Anzeige
Neugeborenes mit Down Syndrom
©
iStock

Das Kind mit Down-Syn­drom


Neu­ge­bo­re­ne mit Tri­so­mie 21 kön­nen in den ers­ten Le­bens­ta­gen An­pas­sungs­pro­ble­me ha­ben. Man­che Ba­bys kön­nen nicht so gut trin­ken, weil ihre Mus­keln zu schwach sind. An­de­re Kin­der at­men nicht re­gel­mä­ßig, so dass sie mit ei­nem Mo­ni­tor im Kran­ken­haus über­wacht wer­den müs­sen. Dar­über hin­aus ist ihr Start ins Le­ben sehr da­von ab­hän­gig, ob ei­nes ih­rer in­ne­ren Or­ga­ne fehl­ge­bil­det ist, zum Bei­spiel das Herz oder der Darm. Des­halb kann es sein, dass die Ärz­te das Kind schnell ope­rie­ren müs­sen.

Da Kin­der mit Down-Syn­drom ein er­höh­tes Ri­si­ko ha­ben, be­stimm­te Krank­hei­ten zu ent­wi­ckeln, wird ein brei­tes Vor­sor­ge­pro­gramm emp­foh­len:

  • Herz (Echo­kar­dio­gramm): Un­ter­su­chung nach der Ge­burt, in der Pu­ber­tät, im Er­wach­se­nen­al­ter

  • Oh­ren/Ge­hör: nach der Ge­burt, in den ers­ten 3 Le­bens­jah­ren alle 3-6 Mo­na­te, dann jähr­lich Hör­prü­fung bis zur Pu­ber­tät, da­nach alle 2 Jah­re

  • Au­gen/Seh­fä­hig­keit: Un­ter­su­chung nach der Ge­burt, jähr­lich bis zur Pu­ber­tät, da­nach alle 2 Jah­re

  • Blut­un­ter­su­chung (Blut­bild, Schild­drü­sen­wer­te, Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit): we­ni­ge Tage nach der Ge­burt (aus­ser Glu­ten), dann jähr­lich

  • Or­tho­pä­die: Nach der Ge­burt, nach dem Lau­fen­ler­nen, dann jähr­lich, nach der Pu­ber­tät alle 2 Jah­re

  • Zäh­ne: ab dem 2. Le­bens­jahr 2x jähr­lich

  • Kör­per­li­che Ent­wick­lung: jähr­lich (Grös­se, Ge­wicht, Mo­to­rik, Ver­hal­ten)

Es ist wich­tig, dass die El­tern eng mit ei­nem Kin­der­arzt, ei­ner Kin­der­ärz­tin zu­sam­men­ar­bei­ten, dem oder der sie ver­trau­en. Au­ßer­dem ist re­gel­mäs­si­ge Kran­ken­gym­nas­tik und Früh­för­de­rung sinn­voll. Der Ein­satz ei­ner Gau­men­plat­te kann ei­nen bes­se­ren Mund­schluss er­mög­li­chen, und die sog. oro­fa­zia­le Sti­mu­la­ti­ons­the­ra­pie trai­niert die schlaf­fe Zun­gen- und Kie­fer­mus­ku­la­tur. Da die Kin­der meist ein gu­tes Mu­sik- und Rhyth­mus­emp­fin­den ha­ben, soll­ten sie in die­sem Be­reich ver­stärkt ge­för­dert wer­den. Mehr über das Le­ben mit Down-Syn­drom-Kin­dern er­fah­ren Sie bei en­ga­gier­ten El­tern­in­itia­ti­ven und Selbst­hil­fe­grup­pen.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Kin­der mit Down-Syn­drom kön­nen un­ter­schied­lich stark geis­tig und kör­per­lich be­hin­dert sein. Das lässt sich aber nicht aus dem Chro­mo­so­men­be­fund ab­le­sen. Durch zu­sätz­li­che ge­ziel­te Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen kann man zu­min­dest den Schwe­re­grad der kör­per­li­chen Be­hin­de­rung ein­schät­zen. Ein Kind mit …
Letzte Aktualisierung: 02.01.2019, BH

Mehr zum The­ma

Ak­tu­el­les

kurz&bündigkurz&bündig
12/4/2021
Arzt mit Baby auf dem Arm betrachtet Röntgenbild

Frü­he­re Dia­gno­se, bes­se­re The­ra­pie

Vor 50 Jah­ren hat kaum ein Kind mit Mu­ko­vis­zi­do­se (Cys­ti­sche Fi­bro­se, CF) das Er­wach­se­nen­al­ter er­reicht – heu­te hat es …

Auch in­ter­es­sant

Neu­es­te Ar­ti­kel

Unsere Partner

Anzeige
Anzeige