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Mein Frau­en­arzt hat eine tief­lie­gen­de Pla­zen­ta fest­ge­stellt. Ist das ge­fähr­lich?

Wenn der Mut­ter­ku­chen kom­plett vor dem in­ne­ren Mut­ter­mund liegt (vor­lie­gen­de Pla­zen­ta oder Pla­cen­ta pra­e­via to­ta­lis), ist der Ge­burts­weg ver­sperrt. Eine nor­ma­le Ge­burt ist nicht mög­lich, denn sie wür­de zu le­bens­ge­fähr­li­chen Blu­tun­gen füh­ren. In ei­nem sol­chen sel­te­nen Fall muss im­mer ein Kai­ser­schnitt durch­ge­führt wer­den. Die Spät­schwan­ger­schaft muss sehr eng­ma­schig über­wacht wer­den, da­mit man rasch ein­grei­fen kann, wenn es noch vor We­hen­be­ginn zu Blu­tun­gen kommt.

Eine Pla­zen­ta, die nur teil­wei­se in den Ge­burts­ka­nal hin­ein­ragt (Pla­cen­ta pra­e­via par­tia­lis) oder an des­sen Rand liegt (Pla­cen­ta pra­e­via mar­gi­na­lis), ist we­ni­ger ge­fähr­lich. Sie ist re­la­tiv häu­fig, und so­wohl Schwan­ger­schaft als auch Ge­burt ver­lau­fen meist kom­pli­ka­ti­ons­los. Aber auch hier kann es sel­ten, je nach Lage, zu ge­fähr­li­chen Blu­tun­gen ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft kom­men, und eine Schnitt­ent­bin­dung lässt sich mit­un­ter eben­falls nicht ver­mei­den. Ach­ten Sie des­halb selbst auch im­mer auf An­zei­chen für eine plötz­li­che Blu­tung und su­chen Sie dann so­fort das nächs­te Kran­ken­haus auf.

Letzte Aktualisierung: 29.10.2019, BH
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