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Frau im Weiterbildungsunterricht
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Fort­bil­dung, Wei­ter­bil­dung, Neu­ori­en­tie­rung


El­tern, die nach ei­ner län­ge­ren Fa­mi­li­en­pau­se in den Be­ruf zu­rück­keh­ren möch­ten, stel­len oft mit ei­ner ge­wis­sen Er­nüch­te­rung fest, dass sie den An­schluss ver­passt ha­ben. Sich fort­lau­fend zu bil­den bleibt also wich­tig, auch wenn Sie ei­ni­ge Jah­re pau­sie­ren im Be­ruf. Je nach­dem, wel­ches Ziel Sie da­bei ver­fol­gen, sieht die­ser Bil­dungs­weg ganz un­ter­schied­lich aus.

Fort­bil­dung


Die in der Aus­bil­dung er­wor­be­nen Kennt­nis­se und Fer­tig­kei­ten wer­den auf­ge­frischt und er­wei­tert. Man­che Be­ru­fe wan­deln sich in­nert kur­zer Zeit so stark, dass man ohne den re­gel­mäs­si­gen Be­such von Fort­bil­dun­gen schnell den An­schluss ver­passt. Wer vor­hat, in den an­ge­stamm­ten Be­ruf zu­rück­zu­keh­ren, soll­ten sich also dar­um be­mü­hen, auf dem Lau­fen­den zu blei­ben, um wich­ti­ge Ver­än­de­run­gen nicht zu ver­pas­sen. Ohne ei­nen Ar­beit­ge­ber im Hin­ter­grund, der die Kos­ten mit­trägt, müs­sen Sie die Fort­bil­dung zwar aus der ei­ge­nen Ta­sche fi­nan­zie­ren, es wird sich aber bei der Job­su­che aus­zah­len, wenn Sie vor­wei­sen kön­nen, dass Sie sich das nö­ti­ge Know­how an­ge­eig­net ha­ben. 

Wei­ter­bil­dung


Eine Wei­ter­bil­dung dient dazu, sich neue Qua­li­fi­ka­tio­nen im an­ge­stamm­ten Be­rufs­feld an­zu­eig­nen. In der Re­gel han­delt es sich um län­ge­re Lehr­gän­ge, die zu ei­nem neu­en, an­er­kann­ten Be­rufs­ab­schluss füh­ren. Da Sie für eine Wei­ter­bil­dung sehr viel Zeit und Geld in­ves­tie­ren, soll­ten Sie un­be­dingt ab­klä­ren,  wie gut die Chan­cen ste­hen, dass Sie nach dem Ab­schluss auch eine Stel­le in die­sem Be­reich fin­den. 

Neu­ori­en­tie­rung


Vie­le Müt­ter und Vä­ter ler­nen sich im Fa­mi­li­en­le­ben von ei­ner ganz neu­en Sei­te ken­nen, es zei­gen sich bis­her un­er­kann­te Fä­hig­kei­ten und In­ter­es­sen, der Wunsch nach be­ruf­li­cher Neu­ori­en­tie­rung macht sich be­merk­bar. Soll es nicht bei dem Wunsch blei­ben, ist eine fun­dier­te Aus­bil­dung Pflicht. Die fol­gen­den Über­le­gun­gen hel­fen da­bei, ein Bil­dungs­an­ge­bot aus­zu­su­chen, das die Chan­cen auf ei­nen er­folg­rei­chen Be­rufs­wech­sel er­hö­hen:

  • Schnell­blei­chen füh­ren sel­ten zum Ziel. Fach­frau oder Fach­mann in ei­nem bis­her un­be­kann­ten Be­rufs­feld wer­den Sie nicht in­ner­halb von ei­ni­gen Kurs­ta­gen.

  • Se­riö­se Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen in­for­mie­ren aus­führ­lich über Kurs­in­hal­te und -zie­le, den Wer­de­gang der Do­zen­ten, die Prü­fungs­vor­aus­set­zun­gen so­wie die An­er­ken­nung der Ab­schlüs­se. Das Edu­qua-Zer­ti­fi­kat weist dar­auf hin, dass die da­mit zer­ti­fi­zier­te Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on ge­wis­se Min­dest­stan­dards ein­hält. 

  • Der bes­te Ab­schluss nützt nichts, wenn in die­sem Be­reich kein Be­darf an Fach­leu­ten be­steht. Die ho­hen Kos­ten loh­nen sich kaum, wenn Sie da­nach ver­geb­lich nach ei­nem Be­tä­ti­gungs­feld su­chen, in dem Sie das Ge­lern­te an­wen­den kön­nen.

Wich­tig: Kos­ten für be­rufs­ori­en­tier­te Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen so­wie Um­schu­lun­gen kön­nen bis zu ei­nem Be­trag von 12'000 Fran­ken von den Steu­ern ab­ge­zo­gen wer­den. Be­din­gung ist, dass Sie mit dem er­wor­be­nen Wis­sen Ih­ren Le­bens­un­ter­halt be­strei­ten kön­nen und wol­len. Wenn Sie also zum Bei­spiel aus Freu­de am Nä­hen ei­nen Frei­zeit­kurs be­su­chen, kön­nen Sie die­se Kos­ten nicht gel­tend ma­chen. 

Letzte Aktualisierung: 20.04.2020, TV
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