Baby wird mit Brei gefüttert
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Viel Geduld beim Brei!

Manchmal müssen Eltern starke Nerven entwickeln, bis die Kleinen den Löffel mit Brei endlich akzeptieren. Die Einführung der Beikost bedarf viel Geduld, und meist hilft nur eine grosse Portion Gelassenheit. Geben Sie nicht jedem Quengeln nach, sondern versuchen Sie es immer wieder mit kleinsten Portionen auf dem Löffel. So gewöhnt sich das Kind langsam daran.

Das Kind sollte entspannt sitzen können. Wenn es die Füsse gegen etwas stemmen kann, gelingt dies meist besser. Aber ACHTUNG: Wenn Ihr Baby nicht auf Ihrem Schoss sondern im Hochstuhl sitzt, kann das Abstemmen zum Umkippen des Stuhls führen! Das Lätzchen zum Schutz der Kleidung von Mutter und Kind kann gar nicht gross genug sein.

Zum Füttern eignet sich ein schmaler Plastiklöffel. Bei den ersten Versuchen wird der mit wenig Brei beladene Löffel einfach nur zwischen die Lippen gehalten, damit Ihr Baby den Brei absaugen kann. Nach ein paar Tagen wird der Löffel zur Hälfte mit Brei beladen, dann über die Zunge nach hinten in den Mund geschoben, und beim Zurückziehen am Oberkiefer abgestreift. Wenn Sie Ihrem Kind den Brei nur auf die Zunge legen, weiss es nicht, wie es ihn weit genug nach hinten schieben soll, um ihn herunterschlucken zu können. Der Brei läuft dann mit Sicherheit wieder heraus. Schieben Sie die Nahrung aber zu weit nach hinten in den Mund, kann es zum Würgen kommen. Erst, wenn das Baby die Portion hinuntergeschluckt hat, gibt man ihm den nächsten Löffel.

Ziemlich wichtig ist dabei, was Sie für ein Gesicht machen! Zeigen Sie Begeisterung für diese neue Form der Nahrungsaufnahme und machen Sie Ihrem Baby vor, wie man vom Löffel isst. Lecken Sie jedoch nie den Löffel Ihres Babys ab, um eine Bakterienübertragung aus Ihrem Mund zu vermeiden.

Auch wenn Ihr Kind nicht vom ersten Tag an begeistert ist von der Beikost, versuchen Sie es mindestens drei bis vier Tage mit der gleichen Nahrung, damit sich Ihr Baby an den neuen Geschmack und die andere Konsistenz gewöhnen kann. Allerdings sollte das Essen sicher kein Zwang sein. Spuckt es die Nahrung aus, erbricht es sie oder schreit es sogar schon beim Anblick des Tellers, machen Sie besser nochmals einen Unterbruch von einigen Tagen und versuchen es danach erneut, evtl. mit einem anderen Lebensmittel. Oder Sie mischen das Gemüse mit der gewohnten Milch.

Allgemein gilt: Presst ein Kind die Lippen zusammen oder spuckt die Nahrung aus, sollte es auf keinen Fall gezwungen werden, weiter zu essen. Es signalisiert damit, dass es satt ist. Damit stört man das instinktiv richtige Essverhalten und das Kind verlernt mit der Zeit, auf sein Sättigungsgefühl zu achten. Übergewicht und Esstörungen können die Folge sein.

Bei anhaltenden Schwierigkeiten wenden Sie sich an Ihre Mütterberaterin.

Was tun, wenn das Kind den Brei verweigert?

Letzte Aktualisierung : 11-11-19, MR / BH

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