­la­ti­on, wie Fahr­ten in ei­nem Zug oder mit dem Auto, "schlaf­för­dernd" wir­ken. Schon ein Aus­flug im gut …
                              Letzte Aktualisierung: 25.01.2021, MR / BH

                              Mehr zum The­ma

                              Emp­feh­lun­gen

                              Mam-logoMam · Ad

                              MAM Baby Ma­ga­zin

                              Der swiss­mom Part­ner Blog
                              Stiftung Folsäure-logoStiftung Folsäure · Ad

                              Ur­ba­ne Gär­ten: Gü­nes Pa­ra­dies im Asphalt­dschun­gel mit Kneipp

                              Ur­ba­nes Grün tut der See­le und dem Kli­ma gut. Ex­per­tIn­nen ver­ra­ten Tricks für die Selbst­ver­sor­gung auf dem Stadt­bal­kon.

                              Neu­es­te Ar­ti­kel

                              Unsere Partner

                              Anzeige
                              Anzeige