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                              Mutter hält ihr Neugeborenes im Arm
                              ©
                              iStock

                              Pu­cken: So geht’s si­cher


                              Un­ter Pu­cken ver­steht man das enge Wi­ckeln des Säug­lings, wo­bei der Kör­per mit De­cken, Schlaf­sä­cken und an­de­ren Um­hül­lun­gen um­wi­ckelt wird. Da­bei wer­den teil­wei­se auch die Arme und Bei­ne straff fi­xiert. Die­se Wi­ckel­tech­nik scheint Un­ru­he­pha­sen von Säug­lin­gen zu ver­rin­gern, re­du­ziert Auf­wach­pha­sen und führt bei man­chen Säug­lin­gen, die nicht ger­ne in Rü­cken­la­ge schla­fen, zu bes­se­rem Ein­schla­fen.  Da­her wur­de das „swaddling“ teil­wei­se auch als Vor­sor­ge­mass­nah­me ge­gen den plötz­li­chen Säug­lings­tod be­schrie­ben.

                              Fach­leu­te mah­nen je­doch ge­ra­de be­züg­lich des plötz­li­chen Kinds­tods zur Vor­sicht: Man­che Kin­der rol­len sich sehr früh aus der Rü­cken- in die Bauch­la­ge. Sind die Arme dann – wie beim Pu­cken – am Kör­per fi­xiert, kann sich der Säug­ling nicht mehr aus die­ser Lage be­frei­en, was ei­nen Er­sti­ckungs­tod mit Ver­le­gung der Atem­we­ge in Ge­sichts­la­ge zur Fol­ge ha­ben kann. Das fes­te Ein­wi­ckeln kann – ins­be­son­de­re bei Ver­wen­dung un­ge­eig­ne­ter Ma­te­ria­li­en – auch zur Über­wär­mung des Säug­lings füh­ren. Be­son­ders ris­kant scheint die Ver­wen­dung nor­ma­ler De­cken als Puck­hil­fe zu sein, wäh­rend ein Schlaf­sack mit Arm­frei­heit emp­feh­lens­wert ist.

                              Aus­ser­dem gibt es Be­rich­te, dass un­sach­ge­mäs­ses Pu­cken Hüft­ge­lenks­pro­ble­me ver­stärkt. Das fes­te An­bin­den der ge­streck­ten Bei­ne (und da­mit die Be­hin­de­rung der bei Säug­lin­gen noch ganz na­tür­li­chen Beu­gung im Hüft­ge­lenk) be­hin­dert das Aus­rei­fen der Hüf­te und er­höht da­mit das Ri­si­ko für Hüft­dys­pla­si­en. Be­son­ders häu­fig fin­det man Kin­der mit Hüft­dys­pla­sie bei den Na­va­jo-In­dia­nern in Nord­ame­ri­ka, die ihre Kin­der auf Bret­tern fest­bin­den. An­de­rer­seits konn­te in Ja­pan durch die Ab­kehr vom tra­di­tio­nel­len en­gen Wi­ckeln mit Bän­dern die Häu­fig­keit der Hüft­dys­pla­sie von vor­mals 1,1–3,5 % auf 0,2 % ge­senkt wer­den.

                              Bei­de Punk­te ver­deut­li­chen nach An­sicht der Kin­der­ärz­te, dass es sich beim Pu­cken um kei­ne harm­lo­se Pfle­ge­mass­nah­me han­delt, die man kri­tik­los an­wen­den oder al­len El­tern un­be­schränkt emp­feh­len kann.

                              Die El­tern soll­ten die mit dem Pu­cken ver­bun­de­nen Ri­si­ken ken­nen und in wei­te­rer Fol­ge nur die für das je­wei­li­ge Al­ter ge­eig­ne­ten Puck­hil­fen ver­wen­den. Gute An­lei­tun­gen zum rich­ti­gen Pu­cken sind wich­tig. Spä­tes­tens ab dem 3. Le­bens­mo­nat soll­ten kei­ne Puck­hil­fen mehr ver­wen­det wer­den, die die Arm­frei­heit ein­schrän­ken. Und im Hin­blick auf die Hüft­ent­wick­lung ist dar­auf zu ach­ten, dass eine aus­rei­chen­de Be­weg­lich­keit und ins­be­son­de­re eine Beu­gung im Hüft­ge­lenk er­hal­ten blei­ben. Schliess­lich dür­fen auch die an­de­ren Fak­to­ren zum Schutz vor dem plötz­li­chen Kinds­tod nicht ver­ges­sen wer­den: Rü­cken­la­ge, kei­ne wei­chen Un­ter­la­gen, Schutz vor Über­wär­mung und Über­de­cken, Schutz vor Ni­ko­tin usw.

                              Aus der For­schung: Mo­nats­schr Kin­der­heilkd 2014; 162(6):489–490

                              Letzte Aktualisierung: 17.02.2021, BH

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