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                              Baby in OP-Tücher gewickelt
                              ©
                              iStock

                              Kai­ser­schnitt-Ba­bys


                              Das Ri­si­ko für das Kind ist bei ei­ner ge­plan­ten und un­kom­pli­zier­ten Schnitt­ent­bin­dung nicht hoch. Die Wahr­schein­lich­keit für Ge­burts­ver­let­zun­gen oder Sauer­stoff­man­gel ist sta­tis­tisch ge­se­hen so­gar ge­rin­ger als bei ei­ner va­gi­na­len Ge­burt. Je nä­her am er­rech­ne­ten Ge­burts­ter­min der Kai­ser­schnitt durch­ge­führt wird, umso rei­fer ist das Kind und umso we­ni­ger Pro­ble­me sind von kind­li­cher Sei­te zu er­war­ten.

                              Wo­mit Kai­ser­schnitt-Ba­bys Schwie­rig­kei­ten ha­ben könn­ten


                              Aber ein Kai­ser­schnitt ist für das Kind nicht au­to­ma­tisch auch die bes­se­re Me­tho­de, zur Welt zu kom­men, auch wenn dies häu­fig an­ge­nom­men wird.

                              Die Neu­ge­bo­re­nen lei­den häu­fi­ger un­ter Atem­pro­ble­men, dem so­ge­nann­ten Atem­not­syn­drom. Fol­gen­de Theo­rie ver­sucht dies zu be­grün­den: Das Frucht­was­ser wird nicht wie bei der va­gi­na­len Ge­burt durch den star­ken Druck auf dem Weg durch den en­gen Ge­burts­ka­nal aus der Lun­ge ge­presst. Aus­ser­dem ist die Aus­schüt­tung von Stress­hor­mo­nen, die durch We­hen und den Durch­tritt durch den en­gen Ge­burts­ka­nal aus­ge­löst wird, eine na­tür­li­che und po­si­ti­ve Be­gleit­erschei­nung der Ge­burt. Der Ka­techo­lamin-Stoss stoppt die Frei­set­zung von Flüs­sig­keit in die fe­ta­le Lun­ge und stei­gert die Frei­set­zung von Sur­fac­tant, was dem Kind die ers­ten Atem­zü­ge nach der Ge­burt er­leich­tert. Nach die­ser Theo­rie könn­te es den Kin­dern buch­stäb­lich den Atem ver­schla­gen, wenn sie durch den chir­ur­gisch ge­öff­ne­ten Ute­rus das Licht der Welt er­bli­cken.

                              Aus­ser­dem sol­len Kin­der, die per Kai­ser­schnitt auf die Welt kom­men, spä­ter drei­mal so häu­fig an Bron­chi­al­asth­ma er­kran­ken wie Kin­der, die va­gi­nal ge­bo­ren wur­den. Neue­re Stu­di­en zei­gen auch, dass Kin­der nach Kai­ser­schnitt im Ver­gleich zu Va­gi­nal­ge­bo­re­nen häu­fi­ger an All­er­gi­en und In­fek­ti­ons­krank­hei­ten lei­den. Es gibt auch Hin­wei­se, dass ein Kai­ser­schnitt das Ri­si­ko des Kin­des, an Dia­be­tes mel­li­tus Typ 1 zu er­kran­ken, er­hö­hen kann.

                              Die Ur­sa­chen für die­se Aus­wir­kun­gen des Ge­burts­mo­dus auf die län­ger­fris­ti­ge Ge­sund­heit des Kin­des sind nicht rest­los ge­klärt. Dis­ku­tiert wird, dass die un­ter­schied­li­chen kind­li­chen Darm­bak­te­ri­en nach Va­gi­nal- bzw. Schnitt­ge­bur­ten eine wich­ti­ge Rol­le für den Auf­bau des Im­mun­sys­tems spie­len. Die­se Darm­bak­te­ri­en spie­len auch eine Rol­le bei der Ent­ste­hung von all­er­gi­schen Er­kran­kun­gen, In­fek­tio­nen und Dia­be­tes.

                              Scha­det die An­äs­the­sie dem Baby?


                              Die meis­ten Kai­ser­schnit­te wer­den in Teil­nar­ko­se vor­ge­nom­men. Das heisst, die Mut­ter ist wach und kann ihr Kind gleich nach der Ge­burt se­hen und nach Ab­schluss der Ope­ra­ti­on in die Arme neh­men. Durch ge­ziel­te La­ge­rung und wenn nö­tig Me­di­ka­men­te ver­su­chen die Ärz­te, den bei Teil­nar­ko­sen häu­fig auf­tre­ten­den Blut­druck­ab­fäl­len ent­ge­gen zu wir­ken. Star­ke und vor al­lem län­ger an­dau­ern­de Blut­druck­ab­fäl­le ver­min­dern näm­lich auch die Durch­blu­tung der Ge­bär­mut­ter und so­mit die Ver­sor­gung des Kin­des mit Sauer­stoff. Die An­äs­the­sis­ten (Nar­ko­se­ärz­te) ach­ten auch sehr dar­auf, dass bei ei­ner sel­ten nö­ti­gen Voll­nar­ko­se so­viel Be­täu­bungs­mit­tel wie nö­tig, aber so we­nig wie mög­lich ge­ge­ben wird, da­mit das Neu­ge­bo­re­ne nicht dar­un­ter lei­det und Pro­ble­me hat, sich an die Um­welt an­zu­pas­sen.

                              Wel­che Ba­bys vom Kai­ser­schnitt pro­fi­tie­ren


                              An­de­rer­seits kann ein schwa­ches Kind durch Kom­pli­ka­tio­nen ei­ner va­gi­na­len Ge­burt, zum Bei­spiel durch aku­ten Sauer­stoff­man­gel, schwer ge­schä­digt wer­den und dann ist eine Schnitt­ent­bin­dung oft sinn­voll. Das kann der Fall sein bei ei­ner Pla­zen­ta­in­suf­fi­zi­enz, teil­wei­sen Pla­zen­ta­lö­sun­gen und wei­te­ren Kom­pli­ka­tio­nen, wel­che die Ver­sor­gung des Kin­des mit Sauer­stoff ge­fähr­den. Auch eine We­hen­schwä­che mit Ge­burts­still­stand ist ein Bei­spiel da­für. 

                              Sind ge­fähr­li­che Ver­än­de­run­gen im CTG zu er­ken­nen, muss das Kind un­be­dingt so schnell wie mög­lich ge­bo­ren wer­den. Je nach Si­tua­ti­on wird dann eine ge­burts­hilf­li­che Zan­ge, eine Saug­glo­cke oder eine Schnitt­ent­bin­dung ein­ge­setzt. Ist das Kind sehr gross(über 4.5 kg), kann es bei ei­ner va­gi­na­len Ge­burt auch eher zu Ge­burts­ver­let­zun­gen an Ner­ven oder Kno­chen kom­men.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Nein, das ist nicht rich­tig. Kai­ser­schnitt-Ba­bys ha­ben oft so­gar mehr Schwie­rig­kei­ten bei der An­pas­sung an das Le­ben aus­ser­halb der Ge­bär­mut­ter. Das äus­sert sich vor al­lem in Atem­pro­ble­men. Denn die We­hen und der enge Weg durch den Ge­burts­ka­nal sind für das Baby wie eine Ganz­kör­per­mas­sa­ge, die das …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              2/10/2018
                              Schwangere mit Hand auf dem Bauch

                              Kai­ser­schnitt-Fol­gen

                              In­ner­halb von 25 Jah­ren hat sich die An­zahl der Kai­ser­schnit­te ver­dop­pelt, nicht zu­letzt weil mehr Schwan­ge­re es so …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              8/16/2017
                              Neugeborenes gähnt

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                              Va­gi­nal ge­bo­re­ne Ba­bys – oder per Kai­ser­schnitt ge­bo­re­ne Ba­bys, die an­schlies­send den na­tür­li­chen Bak­te­ri­en ih­rer …
                              Letzte Aktualisierung: 05.06.2020, BH
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