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Sonographie; Durchblutung der Placenta
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Dopp­ler-So­no­gra­phie


Die Dopp­ler-So­no­gra­phie (be­nannt nach dem Er­fin­der die­ser Tech­nik) ist eine be­son­de­re Me­tho­de der Ul­tra­schall­un­ter­su­chung, bei der die Fliess­ge­schwin­dig­keit in Ge­fäs­sen und da­durch die Durch­blu­tung wich­ti­ger Or­ga­ne ge­mes­sen wird.

Mit ih­rer Hil­fe kann vor al­lem der Blut­fluss, d.h. das Strö­mungs­ver­hal­ten des Blu­tes in den Ge­fäs­sen be­stimm­ter Or­ga­ne bes­ser be­ur­teilt wer­den. Ne­ben dem Ge­we­be, das in Grau­tö­nen dar­ge­stellt wird, er­schei­nen Flüs­sig­kei­ten wie  Blut schwarz. Die Farb­dopp­ler-So­no­gra­phie kann un­ter­schied­li­che Strö­mungs­rich­tun­gen dar­stel­len. Z.B. zeigt sich an der Na­bel­schnur der Blut­fluss zur Ul­tra­schall­son­de hin in rot und der Fluss von der Son­de weg in blau.

 Dopp­ler-Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen (Du­plex-So­no­gra­fi­en) wer­den meist nur un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen durch­ge­führt. Ist z.B. Ihr Kind für die er­rech­ne­te Schwan­ger­schafts­wo­che nach den Bio­me­trie-Mess­wer­ten zu klein, kann mit Hil­fe der Dopp­ler-So­no­gra­phie die Durch­blu­tung der ge­bär­mut­ter­ver­sor­gen­den Ge­fäs­se, der Pla­zen­ta und der Na­bel­schnur, der Haupt­schlag­ader und der Ge­hirn­ge­fäs­se des Ba­bys be­ur­teilt wer­den und so­mit, ob das Baby noch op­ti­mal mit Nähr­stof­fen und Sauer­stoff ver­sorgt wird. Auch bei Krank­hei­ten der Mut­ter (Blut­hoch­druck, Dia­be­tes etc.) oder wenn Sie in der vor­aus­ge­gan­ge­nen Schwan­ger­schaft eine Prä­eklamp­sie hat­ten, ist eine Dopp­ler-Un­ter­su­chung sinn­voll. Bei Ver­dacht auf eine Herz­er­kran­kung oder ei­nen Herz­feh­ler beim Kind kann man mit der Dopp­ler-So­no­gra­phie eine be­son­ders ge­naue­re Dia­gno­se stel­len. Und schliess­lich kann auch nach­ge­prüft wer­den, ob die Nie­ren aus­rei­chend Urin aus­schei­den und die Frucht­was­ser­men­ge noch aus­reicht .

Die Dopp­ler-Un­ter­su­chung wird ge­nau­so wie eine nor­ma­le Ul­tra­schall­un­ter­su­chung über die Bauch­de­cken durch­ge­führt, al­ler­dings mit ei­nem spe­zi­el­len Schall­kopf und in der Re­gel erst nach der 20. Schwan­ger­schafts­wo­che, meist so­gar erst im letz­ten Drit­tel der Schwan­ger­schaft. Aus zwei Grün­den wer­den Dopp­ler­un­ter­su­chun­gen nicht vor der 12. SSW durch­ge­führt: Ers­tens gibt es kei­nen sinn­vol­len me­di­zi­ni­schen Grund für eine Durch­blu­tungs­dia­gnos­tik in der Früh­schwan­ger­schaft, zwei­tens sind bis da­hin die sen­si­blen Pha­sen der Or­gan­ent­wick­lung ab­ge­schlos­sen. Im­mer­hin wird dazu eine 10­fach hö­he­re En­er­gie als bei nor­ma­len Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen ein­ge­setzt. Auch wenn es bis­her kei­nen kon­kre­ten An­halt für schä­di­gen­de Ein­flüs­se von Dopp­ler-Ul­tra­schall gibt, soll­te die­se Vor­sichts­mass­nah­me in der Früh­schwan­ger­schaft be­ach­tet wer­den.

Zeigt die Dopp­ler-Un­ter­su­chung auf­fäl­li­ge Er­geb­nis­se, kön­nen Mut­ter und Kind bes­ser über­wacht wer­den. Bei ei­ner un­zu­rei­chen­den Ver­sor­gung des Kin­des kann so auch der rich­ti­ge Zeit­punkt für eine vor­zei­ti­ge Ent­bin­dung fest­ge­legt wer­den.

Stand: 12/14, BH

Letzte Aktualisierung: 30.08.2016, BH

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