Lustkiller Dammschnitt

Lustkiller Nummer eins: Der Dammschnitt

Das Wissen, an einer so empfindlichen Stelle aufgeschnitten, gerissen und genäht zu sein, tut weh – körperlich und oftmals auch seelisch. Da kann es helfen, die intime Stelle mit einem Spiegel anzuschauen. Schon ein paar Tage nach der Geburt ist meist nicht mehr als eine feine Narbe zu entdecken. Das Gewebe erholt sich erstaunlich rasch, denn die Wundheilung in diesem bestens durchbluteten Teil des Körpers geht schnell voran.

Ein fachgerecht genähter Dammschnitt (und ebenso ein gut versorgter Dammriss) darf höchstens in den ersten Tagen nach der Geburt schmerzen. Sperrt sich die Narbe noch Wochen später gegen das Eindringen des Penis, sollten Sie das nicht einfach „aushalten“. Deshalb auf Sex zu verzichten, ist ebenfalls nicht sinnvoll, und auch nicht notwendig. Schmerzen an der Dammnaht müssen nicht sein, sondern sind auf jeden Fall zu beheben, oftmals mit einer nur kleinen Nachbesserung. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin darüber!

Durch die Hormonumstellung nach der Geburt und durch das Stillen haben viele Frauen eine trockene Scheide. Auch bei Erregung bildet sich nicht so viel Sekret wie sonst. Scheidentrockenheit führt aber zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Gleitmittel können zunächst durchaus hilfreich sein. Es gibt solche Salben in der Drogerie oder Apotheke zu kaufen. So überbrückt man die Zeit, bis wieder mehr natürliches Sekret fliesst. Allerdings sollte es nicht zur ständigen Gewohnheit werden. Bleibt die Scheide noch Monate nach der Entbindung zu trocken, hat das möglicherweise tiefer liegende Ursachen. Vielleicht kommt die Frau nicht ganz damit zurecht, Mutter und Geliebte zu sein. Der Körper zeigt dann die Verweigerung deutlich, auch wenn sich die Schwierigkeiten kaum in Worte fassen lassen.

Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH