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Gelbkörperschwäche

Ein wichtiger Grund für Probleme mit dem erfolgreichen Austragen einer Schwangerschaft kann sein, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend auf die Aufnahme des Embryos (die Einnistung) vorbereitet ist. Die Gelbkörperschwäche (Lutealinsuffizienz) ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen bei der Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit.

Nach dem Eisprung kommt es zu einer ungenügenden Produktion von Gelbkörperhormon (Progesteron). Da das Gelbkörperhormon für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos verantwortlich und auch zur Erhaltung der Schwangerschaft wichtig ist, kommt es bei Progesteronmangel leicht zu einer sehr frühen Fehlgeburt.

Die Symptome der Gelbkörperschwäche sind eine verkürzte zweite Zyklushälfte bei regelmässigem Eisprung. Der Blutspiegel des Gelbkörperhormons in der zweiten Zyklushälfte ist erniedrigt.

Die Gelbkörperinsuffizienz ist keine eigenständige Erkrankung. Letztlich ist sie die Folge einer unzureichenden Follikelreifung, denn aus dem Eibläschen entsteht nach dem Eisprung ja der Gelbkörper. Als Behandlung ist daher eine Unterstützung der Follikelreifung sehr erfolgversprechend. Die Gabe von Hormonen zur Unterstützung der Eibläschenentwicklung führt gleichzeitig zu einer Verbesserung der Gelbkörperfunktion. Auch der von den Östrogenen und dem Gelbkörperhormon abhängige Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird dadurch unterstützt.

Newsticker

Chlamydien | 28.10.2016

Bei Frauen mit einem positiven Test auf Chlamydien ist die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion von Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken – als PID (pelvic inflammatory disease) bezeichnet – und als Folge davon für eine Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (z.B. Eileiter-Schwangerschaft) oder eine Unfruchtbarkeit wegen verklebter Eileiter im Vergleich zu Frauen mit einem negativen Testergebnis um mindestens 30% erhöht. Das bestätigt erstmals eine grosse bevölkerungsgestützte Studie in Dänemark, wo es eine Meldepflicht für Chlamydieninfektionen gibt. Fast 517.000 junge Frauen wurden durchschnittlich knapp acht Jahre lang nachverfolgt. Bei 20% (103.344 Frauen) war der Chlamydientest positiv, bei 35% (182.879 Frauen) war er negativ und 45% (230.495 Frauen) waren nie getestet worden.

Letzte Aktualisierung : 10-07-17, BH

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