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Stimmt es, dass die Prä­eklamp­sie in der zwei­ten Schwan­ger­schaft sel­te­ner auf­tritt?

Stimmt es, dass die Prä­eklamp­sie in der zwei­ten Schwan­ger­schaft sel­te­ner auf­tritt?

Jede Frau, die zum ers­ten­mal schwan­ger ist, hat ein sta­tis­ti­sches Ri­si­ko von ca. 3-5%, eine Prä­eklamp­sie (Ge­sto­se) zu ent­wi­ckeln. In der zwei­ten Schwan­ger­schaft liegt die­ses Ri­si­ko nur noch bei 0,5%. Be­rück­sich­tigt man aus­ser­dem, dass Über­ge­wich­ti­ge, Mehr­lings­schwan­ge­re, Dia­be­ti­ke­rin­nen, Hoch­druck- und Nie­ren­kran­ke so­wie über 40jäh­ri­ge Schwan­ge­re häu­fi­ger be­trof­fen sind, er­gibt sich für eine ge­sun­de Schwan­ge­re, die ihr zwei­tes Kind er­war­tet und in der ers­ten Schwan­ger­schaft kei­ne Prä­eklamp­sie hat­te, nur noch ein sehr ge­rin­ges Ri­si­ko.

Ähn­lich sieht das aus, wenn es in der ers­ten Schwan­ger­schaft zu ei­ner Ge­sto­se ge­kom­men ist und die Frau nun zum zwei­ten Mal schwan­ger ist. Auch dann ist das Wie­der­ho­lungs­ri­si­ko sehr nied­rig, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:

  • Das Kind wur­de mit dem­sel­ben Part­ner ge­zeugt,

  • die Prä­eklamp­sie ist beim letz­ten Mal nicht vor der 35. SSW auf­ge­tre­ten,

  • es lie­gen kei­ne Or­gan­stö­run­gen bei der Frau vor (Blut­hoch­druck, Nie­ren­er­kran­kung etc.) und

  • in der en­ge­ren Fa­mi­lie (v.a. bei der Mut­ter der Schwan­ge­ren) hat es bis­her kei­ne Prä­eklamp­sie ge­ge­ben.

Letzte Aktualisierung: 29.10.2019, BH
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