Die MMR-Impfung
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Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR)

Die Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln werden als Kombinationsimpfung MMR in einer Spritze verabreicht. Die erste Dosis wird im Alter von 9 Monaten, die zweite im Alter von 12 Monaten empfohlen, um den individuellen Schutz zu optimieren. Zwischen erster und zweiter Impfung sollte ein Abstand von mindestens einem Monat eingehalten werden. Die MMR-Impfung sollte vor dem 2. Geburtstag abgeschlossen sein. Fehlende MMR-Impfungen können aber in jedem Alter nachgeholt werden.

Bei Säuglingen mit erhöhtem Risiko (Frühgeborene, Krippen, Epidemie) ist die Masern-/MMR-Impfung schon ab 6 Monaten empfohlen. In diesem Fall sind insgesamt 3 Dosen für einen vollständigen Schutz erforderlich. Die 2. und 3. Dosis erfolgen gemäss üblichem Impfschema.

Nebenwirkungen der MMR-Impfung

Die meisten Kinder fühlen sich nach der MMR-Impfung wohl. Fieber, begleitet von einem vorübergehenden Ausschlag, kann nach fünf bis zwölf Tagen auftreten und etwa zwei bis drei Tage dauern. Sehr selten sind, ca. drei Wochen nach der MMR-Impfung, schwache Symptome von Mumps (Schwellung im Bereich der Kieferwinkel) festzustellen. All diese Reaktionen verschwinden rasch wieder, und keine davon ist ansteckend.

Schwerwiegende Reaktionen auf die MMR-Impfung, wie Krämpfe oder Hirnhautentzündung, sind sehr selten. Das Risiko solcher Reaktionen ist beim natürlichen Verlauf dieser Krankheiten sehr viel grösser als bei einer Impfung.

Eingehende Untersuchungen haben gezeigt, dass kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen besteht.


Häufige Frage zum Thema

Ist es für den Nestschutz egal, ob die Mutter die Krankheit selbst durchgemacht hat oder ob sie "nur" dagegen geimpft ist?


Wissen

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Newsticker

Masernschutz ist wichtig | 26.04.2017

Die Masern sind eine meldepflichtige Krankheit. Ärzte sind verpflichtet, neue Krankheitsfälle innerhalb von 24 Stunden zu melden. Seit Jahresbeginn wurden in der Schweiz 55 Masernfälle gemeldet. Die schwersten Komplikationen sind Pneumonie und Enzephalitis. Die Gehirnentzündung kann schwere neurologische Schäden zur Folge haben. Ohne Impfung würde es in der Schweiz jährlich zu 15 bis 40 masernbedingten Todesfällen kommen. Deshalb ruft das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Bevölkerung dazu auf, den Impfstatus zu überprüfen und allenfalls nötige Impfungen nachzuholen. Bei Auftreten von Fieber und roten Flecken soll umgehend ein Arzt konsultiert werden. Nach Kontakt mit einer an Masern erkrankten Person kann übrigens noch innerhalb von 72 Stunden nachgeimpft werden.

Letzte Aktualisierung : 06.2019, BH

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