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Tabelle zur Bestimmung der fruchtbaren Tage, Zyklustabelle und digitales Fieberthermometer
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Die Basaltemperatur-Kurve

Der einfachste – aber nicht immer eindeutigste - Nachweis der Ovulation, also des Eisprungs, gelingt durch Messung der Basaltemperatur. Wie andere natürliche Methoden, z.B. die Beobachtung des Zervikalschleims, dient dies lediglich der Orientierung, hat aber den grossen Vorteil, dass die Messung mit geringem Aufwand und auch selbstständig von Ihnen daheim durchgeführt werden kann.

Die Körpertemperatur wird morgens vor dem Aufstehen gemessen. Ein bis zwei Tage nach der Ovulation steigt die durchschnittliche Temperatur um ca. 0,5 °C an und sinkt unmittelbar vor der Regelblutung wieder ab, sofern keine Schwangerschaft eingetreten ist. Die Sicherheit, dass vor dem Anstieg der Temperatur um rund 0,5 Grad tatsächlich ein Eisprung erfolgt ist, liegt allerdings nur bei 70 Prozent. Andererseits können Frauen auch einen regelmässigen Eisprung haben, ohne dass die Temperatur nach der Ovulation ansteigt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zwei Kriterien aufgestellt, um von der Basaltemperatur auf einen Eisprung schliessen zu können:

  • Findet ein Eisprung statt, erfolgt ein Temperaturanstieg innerhalb von 48 Stunden.
  • Die Temperatur sollte an drei aufeinander folgenden Tagen um mindestens 0,2°C höher liegen als an den vorherigen sechs Tagen.

Wenn Sie ein klassisches Fieberthermometer benutzen, tragen Sie die Ergebnisse in ein Basaltemperaturblatt ein, das Sie bei Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin bekommen können. Inzwischen gibt es im Handel aber auch schon digitale Thermometer, sogar kombiniert mit Wecker, Speichermöglichkeit und Auswertung der Messung (Zyklus-Computer). Je länger solche Geräte benutzt werden, d.h. je mehr individuelle Daten eingegeben werden, umso genauer werden die Ergebnisse. Einige sollen aber schon nach zwei Zyklen recht zuverlässig die fruchtbaren Tage erkennen. Ein Ovulationstest misst die Hormonveränderung beim Eisprung. Praktisch zur Auswertung ist auch das Führen einer interaktiven Basaltemperaturkurve, wie z.B. unter www.wunschkinder.net.

Bei der Temperaturmessung schleichen sich leicht Fehler ein. Wichtig ist vor allem, mindestens sechs Stunden geschlafen zu haben, immer morgens gleich nach dem Aufwachen und zu exakt derselben Zeit und immer an derselben Körperstelle zu messen. Fehler ergeben sich schon durch leichte fieberhafte Erkrankungen, Orts- und Zeitzonenwechsel, bestimmte Medikamente und Alkoholgenuss am Abend vorher. Und noch ein Tipp: Schlagen Sie am Abend vorher schon das Thermometer herunter, denn sogar diese körperliche Anstrengung kann die Kurve verfälschen.

Bei ungewollter Kinderlosigkeit und dringendem Kinderwunsch ist die Messung der Basaltemperatur aber höchstens für einige Monate interessant. Zur definitiven Abklärung des Eisprungs stehen präzisere Methoden zur Verfügung. 5-8 Tage nach dem vermuteten Eisprung kann z.B. das Gelbkörperhormon ( Progesteron ) im Blut bestimmt werden,da nach erfolgtem Eisprung das Gelbkörperhormon zuverlässig ansteigt. Zusätzlich kann zwischen dem zehnten und zwölften Zyklustag ein Ultraschall zum Nachweis von Follikeln  durchgeführt werden.


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Fragen, Anregungen oder Bemerkungen rund um die Temperaturmessmethode, Zervixschleim- und Muttermundbeobachtung oder zum sonstigen Zyklusgeschehen? Dann empfehlen wir, einmal in das swissmom-Forum hineinzuschauen: Temperatur / Zervixschleim / Mumu / Zyklusgeschehen


Letzte Aktualisierung : 08.2018, BH

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