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Familie zieht um
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Kün­di­gung der Woh­nung – An was Sie den­ken soll­ten


Grund­sätz­lich re­gelt der Miet­ver­trag die Kün­di­gungs­fris­ten. In der Re­gel gel­ten die ge­setz­li­chen Kün­di­gungs­fris­ten von 3 Mo­na­ten bei Wohn­räu­men (or­dent­li­che Kün­di­gung). Im Ge­gen­satz zur Ver­mie­ter­schaft kön­nen Mie­ter ohne ein amt­li­ches For­mu­lar mit ei­nem ein­ge­schrie­be­nen Brief kün­di­gen. Wer sei­ne Woh­nung kün­di­gen will, muss die ge­setz­li­chen oder die ver­trag­li­chen Fris­ten ein­hal­ten. Kön­nen sie die Kün­di­gungs­frist nicht ein­hal­ten, er­folgt eine aus­ser­ter­min­li­che Kün­di­gung. Zu be­ach­ten ist in die­sem Fall, dass die vor­zei­ti­ge Auf­lö­sung des Miet­ver­ra­ges nur auf Mo­nats­en­de mög­lich ist und dem Ver­mie­ter min­des­ten ei­nen Mo­nat zum vor­aus schrift­lich mit­ge­teilt wer­den muss. Es ist da­her not­wen­dig, im­mer zu­erst ei­nen Blick in den Miet­ver­trag zu wer­fen, da­mit die Kün­di­gung auch rechts­wirk­sam er­folgt. Eine Kün­di­gung ist dann recht­zei­tig mit­ge­teilt wor­den, wenn das Schrei­ben vor Be­ginn der Kün­di­gungs­frist zur ver­nünf­ti­gen Ta­ges­zeit beim Ver­mie­ter ein­ge­trof­fen ist (aus­schlag­ge­bend ist also der Emp­fang).

Oft gibt es kan­to­na­le Vor­schrif­ten (z.B. kei­ne Zü­gel­ter­mi­ne per Ende De­zem­ber). Die­se orts­üb­li­chen Ter­mi­ne fin­den Sie auf www.mie­ter­ver­band.ch un­ter „Schlich­tungs­be­hör­den“.; wei­te­re In­for­ma­tio­nen er­teilt auch der ört­li­che Mie­ter­ver­band oder die zu­stän­di­ge Schlich­tungs­stel­le.

Der Mie­ter kann das Miet­ob­jekt vor­zei­tig, d.h. ohne Ein­hal­tung der Kün­di­gungs­frist und Kün­di­gungs­ter­min zu­rück­ge­ben. In die­sem Fall ist er je­doch ge­gen­über dem Ver­mie­ter von sei­nen Ver­pflich­tun­gen nur be­freit, wenn er ei­nen gleich­wer­ti­gen und sol­ven­ten Nach­mie­ter stellt d.h. ei­nen für den Ver­mie­ter zu­mut­ba­ren neu­en Mie­ter vor­schlägt; die­ser muss zah­lungs­fä­hig und be­reit sein, den Miet­ver­trag zu den glei­chen Be­din­gun­gen zu über­neh­men. Wenn sie also frü­her aus­stei­gen wol­len, ist es rat­sam meh­re­re Nach­mie­ter zu mel­den. Was heisst zu­mut­bar? Ganz all­ge­mein kann fest­ge­hal­ten wer­den, dass der Ver­mie­ter durch den Mie­ter­wech­sel nicht schlech­ter ge­stellt wer­den darf. Der Ver­mie­ter muss den Er­satz­mie­ter z.B. dann nicht ak­zep­tie­ren, wenn Letz­te­rer zu un­pünkt­li­chen Miet­zins­zah­lun­gen neigt oder bei ihm eine emp­find­li­che Stö­rung der Haus­ord­nung zu er­war­ten ist. Die Er­satz­mie­ter­schaft muss Ge­währ da­für bie­ten, dass sie den Miet­zins und die Ne­ben­kos­ten pünkt­lich be­zah­len kann und will.

Letzte Aktualisierung: 22.04.2020, PvE
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