Kind wäscht sich die Hände
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Das Corona-Virus und Kinder

Beruhigende Nachrichten von der Corona-Front für Eltern: Kinder sind von uns allen am wenigsten gefährdet. Die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf und Todesgefahr ist für Säuglinge und Kleinkinder nach den bisherigen Erfahrungen extrem gering.

Kinder sind nicht immun gegen das Coronavirus

Kinder bringen ständig alle möglichen ansteckenden Krankheiten aus der Schule oder dem Kindergarten nach Hause und trainieren so ihr Immunsystem. COVID-19 scheint aber ein Spezialfall zu sein. Kinder haben zwar genauso wenig Erfahrung mit diesem neuartigen Virus wie Erwachsene, ihr Immunsystem scheint aber besser damit zurechtzukommen, so dass keine oder leichtere Krankheitszeichen zeigen.

Deshalb kann man aber nicht sagen, dass Babys und Kinder immun sind! Im US-Bundesstaat Illinois wurde am 29.3.20 der Tod eines Babys gemeldet, das mit dem Coronavirus infiziert war. Die Todesursache muss noch genau untersucht werden. Dies zeigt aber, dass schwere und schwerste Verläufe nicht ausgeschlossen sind.

Warum genau Kinder weniger anfällig auf das Corona-Virus reagieren, ist noch nicht erforscht, könnte aber Wissenschaftlern entscheidende Ansätze in der Bekämpfung und für die Entwicklung eines Impfstoffes liefern. Eine Vermutung berücksichtigt die Tatsache, dass die Immunabwehr von Kindern anders funktioniert als die von Erwachsenen. Diese haben schon viele Infekte durchgemacht und ihr Immunsystem ist daher auf die Abwehr von einzelnen Erregern trainiert. Das Kinder-Immunsystem ist dagegen noch nicht trainiert und reagiert unspezifisch mit einer starken allgemeinen Reaktion. So kann das Coronavirus in Grenzen gehalten werden.

Kinder erkranken aber seltener

Eine Studie aus China liefert Belege dafür, dass Kinder deutlich seltener an einer Coronavirus-Infektion erkranken. In einer Stichprobe von 3.174 Erwachsenen und 745 Kindern, die alle engen Kontakt zu an Corona erkrankten Menschen hatten, wurden nur 1,3 Prozent der Kinder angesteckt (10 Patienten), aber 3,5 Prozent der Erwachsenen (111 Individuen). Damit wurden 2,7 mal so viele Erwachsenen infiziert wie Kinder, ein statistisch signifikanter Unterschied. 

Die US-amerikanische Seuchenbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) hat die Daten von 44.000 Corona-Patienten ausgewertet. Auch hier waren weniger als ein Prozent Kinder zwischen ein und neun Jahren und nur 1,2 Prozent waren Kinder zwischen neun und 19 Jahren.

Kinder erkranken weniger stark

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte mehrfach betont, dass es bei Kindern nur extrem selten zu schweren Verläufen komme. In der o.g. chinesischen Studie wurden die Krankheitsverläufe von zehn Kindern im Alter von zwei Monaten bis 15 Jahren analysiert. Keiner der kleinen Patienten habe Anzeichen einer Lungenentzündung gezeigt. Sieben der zehn Kinder hatten Fieber, allerdings unter 39 Grad Celsius, keines benötigte intensivmedizinische Pflege. Ein Kind zeigte keinerlei Symptome.

 

In Italien sind bisher rund 300 Kinder positiv auf den Erreger getestet worden. "Es gibt aber bisher in Italien keine Todesfälle und keine schweren Verläufe bei Kindern", sagte Alberto Villani, Präsident des italienischen Kinderarztverbandes.

In einer englischen Studie mit 300 Corona-positiven Kindern hatte ein Drittel gar keine Symptome. Ansonsten waren die häufigsten Symptome Müdigkeit (55 %), Kopfschmerzen (53 %), Fieber (49 %), Halsschmerzen (38 %), Appetitlosigkeit (35 %) und juckende Hautausschläge (18%). Irische Forscher fanden ausserdem Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall als Zeichen für eine Ansteckung.

Weltweit sind einzelne ungewöhnlich schwere Erkrankungen bei Corona-positiven Kindern festgestellt worden. Die Kinder zeigen Symptome, die dem toxischen Schocksyndrom bzw. dem Kawasaki-Syndrom ähneln. Dazu zählen entzündete Blutgefässe, Bauchschmerzen, Herzmuskelentzündung, Krampfanfälle, Fieber, Bindehautentzündung, Rötung des Rachens und des Mundes, geschwollene Hände und Füsse, vergrösserte Lymphknoten am Hals und oftmals Hautausschlag. Was das Kawasaki-Syndrom auslöst, wissen Ärzte bis heute nicht. Es betrifft vor allem kleine Kinder und soll sich um eine überschiessende Immunreaktion auf eine Infektion mit dem Coronavirus handeln.

Wann muss ein Kind zu Hause bleiben?

Kinder mit verdächtigen Symptomen sollten nicht in die Spielgruppe, den Kindergarten oder in die Schule gehen. Genaueres, d.h. welche Symptome "verdächtig" sind und ob ein leichtr Schnupfen schon dazu gehört, ist in den jeweiligen Schutzkonzepten der Kantone festgelegt.

Die verantwortlichen Betreuungs- bzw. Lehrpersonen dürfen ein Kind von der Teilnahme ausschliessen und nach Hause schicken.

Wie ansteckend sind Kinder?

Laut WHO steckten sich Kinder meist bei Erwachsenen an, Erwachsene hingegen selten bei Kindern. Das sei ein grosser Unterschied zur saisonalen Grippe, bei der Kinder ein Treiber der Ansteckungswelle sein können.

Kinder unter 10 Jahren spielen laut BAG (Medienkonferenz vom 27.4.20) praktisch keine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus, die hauptsächlich über Husten und Tröpfcheninfektion geschieht. Da Kinder nur milde Symptome haben mit geringem Husten, sind sie auch weniger ansteckend. Dennoch sollten Kinder mit Symptomen den Kontakt zu Risikopersonen meiden, d.h. Schwangere und Personen mit kritischen Vorerkrankungen, v.a. wenn diese im Seniorenalter sind.

Möglicherweise sind Kinder auch nach Abklingen der Symptome noch länger infektiös: Forscher hatten fast zwei Wochen, nachdem die Kinder aufgrund von negativen Atemwegsabstrichen aus der Quarantäne entlassen wurden, in ihrem Stuhl noch Viren nachweisen können. Was jedoch nicht unbedingt auch ein Übertragungsrisiko darstellt, denn ob die Viren im Stuhl noch infektiös sind, wurde bislang nicht nachgewiesen.

Sollten Kinder mit Symptomen getestet werden?

Inzwischen werden Kinder unter 12 Jahren nur dann getestet, wenn sie Krankheitsanzeichen haben oder direkten Kontakt zu einem Infizierten hatten. Der Entscheid liegt bei den Kinderärzten in Absprache mit den Eltern.

Einen Hinweis, ob ein Test bei Ihrem Kind sinnvoll ist, gibt der Online-Check auf check.bag-coronavirus.ch/screening. Auf jeden Fall sollten kranke Kinder zu Hause bleiben.

Wie kann man sein Kind schützen?

Kindsgi-Kinder sind nicht sehr zuverlässig darin, die Empfehlungen bezüglich des Niesens in die Armbeuge oder des Abstandhaltens einzuhalten. Umso wichtiger ist gründliches Händewaschen - auch bei Kindern der effektivste Schutz gegen Schmierinfektionen. Desinfektionsmittel werden von Hygiene-Fachleuten bei Kindern eher abgelehnt, weil sie die zarte Haut zu sehr angreifen. Papiertaschentücher sollten nur einmal benutzt werden.

Zusätzlich kann man sein Kind durch Spielen an der frischen Luft und Sonne bzw. Tageslicht sowie vitaminreicher Kost mit viel Obst und Gemüse wie gegen alle anderen grippalen Virusinfektionen auch gegen die Corona-Infektion wappnen.

Um Ihr Baby zu schützen, halten Sie möglichst Abstand von Kindern und von Menschen mit Erkältungssymptomen. Nuggi und Schoppenflaschen sollten Sie täglich waschen, auskochen oder im Vaporisator sterilisieren. Der Geschirrspüler wäscht nicht heiss genug und beschädigt durch den aggressiven Reiniger das Material. Wenn der Schnuller auf den Boden gefallen ist, sollten Sie darauf verzichten, ihn abzulecken. Erstens besteht eine erhöhte Kariesgefahr und mögliche Infektionskrankheiten könnten so übertragen werden.

Kann ich mein Kind gegen das Coronavirus impfen lassen?

Eine Impfung gegen das neue Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es noch nicht, auch wenn mögliche Impfstoffe schon in der Testphase sind. Experten raten aber vor allem älteren und chronisch kranken Menschen, sich trotzdem impfen zu lassen, beziehungsweise ihren Impfstatus zu prüfen - gegen Keuchhusten, Pneumokokken und auch gegen die reguläre Grippe.

Auch für Kinder sind die Impfungen gegen Keuchhusten und Pneumokokken wichtig. Obwohl sie nicht direkt vor einer Coronavirusinfektion schützen, ist ein geschwächtes Kind, das unter Umständen schon eine Lungeninfektion hatte, sehr viel gefährdeter für einen schweren Verlauf der Virusinfektion. Die Grippeimpfung (gegen Influenza) ist dagegen nur für Kinder mit chronischen Erkrankungen (z.B. Asthma oder Diabetes) angebracht.

Kann ich meinem Kind trotz der Corona-Pandemie die geplanten Impfungen geben lassen?

Manche Eltern befürchten, dass ihr Kind jetzt durch eine Impfung zusätzlich geschwächt und somit anfälliger für eine Coronavirus-Infektion wird. Diese Sorge ist unbegründet. Auch während der Coronavirus-Pandemie gelten die ganz normalen Impfempfehlungen nach dem aktuellen Impfplan. Laut Experten gibt es keine Hinweise darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 durch eine in zeitlicher Nähe verabreichte Impfung beeinflusst würde.

Man kann sogar davon ausgehen, dass zurzeit ein umfassender, altersgerechter Impfschutz des Kindes besonders wichtig ist. Denn durch die Impfungen wird das Kind gegen Infektionen geschützt, die es in der Pandemiezeit zusätzlich gefährden würden. Sowohl bei Masern als auch bei Windpocken kann beispielsweise eine Lungenentzündung als Komplikation vorkommen. Auch tragen die Impfungen generell dazu bei, einen guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten. Unser Gesundheitssystem, das durch die SARS-CoV-2-Infektionen sehr stark beansprucht ist, wird dann nicht auch noch durch vermeidbare Infektionskrankheiten belastet. Und nach der Pandemie würden sonst Infektionen, vor denen man sich mit Impfungen hätte schützen können, wieder deutlich ansteigen.

Davon abgesehen gilt natürlich, dass Impfungen zu verschieben sind, wenn das Kind eine akute, behandlungsbedürftige Erkrankung mit Fieber hat. Etwa zwei Wochen später kann die Impfung dann nachgeholt werden.

Die Sorge, Ihr Kind könne sich in der Praxis mit SARS-CoV-2 anstecken, ist nicht gerechtfertigt. Die Abläufe in der Kinderarztpraxis werden so organisiert, dass eine eventuelle Übertragung vermieden wird. Sprechen Sie am besten vor dem Impftermin das Vorgehen telefonisch ab.

Newsticker

Corona-Symptome bei Kindern | 08.09.2020

Mithilfe einer Corona-Symptom-Tracking-App hat ein Forschungsteam des King's College in London die bisher grösste Studie mit Kindern durchgeführt. Rund 200 infizierte Kinder wurden überwacht. Ein Drittel der Angesteckten hatte, wie bisher angenommen, keine Symptome gezeigt. Bei den restlichen Kindern bestand Müdigkeit (55 %), Kopfschmerzen (53 %), Fieber (49 Prozent), Halsschmerzen (38 %) und neu auch Appetitlosigkeit (35 %). Das bedeutet, dass Mahlzeiten ausgelassen werden. Bei einem von sechs Kindern traten ausserdem juckende Hautausschläge auf. Forscher der Queen's University in Belfast fanden noch weitere Anzeichen für das Coronavirus bei Kindern. Gemäss ihrer Studie mit 68 Infizierten seien Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall ebenso ein Zeichen für eine Ansteckung.

WAS IST WAS | 12.05.2020

Die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie wirft viele Fragen auf und sorgt häufig für Verunsicherung – auch und vor allem bei Kindern. Verlässliche Informationen helfen, das Thema Viruserkrankungen, insbesondere Covid-19, besser zu verstehen. Der Tessloff Verlag, Herausgeber der bekannten Buchreihe "WAS IST WAS", hat aus diesem Grund ein kostenloses PDF zum Corona-Virus veröffentlicht: "Viren. Den Krankheitserregern auf der Spur". Die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus werden auf 18 Seiten kindergerecht beantwortet und illustriert: Was ist ein Virus eigentlich und wie kann man es bekommen? Welche verschiedenen Erreger gibt es und wie kann man sich vor ihnen schützen? Wie kann die eigene Körperabwehr gegen sie vorgehen? Wie funktioniert richtiges Händewaschen? Wie stärkt man sein Immunsystem? Auch schwierige Begriffe werden auf leichte Art anschaulich erklärt. Denn wer versteht, hat weniger Ängste. Zum Download

Newsticker

Kinder mit CoVID-19 | 01.05.2020

Kinder stecken sich seltener mit dem Coronavirus an. Und von den Infizierten hat der allergrösste Teil einen sehr milden Verlauf. In der Schweiz und in anderen europäischen Ländern sind jedoch in Einzelfällen auch bei Kindern ungewöhnlich schwere Erkrankungen festgestellt worden. In der Schweiz sind bislang drei Fälle aus Genf bekannt, wobei in einem Fall das Virus nachgewiesen worden ist. Die betroffenen Kinder zeigen Symptome, die dem toxischen Schocksyndrom bzw. dem Kawasaki-Syndrom ähneln. Dazu zählen entzündete Blutgefässe, Bauchschmerzen, Herzmuskelentzündung, Krampfanfälle, Fieber, Bindehautentzündung, Rötung des Rachens und des Mundes, geschwollene Hände und Füsse, vergrösserte Lymphknoten am Hals und oftmals Hautausschlag. Was das Kawasaki-Syndrom auslöst, wissen Ärzte bis heute nicht. Es betrifft vor allem kleine Kinder. Eines der Kinder ist inzwischen genesen entlassen worden, je eines befinde sich noch auf der Normal- und eines auf der Intensivstation. In Deutschland sind bisher zwei Fälle bekannt. Auch aus Italien und Spanien wurden Fälle der mysteriösen Erkrankung gemeldet. In Grossbritannien hat der nationale Gesundheitsdienst Krankenhäuser auf etwa zwei Dutzend schwer kranke Kinder aufmerksam gemacht, aus New York wurden drei Fälle bekannt. Laut Daniel Koch, dem Corona-Delegierten des Bundes, handelt es sich wahrscheinlich um eine Immunreaktion auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Mehr über "Kinder und Coronavirus"...

Umarmen ja – Hüten (noch) nicht | 27.04.2020

Es sei legitim, wenn Grosseltern mit Kleinkindern gelegentlich Körperkontakt haben. Laut BAG (Daniel Koch in der Medienkonferenz vom 27.4.20) gäbe es praktisch keine Daten, dass Kinder vor dem Schulalter infiziert werden oder das Virus übertragen und die Krankheit weitergeben. Deshalb geht von den Kindern keine Gefahr aus. Bei älteren Kindern ab etwa 10 Jahren sei die Infektionsgefahr etwas höher als bei jüngeren, und ab der 8. oder 9. Klasse werden die Jugendlichen zu ernstzunehmenden Vektoren für das Virus. An Schulen könnte dies darum problematisch sein, weil dort viele Altersgruppen aufeinander treffen, wodurch die Schulschliessungen gerechtfertigt waren. Vom Hüten durch die Grosseltern wird allerdings abgeraten: „Nicht die Kinder bringen die Gefahr, sondern die Eltern, die die Kinder zur Hüte bringen. Damit würde es zu einer Vermischung der mittleren Generation mit der Grosselterngeneration kommen, und das wollen wir nicht. Auch haben nicht alle Grosseltern einen Garten. Und es gelingt nicht in jedem Fall, dass die Kinder die letzten Meter alleine zurücklegen."

Vergiftungsfälle steigen stark an | 23.04.2020

Verschärfte Hygiene ist gut - aber jetzt melden sich bei Tox Info Suisse vermehrt besorgte Eltern, weil ihre Kinder Desinfektionsmittel bzw. Desinfektionsgels eingenommen haben. Normalerweise sind das im Frühjahr rund 130 Fälle, in diesem Jahr sind es bereits rund 350, typischerweise Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. „In etwa 99 von 100 Fällen ist das harmlos und das Kind muss nicht hospitalisiert werden“, so Hugo Kupferschmidt, Direktor von Tox Info Suisse (Tel. 145). Oft würden Kinder gar keine Symptome zeigen: „Sie nehmen meist wenig ein, weil Desinfektionsmittel ja ziemlich grusig schmeckt“. Allfällige Symptome können Trunkenheit ähneln, denn Handdesinfektionsmittel enthalten meist Ethanol (Trinkalkohol), Propanol oder Isopropanol. Letztere sind etwas giftiger als Ethanol, verursachen aber vergleichbare Symptome. Die Gangunsicherheit birgt Verletzungsgefahr. Bei grösseren Mengen kann Erbrechen folgen. Die Wirkstoffe können zudem zu einer Unterzuckerung und dadurch Schläfrigkeit führen. Was sollen Eltern tun? Kupferschmidt rät: „Am besten man wäscht den Mund aus und kompensiert die Unterzuckerung mit süssen Getränken.“ Das BAG mahnt in einem Tweet, Desinfektionsgels stets auf höheren Ablageflächen ausser Reichweite von kleinen Kindern aufzubewahren. Erste Hilfe bei Vergiftungen...

Kita und Kindsgi | 18.04.2020

Erste Datenanalysen weisen darauf hin, dass Kinder weniger vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen sind als Erwachsene. Isländische Forscher haben bei rund 13.000 Personen aus der Allgemeinbevölkerung 0,6 % der Frauen und 0,9 % der Männer infiziert gefunden. Bei Kindern unter 10 Jahren gab es keinen einzigen positiven Befund. In Island sind Schulen und Kindergärten weitgehend geöffnet. Auch unter den in Europa erfassten Covid-19-Fällen hätten Kinder nur einen sehr kleinen Anteil von 1 %, heisst es von der EU-Gesundheitsbehörde ECDC. Die Theorie der Fachleute: Kinder scheinen weniger oft infiziert zu werden als Erwachsene und haben ein wesentlich geringeres Risiko, Symptome zu entwickeln oder ernsthaft zu erkranken. Aber in welchem Ausmass können infizierte Kinder (mit oder ohne Symptome) andere Menschen anstecken? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Covid-19 und Influenza verglichen und festgestellt, dass Kinder bei der Corona-Pandemie wohl keine bedeutsamen Überträger seien. Sie stecken sich vor allem bei Erwachsenen an, Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern.

Kinder gerade jetzt impfen! | 04.04.2020

Gerade in Zeiten des Coronavirus brauchen Säuglinge und Kleinkinder die regulären Schutzimpfungen. Laut Experten gibt es keine Hinweise darauf, dass ihr Immunsystems durch solche Impfungen und einer zeitgleichen SARS-CoV-2-Infektion überfordert wäre. Im Gegenteil: Durch die Impfungen wird das Kind gegen Infektionen geschützt, die es in der Pandemiezeit zusätzlich gefährden würden. Sowohl bei Masern als auch bei Windpocken kann beispielsweise eine Lungenentzündung als Komplikation vorkommen. Auch die Impfungen gegen Keuchhusten und Pneumokokken sind wichtig. Obwohl sie nicht direkt vor einer Coronavirusinfektion schützen, ist ein geschwächtes Kind mit einer Lungeninfektion sehr viel gefährdeter für einen schweren CoVID-19-Verlauf. Die Grippeimpfung (gegen Influenza) ist dagegen nur für Kinder mit chronischen Erkrankungen (z.B. Asthma oder Diabetes) angebracht. Deshalb sollen alle nach dem aktuellen Impfplan empfohlenen Impfungen bis zum Ende des zweiten Lebensjahres zeitgerecht durchgeführt werden. Ausnahme: Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern mit Symptomen einer Atemwegsinfektion werden wie üblich um 1-2 Wochen verschoben. Bei Kindern über zwei Jahre ist eine kurze Verschiebung des Impftermins sowieso kein Problem. Generell geben die Kinder- und Jugendärzte präzise Termine und trennen infektiöse oder möglicherweise infektiöse Kinder zeitlich und gegebenenfalls auch räumlich von den gesunden Kindern.

WHO räumt mit Corona-Mythen auf | 18.03.2020

Zur Zeit kursieren einige kuriose Mythen über das neuartige Coronavirus, mit denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer neuesten Publikation aufräumen will. Hier die Fakten:

  • Kaltes Wetter schränkt NICHT die Verbreitung des Coronavirus ein.
  • Weder ein heisses Bad, Ganzkörperdesinfektion mit Alkohol oder Chlor, Händetrockner, Spülen der Nase mit Kochsalzlösung, viel Knoblauch im Essen noch Antibiotika können die Viren abtöten.
  • Das neuartige Coronavirus kann NICHT durch Mückenstiche übertragen werden. Es handelt sich um ein Atemwegsvirus, das sich hauptsächlich durch Tröpfchen verbreitet, z. B. beim Husten oder Niesen einer infizierten Person.
  • Thermoscanner können Personen mit Fieber erkennen. Da es zwei bis zehn Tage dauert, bis mit dem Coronavirus infizierte Menschen krank werden und Fieber bekommen, können Infizierte, die noch kein Fieber haben, nicht durch einen Thermoscanner identifiziert werden.
  • Impfstoffe gegen Lungenentzündung wie der Pneumokokken-Impfstoff und der Impfstoff gegen Haemophilus influenza Typ B bieten keinen Schutz gegen das neue Coronavirus. Trotzdem werden diese Impfungen gegen Atemwegserkrankungen zum Schutz der Gesundheit empfohlen.
  • Menschen jeden Alters (auch Kinder) können an COVID-19 erkranken. Ältere Menschen und Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen scheinen nur anfälliger für einen schweren Krankheitsverlauf zu sein.

Welche Symptome sind typisch? | 10.03.2020

Die Coronavirus macht derzeit vielen Menschen Angst. Welche Symptome können auf eine Infektion hindeuten und welche nicht?

  • Erkältung: Halsschmerzen, danach Schnupfen, Niesen und schleimiger Husten, leicht erhöhte Temperatur, Abgeschlagenheit und leichte bis mässige Kopfschmerzen – das sind die klassischen Symptome einer banalen Erkältung (grippaler Infekt). Und sie sind nicht typisch für eine Infektion mit dem neuen Coronavirus!
  • Coronavirus-Infektion: Das Coronavirus (COVID-19) scheint vor allem die unteren Atemwege zu befallen. Hauptsymptome sind Fieber, (trockener) Husten und Atemnot/Kurzatmigkeit. Erkältungssymptome wie Niesen und eine laufende Nase treten nach bisherigen Berichten in der Fachliteratur eher selten auf. 
  • Grippe: Bei einer echten Grippe (Influenza) kommen zu diesen noch mehr Symptome hinzu: Es besteht neben Husten, evtl. Schnupfen und plötzlich einsetzendem, oft hohem Fieber auch ein starkes Krankheitsgefühl mit Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen und Müdigkeit.

Ein wichtiger Punkt für den gerechtfertigten Verdacht ist nach derzeitigem Stand, ob die Person in stark betroffenen Gebieten war und/oder engen Kontakt mit Personen aus diesen Gebieten oder positiv getesteten Personen hatte. Wenn dies für Sie zutrifft und Sie die oben beschriebenen Symptome an sich bemerken, sollten Sie sich bei einer Gesundheitseinrichtung (Arztpraxis, Notfallambulanz) telefonisch melden. Laufend aktualisierte Informationen zur Situation in der Schweiz

Corona und Schwangerschaft | 08.03.2020

Nach den bisherigen Erfahrungen erkranken Schwangere - wenn überhaupt - dann nur leicht an COVID-19. Insofern reichen die empfohlenen vorbeugenden Massnahmen aus. Beruhigend: Bei der Virusfamilie, zu der das Coronavirus gehört, ist nicht mit einer vorgeburtlichen Schädigung zu rechnen. Auch eine Virus-Übertragung vor, während oder nach der Entbindung ist bisher nicht beobachtet worden. Bisher ist zudem keines der Neugeborenen von infizierten Müttern positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Proben von Fruchtwasser oder Muttermilch wurde noch kein Virus nachgewiesen. Beim Stillen wird infizierten Müttern jedoch ein Mundschutz empfohlen. Bei den wenigen Schwangeren, die während der Schwangerschaft positiv auf das Coronavirus getestet wurden, kam es etwas häufiger zu Frühgeburten. Ob diese in unmittelbarer Beziehung zu einer mütterlichen Infektion stehen, ist aber aufgrund der geringen Fallzahl unklar. Idealerweise sind Schwangere gegen Grippe geimpft. Die Grippeimpfung schützt zwar nicht vor COVID-19, aber so können Schwangere nicht zeitgleich an beiden Infektionen erkranken. Ungeimpfte Schwangere sollten sich auch jetzt noch impfen lassen. Zu unseren laufend aktualisierten Infos...

Arbeitsrecht | 28.02.2020

Das Coronavirus breitet sich immer mehr aus (Aktuelle Infos). Früher oder später werden auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit dem Virus konfrontiert sein. Doch wer bezahlt Absenzen aufgrund des Coronavirus? Grundsätzlich gilt der Grundsatz, ohne Arbeit kein Lohn. Davon gibt es aber verschiedene Ausnahmen, in denen der Lohn dennoch geschuldet wird - ganz oder zumindest teilweise. Da geht es um die verspätete Rückkehr aus den Ferien, wenn z.B. Flüge gestrichen wurden, Arbeitsverweigerung wegen Angst vor Ansteckung, Behinderung auf dem Arbeitsweg wegen Ausfällen im ÖV, Betreuung erkrankter Kinder oder bei Schliessung einer Kindertagesstätte oder Schule. Antworten auf diese und andere Fragen ...

Coronavirus | 27.02.2020

Eine erste Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden deutet darauf hin, dass das neue Coronavirus (Sars-CoV-2) für Kinder wohl kaum schwere Folgen hat. Die Infektion verläuft weitestgehend ohne schwerwiegende Komplikationen. Für die Studie wurden Daten von rund 44000 Menschen mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion analysiert – darunter 416 Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren, bei denen es den Autoren zufolge keine Todesfälle gab. Auch für Menschen im Alter 10 und 39 Jahren ist die Gefahr für einen tödlichen Verlauf der Erkrankung mit 0,2 Prozent eher gering. Aus der Analyse geht zudem hervor, dass es bei Frauen mit 1,7 Prozent eine deutlich niedrigere Sterblichkeitsrate als bei Männern (2,8 Prozent) gibt. Ausserdem scheint eine Übertragung des Virus im Mutterleib ersten Erkenntnissen nach nicht stattzufinden. Laufend aktualisierte Infos hier...

Letzte Aktualisierung : 18-05-20, BH

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