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Paar kocht zusammen
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Sta­bi­le Part­ner­schaft – sel­te­ner Prä­eklamp­sie


Be­steht eine Be­zie­hung über län­ge­re Zeit und gibt es ei­nen jah­re­lan­gen Kon­takt mit dem Sa­men des Kinds­va­ters, schützt dies mög­li­cher­wei­se Erst­schwan­ge­re vor Prä­eklamp­sie und re­du­ziert die Wahr­schein­lich­keit, ein für das Schwan­ger­schafts­al­ter zu klei­nes Kind zu ha­ben. Das ha­ben Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­ty of Auck­land in Neu­see­land her­aus­ge­fun­den.

Die ge­fürch­te­te Prä­eklamp­sie (Ge­sto­se oder Schwan­ger­schafts­ver­gif­tung) ist ge­kenn­zeich­net durch Blut­hoch­druck, Öde­me und Ei­weiss im Urin. Un­be­han­delt kann sie zu schwe­ren Kom­pli­ka­tio­nen bei Mut­ter und Kind füh­ren.

Für ihre Stu­die in­ter­view­ten die Wis­sen­schaft­ler 2.507 Erst­schwan­ge­re zur Be­zie­hung zum bio­lo­gi­schen Va­ter des Kin­des und do­ku­men­tier­ten den Schwan­ger­schafts­ver­lauf. Es zeig­te sich, dass Frau­en, die nach ei­ner noch kur­zen se­xu­el­len Be­zie­hung von we­ni­ger als sechs Mo­na­ten schwan­ger wur­den, etwa dop­pelt so häu­fig eine Prä­eklamp­sie ent­wi­ckel­ten wie Frau­en, die mit ih­ren Part­nern be­reits län­ger ver­kehr­ten. Zu­dem zeig­te sich, dass das Ri­si­ko, ein für das Ge­sta­ti­ons­al­ter zu klei­nes Kind zu ha­ben, eben­falls nied­ri­ger war, wenn die Be­zie­hung der El­tern be­reits län­ger be­stand.

Die Wis­sen­schaft­ler ver­mu­ten, dass die Ex­po­si­ti­on mit dem vä­ter­li­chen Sa­men eine ent­schei­den­de Rol­le spielt. „Mög­li­cher­wei­se ver­mit­telt die dau­er­haf­te Be­geg­nung mit den vä­ter­li­chen An­ti­ge­nen eine To­le­ranz des Im­mun­sys­tems, die im Fal­le ei­ner Prä­eklamp­sie nicht so stark vor­han­den ist“, er­klärt Lar­ry Cham­ley von der Uni­ver­si­ty of Auck­land.

Quel­le: E.M. Kho, et al.: Jour­nal of Re­pro­duc­tive Im­mu­no­lo­gy, 82/1, 2009, S. 66-73

Letzte Aktualisierung: 15.03.2021, BH
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