Corona Newsticker
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Corona-Newsticker

Neue Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 finden Sie ab jetzt gebündelt auf dieser Seite:

Newsticker

Maskenpflicht | 01.04.2020

In einigen Städten Deutschlands, in Österreich, Tschechien und in der Slowakei ist es bereits Pflicht, Schutzmasken zu tragen. Und in vielen Teilen Asiens ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit ohnehin weit verbreitet. Dabei reichen selbstgenähte Atemmasken (diverse Anleitungen im Netz) und sogar Tücher oder Schals, die sowohl Mund als auch Nase abdecken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht eine Mundschutzpflicht skeptisch, wenn man nicht selbst krank ist. Vielmehr werde eine trügerische Sicherheit vermittelt, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. Das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) hält das Tragen einer Maske bei Infizierten für sinnvoll, um andere vor dem Coronavirus zu schützen. Auch ein selbst hergestellter einfacher Mundschutz halte virushaltige Tröpfchen beim Husten und Niesen zurück. Höherwertige Masken (FFP2 und FFP3), die auch die Träger selbst vor Infektionen schützen, würden aufgrund ihrer Knappheit derzeit dringend für medizinisches Personal gebraucht. Ähnlich tönt es vom BAG (Daniel Koch): Es mache Sinn, eine Maske zu Hause zu tragen, wenn ein Familienmitglied angesteckt wurde. Noch sei aber nicht erwiesen, dass das Maskentragen in der Öffentlichkeit wirklich die Verbreitung eindämmen kann. Bei einer Maskenpflicht seien zudem Hamsterkäufe zu befürchten, was denjenigen schade, die sie wirklich bräuchten.

Beziehung im Corona-Stress | 26.03.2020

Den ganzen Tag zu Hause auf engem Raum zu verbringen, trägt zu vermehrten Spannungen in der Paarbeziehung bei. Die Uni Zürich stellt Paaren deshalb im Rahmen der wissenschaftlichen Studie „Paarlife“ ein kostenloses Online-Training zur Verfügung. Es soll dabei helfen, die Zeit zu zweit stressfrei und positiv zu gestalten. Verschiedene Inhalte werden behandelt, z.B. wie Sie als Paar besser mit Stress umgehen können, wie Stress Ihre Partnerschaft beeinflusst, wie Sie auch unter Stress angemessen Konflikte besprechen können und wie Sie gemeinsam Lösungen für Probleme finden. Sie können sich selbst testen und werden angeleitet, die neuen Erkenntnisse in Ihrer Partnerschaft umzusetzen. Vermittelt werden die Inhalte durch Filmszenen, Interviews, Demonstrationen eines Paarcoachings und praktische Übungen. Die Gesamtlaufzeit ist 5 Stunden, die einzelnen Themen können aber unabhängig voneinander angeschaut und bearbeitet werden. Infos und Anmeldung

Seifenfehler! | 24.03.2020

Doppelt ist nicht immer besser. Das gilt in Corona-Zeiten vor allem für die oberste Hygieneregel, das Händewaschen. Wenn Sie sich die Hände gründlich mit Sei¬fe gewaschen haben, sollten Sie keinesfalls sofort zum Desinfektionsmittel greifen. Denn Seifenreste (= anionische Tenside) an den Händen neutralisieren die Wirkung der gängigen Desinfektionsmittel (= kationische Tenside). Das führt zu einem deutlich geringeren oder sogar einem kompletten Verlust der Reinigungswirkung und wird in der Medizin auch als „Seifenfehler“ bezeichnet. Also: Reinigungs- und Desinfektionsmittel nicht mischen. Und das Desinfektionsmittel besser im Intervall zwischen dem Händewaschen anwenden. Abgesehen vom Wirkungsverlust trocknet es die Haut auch sehr stark aus, wenn Sie kurz nacheinander schäumende Seife und alkoholhaltiges Desinfektionsmittel benutzen.

Wann gibt es eine Impfung? | 22.03.2020

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) ist gerade erst vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Unser Immunsystem muss sich gegen diesen neuen Feind erst wappnen. Eine Impfung würde uns schneller immun machen. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff, und aus mehreren Ländern gibt es vielversprechende Ansätze. Wie zum Beispiel ein harmloses Virus mit Bruchstücken des Corona-Virus zu vermischen. Nach solch einer Impfung würde man nicht erkranken, aber Antikörper gegen die Corona-Teile bilden. Vielleicht könnte man aber auch Teile des Corona-Gens übertragen, gegen die der Körper direkt Antikörper und so seinen eigenen Impfstoff bilden würde. Nach der Entwicklung eines Impfstoffs braucht es jedoch noch einmal Monate, um ihn zu testen. Er muss schliesslich nicht nur wirksam sondern auch sicher und nebenwirkungsarm sein. In China und den USA sollen erste Testreihen an Freiwilligen schon begonnen haben. Experten rechnen jedoch frühestens im kommenden Jahr mit einem Impfstoff für die Allgemeinheit.

Corona und Heuschnupfen | 20.03.2020

Viele Menschen fragen sich, wie hoch ihr persönliches Risiko für eine Coronavirus-Infektion oder einen schweren Verlauf ist, unter anderem Personen mit Heuschnupfen und anderen Allergien. Die Expertenantwort darauf lautet: Nein, es besteht kein erhöhtes Risiko. Personen mit einem Heuschnupfen haben keine verminderte immunologische Abwehr, sie sind nicht "immun-geschwächt" und die Abwehr gegen Bakterien und Viren ist bei ihnen normal. Pollenallergiker haben lediglich eine verstärkte immunologische Reaktion auf die in der Luft fliegenden Pollen und bilden Antikörper gegen Pollenallergene, die in der Haut durch einen Allergietest oder im Blut nachweisbar sind. Allergikern wird geraten, weiter dieselben Medikamente zur Behandlung des Heuschnupfens anzuwenden. Personen, die eine Hyposensibilisierung in Form von Spritzen, Tabletten oder Tropfen erhalten, können diese Therapie weiter ohne Probleme durchführen und sollten sie nicht abbrechen. Personen mit einem (allergischen) Asthma sollten ebenfalls die ärztlich empfohlene Therapie für das Asthma unverändert fortsetzen und bedürfen keiner Änderung ihrer Medikamente. Einige Allergiker fragen sich momentan auch, ob ihr trockener Husten nicht auch auf die Lungenkrankheit Covid-19 hindeuten könnte. Bei Allergikern besteht jedoch kein Fieber, dafür oft juckende Augen- und Nasenschleimhäute sowie tränende Augen, Niesreiz und Schnupfen.

Kampf gegen das Coronavirus | 20.03.2020

Aktuell existiert noch kein Mittel, das die Ausbreitung des Coronavirus im Körper stoppt. Die Forschung läuft jedoch international auf Hochtouren. Um Zeit zu gewinnen, werden auch bereits auf dem Markt erhältliche Arzneimittel getestet. Grosse Hoffnung wird auf den Wirkstoff Hydroxychloroquin gesetzt, verwandt mit dem Malariamedikament Chloroquin. Er hemmt ein Enzym, das die Viren zum Leben brauchen. Chinesische Forscher konnten nachweisen, dass das Mittel in Zellkulturen tatsächlich die Vermehrung der neuartigen Coronaviren zu hemmen vermag; eine französische Studie an 26 COVID-19-Patienten verlief vielversprechend, vielleicht weil die Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin die Wirkung beschleunigt hat. Die Tests deuten darauf hin, dass Sars-CoV2 in nur sechs Tagen deutlich weniger  ansteckend war. - Getestet werden auch die AIDS-Mittel Darunavir und Kaletra sowie das Grippemedikament Tamiflu. Andere Wirkstoffe wie Kortison oder das Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya sollen wirksam sein, weil sie dämpfend auf das Immunsystem wirken. Grosse Aufmerksamkeit bekommt derzeit das Mittel Remdesivir. Es wurde gegen Ebola-Infektionen entwickelt und im Tierversuch erfolgreich getestet, ist aber noch nicht am Markt zugelassen. Mittlerweile laufen dazu mehrere internationale Studien.

Coronaviren lieben Plastik | 19.03.2020

Manche Oberflächen sind "gefährlicher" als andere, denn auf einigen Oberflächen überlebt das Coronavirus deutlich länger als auf anderen. Auf Edelstahl, Kunststoff und Plastik kann es am längsten überleben - mindestens 3 Tage. Dageben ist Papier (Geldscheine) und Karton offenbar keine gute Grundlage: Hier überlebt das Virus gerade mal 24 Stunden. Noch schlechter ist Kupfer mit max. 4 Stunden Überlebenszeit. Insgesamt ist die Ansteckungsgefahr über Oberflächen aber eher gering. Die bei weitem wichtigste Ansteckungsweg ist die sogennante Tröpfcheninfektion, bei der die Coronaviren von infizierten Menschen z.B. beim Niesen oder Husten über Tröpfchen in die Luft abgegeben und anschliessend von einer anderen Person eingeatmet werden. In diesen Tröpfchen überleben sie nur bis zu 3 Stunden. Weil sie nur ca. einen Meter weit fliegen, ist Abstand die wichtigste und beste Schutzmassnahme. Hinzu kommen allgemeinen Regeln der Hygiene, wie regelmässiges Händewaschen mit Seife und nicht mit den Händen in Auge und Nase fassen. Nach Meinung der Hygiene-Experten ist es in der aktuellen Situation für gesunde Menschen nicht erforderlich, im Alltag Desinfektionsmittel anzuwenden, weil der neuartige Coronavirus schon sehr empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohol oder Tenside reagiert, z.B. in Seifen oder Geschirrspülmittel. Die Virusoberfläche wird beschädigt und das Virus so inaktiviert.

WHO räumt mit Corona-Mythen auf | 18.03.2020

Zur Zeit kursieren einige kuriose Mythen über das neuartige Coronavirus, mit denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer neuesten Publikation aufräumen will. Hier die Fakten:

  • Kaltes Wetter schränkt NICHT die Verbreitung des Coronavirus ein.
  • Weder ein heisses Bad, Ganzkörperdesinfektion mit Alkohol oder Chlor, Händetrockner, Spülen der Nase mit Kochsalzlösung, viel Knoblauch im Essen noch Antibiotika können die Viren abtöten.
  • Das neuartige Coronavirus kann NICHT durch Mückenstiche übertragen werden. Es handelt sich um ein Atemwegsvirus, das sich hauptsächlich durch Tröpfchen verbreitet, z. B. beim Husten oder Niesen einer infizierten Person.
  • Thermoscanner können Personen mit Fieber erkennen. Da es zwei bis zehn Tage dauert, bis mit dem Coronavirus infizierte Menschen krank werden und Fieber bekommen, können Infizierte, die noch kein Fieber haben, nicht durch einen Thermoscanner identifiziert werden.
  • Impfstoffe gegen Lungenentzündung wie der Pneumokokken-Impfstoff und der Impfstoff gegen Haemophilus influenza Typ B bieten keinen Schutz gegen das neue Coronavirus. Trotzdem werden diese Impfungen gegen Atemwegserkrankungen zum Schutz der Gesundheit empfohlen.
  • Menschen jeden Alters (auch Kinder) können an COVID-19 erkranken. Ältere Menschen und Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen scheinen nur anfälliger für einen schweren Krankheitsverlauf zu sein.

Welche Symptome sind typisch? | 10.03.2020

Die Coronavirus macht derzeit vielen Menschen Angst. Welche Symptome können auf eine Infektion hindeuten und welche nicht?

  • Erkältung: Halsschmerzen, danach Schnupfen, Niesen und schleimiger Husten, leicht erhöhte Temperatur, Abgeschlagenheit und leichte bis mässige Kopfschmerzen – das sind die klassischen Symptome einer banalen Erkältung (grippaler Infekt). Und sie sind nicht typisch für eine Infektion mit dem neuen Coronavirus!
  • Coronavirus-Infektion: Das Coronavirus (COVID-19) scheint vor allem die unteren Atemwege zu befallen. Hauptsymptome sind Fieber, (trockener) Husten und Atemnot/Kurzatmigkeit. Erkältungssymptome wie Niesen und eine laufende Nase treten nach bisherigen Berichten in der Fachliteratur eher selten auf. 
  • Grippe: Bei einer echten Grippe (Influenza) kommen zu diesen noch mehr Symptome hinzu: Es besteht neben Husten, evtl. Schnupfen und plötzlich einsetzendem, oft hohem Fieber auch ein starkes Krankheitsgefühl mit Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen und Müdigkeit.

Ein wichtiger Punkt für den gerechtfertigten Verdacht ist nach derzeitigem Stand, ob die Person in stark betroffenen Gebieten war und/oder engen Kontakt mit Personen aus diesen Gebieten oder positiv getesteten Personen hatte. Wenn dies für Sie zutrifft und Sie die oben beschriebenen Symptome an sich bemerken, sollten Sie sich bei einer Gesundheitseinrichtung (Arztpraxis, Notfallambulanz) telefonisch melden. Laufend aktualisierte Informationen zur Situation in der Schweiz

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Corona und Schwangerschaft | 08.03.2020

Nach den bisherigen Erfahrungen erkranken Schwangere - wenn überhaupt - dann nur leicht an COVID-19. Insofern reichen die empfohlenen vorbeugenden Massnahmen aus. Beruhigend: Bei der Virusfamilie, zu der das Coronavirus gehört, ist nicht mit einer vorgeburtlichen Schädigung zu rechnen. Auch eine Virus-Übertragung vor, während oder nach der Entbindung ist bisher nicht beobachtet worden. Bisher ist zudem keines der Neugeborenen von infizierten Müttern positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Proben von Fruchtwasser oder Muttermilch wurde noch kein Virus nachgewiesen. Beim Stillen wird infizierten Müttern jedoch ein Mundschutz empfohlen. Bei den wenigen Schwangeren, die während der Schwangerschaft positiv auf das Coronavirus getestet wurden, kam es etwas häufiger zu Frühgeburten. Ob diese in unmittelbarer Beziehung zu einer mütterlichen Infektion stehen, ist aber aufgrund der geringen Fallzahl unklar. Idealerweise sind Schwangere gegen Grippe geimpft. Die Grippeimpfung schützt zwar nicht vor COVID-19, aber so können Schwangere nicht zeitgleich an beiden Infektionen erkranken. Ungeimpfte Schwangere sollten sich auch jetzt noch impfen lassen. Zu unseren laufend aktualisierten Infos...

Arbeitsrecht | 28.02.2020

Das Coronavirus breitet sich immer mehr aus (Aktuelle Infos). Früher oder später werden auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit dem Virus konfrontiert sein. Doch wer bezahlt Absenzen aufgrund des Coronavirus? Grundsätzlich gilt der Grundsatz, ohne Arbeit kein Lohn. Davon gibt es aber verschiedene Ausnahmen, in denen der Lohn dennoch geschuldet wird - ganz oder zumindest teilweise. Da geht es um die verspätete Rückkehr aus den Ferien, wenn z.B. Flüge gestrichen wurden, Arbeitsverweigerung wegen Angst vor Ansteckung, Behinderung auf dem Arbeitsweg wegen Ausfällen im ÖV, Betreuung erkrankter Kinder oder bei Schliessung einer Kindertagesstätte oder Schule. Antworten auf diese und andere Fragen ...

Coronavirus | 27.02.2020

Eine erste Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden deutet darauf hin, dass das neue Coronavirus (Sars-CoV-2) für Kinder wohl kaum schwere Folgen hat. Die Infektion verläuft weitestgehend ohne schwerwiegende Komplikationen. Für die Studie wurden Daten von rund 44000 Menschen mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion analysiert – darunter 416 Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren, bei denen es den Autoren zufolge keine Todesfälle gab. Auch für Menschen im Alter 10 und 39 Jahren ist die Gefahr für einen tödlichen Verlauf der Erkrankung mit 0,2 Prozent eher gering. Aus der Analyse geht zudem hervor, dass es bei Frauen mit 1,7 Prozent eine deutlich niedrigere Sterblichkeitsrate als bei Männern (2,8 Prozent) gibt. Ausserdem scheint eine Übertragung des Virus im Mutterleib ersten Erkenntnissen nach nicht stattzufinden. Laufend aktualisierte Infos hier...

Letzte Aktualisierung : 20-03-20, BH

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