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                              Mädchen gibt ihrem Teddybär eine Spritze
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                              Imp­fun­gen

                              Der of­fi­zi­el­le Impf­plan des Bun­des­am­tes für Ge­sund­heit emp­fiehlt in den ers­ten zwei Le­bens­jah­ren 26 Imp­fun­gen ge­gen acht ver­schie­de­ne Krank­hei­ten.


                              Bei der Ge­burt ha­ben Ba­bys ei­nen ge­wis­sen na­tür­li­chen "Nest­schutz". Ab­wehr­stof­fe ge­gen vie­le Krank­hei­ten wer­den von der Mut­ter durch die Pla­zen­ta über­tra­gen, so­ge­nann­tem Im­mun­glo­bu­li­ne oder An­ti­kör­per. Da­nach ver­sorgt die Mut­ter­milch, be­son­ders die Vor­milch, das Kind mit die­sen wert­vol­len Schutz­stof­fen.

                              Spä­tes­tens nach we­ni­gen Mo­na­ten muss sich der klei­ne Or­ga­nis­mus ein ei­ge­nes Ab­wehr­sys­tem auf­bau­en. Dies kann man ihm er­leich­tern, in­dem man ihn durch eine Imp­fung zur Ab­wehr­re­ak­ti­on sti­mu­liert.

                              Wei­te­re In­for­ma­tio­nen

                              Bundesamt für Gesundheit: www.sichimpfen.ch und www.impfengegengrippe.ch

                              Individuelle Beratung erhalten Sie über die Impf-Infoline des BAG: Tel. 0844 448 448 (Beratung gratis, Telefongebühren Fernbereich Schweiz)

                              Ak­ti­ve und pas­si­ve Imp­fung


                              Eine ak­ti­ve Schutz­imp­fung bringt den Kör­per be­wusst mit ei­nem be­stimm­ten ab­ge­tö­te­ten (Tot­impf­stoff) oder ab­ge­schwäch­ten (Le­bend­impf­stoff) Krank­heits­er­re­ger in Kon­takt. Die Er­re­ger kön­nen in die­sem Zu­stand selbst kei­ne ernst­haf­ten Er­kran­kun­gen mehr ver­ur­sa­chen. Der Kör­per wird nun sel­ber ak­tiv und wapp­net sich  ge­gen eine ech­te In­fek­ti­on mit dem be­tref­fen­den Er­re­ger, in­dem er An­ti­kör­per da­ge­gen pro­du­ziert. Wird der Mensch zu­künf­tig mit Er­re­gern die­ser Krank­heit an­ge­steckt, kön­nen die­se An­ti­kör­per schnell ak­tiv wer­den und die Krank­heit ab­weh­ren.

                              Imp­fun­gen mit Le­bend­impf­stof­fen hal­ten meist le­bens­läng­lich an und müs­sen nicht auf­ge­frischt wer­den. Im­mu­ni­sie­run­gen mit Tot­impf­stof­fen da­ge­gen ver­lie­ren mit der Zeit Ihre Wirk­sam­keit und müs­sen re­gel­mäs­sig auf­ge­frischt wer­den (z.Bsp. FSME, Te­ta­nus).

                              Bei ei­ner pas­si­ven Im­mu­ni­sie­rung wer­den die An­ti­kör­per ge­gen be­stimm­te Er­re­ger di­rekt ver­ab­reicht. Der Schutz wird da­durch sehr schnell auf­ge­baut. Die­se Art der Imp­fung ist not­wen­dig, wenn der Kör­per schon an­ge­steckt ist und zu we­nig Zeit hat­te, sich den Schutz selbst auf­zu­bau­en.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Der Be­griff Kin­der­krank­heit be­schreibt den häu­figs­ten Zeit­raum ih­res Auf­tre­tens – nicht ih­ren mög­li­chen Schwe­re­grad oder ihre Harm­lo­sig­keit. Vor al­lem die Kom­pli­ka­tio­nen ei­ner Kin­der­krank­heit kön­nen sehr schwer­wie­gend sein und zu blei­ben­den Be­hin­de­run­gen füh­ren - oder so­gar zum Tod des Kin­des. In …
                              Dass Impf­stof­fe Er­kran­kun­gen wirk­sam ver­hin­dern kön­nen, zeigt das Bei­spiel Kin­der­läh­mung (Po­lio­mye­li­tis): 1961 er­krank­ten in Deutsch­land fast 4.700 Kin­der an Po­lio. 1965, nach Ein­füh­rung der Po­lio-Imp­fung An­fang der 1960er Jah­re, wa­ren es nur noch 50 er­krank­te Kin­der. Seit 2002 gilt Eu­ro­pa als …

                              Der Schwei­ze­ri­sche Impf­plan


                              Im Be­zug auf Kin­der um­fasst der Schwei­ze­ri­sche Impf­plan

                              • emp­foh­le­ne Ba­sis­imp­fun­gen, die für die in­di­vi­du­el­le und öf­fent­li­che Ge­sund­heit un­er­läss­lich sind. Aus­ser­dem bie­ten Sie ei­nen Schutz für das Wohl­be­fin­den der Be­völ­ke­rung.

                              • emp­foh­le­ne er­gän­zen­de Imp­fun­gen, die ei­nen op­ti­ma­len in­di­vi­du­el­len Schutz bie­ten und für Per­so­nen be­stimmt sind, die sich ge­gen klar de­fi­nier­te Ri­si­ken schüt­zen wol­len. 

                              *wenn nicht be­reits zu ei­nem frü­he­ren Zeit­punkt ge­impft

                              Die neue Sechs­fachimp­fung (DPTHPH)


                              Die­ser Impf­stoff ge­gen Diph­te­rie, Per­tus­sins (Keuch­hus­ten), Teta­nus (Wund­starr­krampf), Hae­mo­phi­lus in­flu­en­zae (Hirn­haut- und Kehl­kopf­ent­zün­dung), Polio­mye­li­tis (Kimd­erlähm­umg) und Hepa­ti­tis B in ei­ner ein­zi­gen Sprit­ze ver­ab­reicht. Die­se Schutz­imp­fung be­kom­men Ba­bys laut Impf­plan im Al­ter von 2 Mo­na­ten und wird im 4. und 12. Mo­nat wie­der­holt.

                              Mit 4 bis 7 Jah­ren (in der Re­gel bei der Ein­schu­lungs­un­ter­su­chung) wird eine Diph­the­rie-, Te­ta­nus-, Per­tus­sis-Imp­fung zu­sam­men mit ei­ner Po­lio-Imp­fung wie­der­holt.

                              Mit 11 bis 15 Jah­ren wird eine Diph­the­rie- (re­du­zier­te Do­sis) und Te­ta­nus-Imp­fung wie­der­holt emp­foh­len.

                              Al­len Ju­gend­li­chen im Al­ter von 11 bis 15 Jah­ren eine Auf­fri­schimp­fung ge­gen Per­tus­sis emp­foh­len.

                              Pneu­mo­kok­ken-Imp­fung (PCV13)


                              Auch die Pneu­mo­kok­ken-Imp­fung wird mit 2 Mo­na­ten erst­mals ver­ab­reicht und im 4. und 12. Le­bens­mo­nat wie­der­holt. Die­se Imp­fung wird als Sprit­ze ver­ab­reicht und kann gleich­zei­tig mit der Sechs­fachimp­fung durch­ge­führt wer­den.

                              Imp­fung ge­gen Ma­sern Mumps und Rö­teln (MMR)


                              Mit 9 und 12 Mo­na­ten er­folgt die Imp­fung ge­gen Masern, Mumps und Röteln. Auch die­se Imp­fung wird als In­jek­ti­on ver­ab­reicht. Ziel des Schwei­ze­ri­schen Impf­plans ist, dass alle Kin­der un­ter zwei Jah­ren ge­gen Ma­sern ge­impft sind.

                              Va­ri­zel­len-Imp­fung (Wind­po­cken)


                              Die Ba­sis­imp­fung ge­gen Va­ri­zel­len ist für alle 11- bis 15-jäh­ri­gen Ju­gend­li­chen emp­foh­len, wel­che nicht an Va­ri­zel­len er­krankt sind. Sie er­for­dert in je­dem Al­ter zwei Do­sen im Ab­stand von min­des­tens vier Wo­chen. Die­se Imp­fung kann gleich­zei­tig mit den an­de­ren für Ju­gend­li­che vor­ge­se­he­nen Imp­fun­gen ver­ab­reicht wer­den.

                              Der Grund für die­se Impf­emp­feh­lung ist, dass eine Va­ri­zel­len­in­fek­ti­on bei Er­wach­se­nen we­sent­lich schwe­rer ver­lau­fen kann als bei Kin­dern. 

                              Imp­fung ge­gen Hu­ma­ne Pa­pil­lom­vi­ren (HPV)


                              Al­len Mäd­chen und auch Jun­gen zwi­schen 11 und 14 Jah­ren wird die HPV-Imp­fung als Vor­sor­ge ge­gen Ge­ni­tal­war­zen und durch hu­ma­ne Pa­pil­lo­ma­vi­ren ver­ur­sach­te Krebs­er­kran­kun­gen emp­foh­len. Am sinn­volls­ten ist eine Imp­fung vor Be­ginn der se­xu­el­len Ak­ti­vi­tät und so­mit vor ei­ner mög­li­chen In­fek­ti­on mit HPV-Vi­ren. Für ei­nen op­ti­ma­len Schutz sind vor dem 15. Ge­burts­tag zwei In­jek­tio­nen im Ab­stand von sechs Mo­na­ten not­wen­dig.

                              Auch für 15- bis 26-Jäh­ri­ge, wel­che noch nicht HPV-ge­impft sind, kann die­se Imp­fung Sinn ma­chen, wes­halb sie als Nach­hol- bzw. er­gän­zen­de Imp­fung in drei  Do­sen in­ner­halb ei­nes hal­ben Jah­res emp­foh­len wird.

                              Für Mäd­chen und Frau­en ist die Imp­fung kran­ken­kas­sen­pflich­tig. Bei Kna­ben und Män­nern wird die Imp­fung eben­falls von der Kran­ken­kas­se über­nom­men, so­fern sie im Rah­men ei­nes kan­to­na­len Impf­pro­gramms ver­ab­reicht wird.

                              Me­nin­go­kok­ken-Imp­fung (MCV-C)


                              Ab 2 Jah­ren wird eine Imp­fung ge­gen Me­nin­go­kok­ken, die ge­fähr­li­chen Er­re­ger der Hirn­haut­ent­zün­dung, mit ei­ner Nach­holimp­fung bis zum 5. Ge­burts­tag emp­foh­len. Die­se Imp­fung wird als Sprit­ze ver­ab­reicht.

                              Wur­de die­se Imp­fung als Kind nicht durch­ge­führt, kann Sie mit 11 bis 15 Jah­ren ver­ab­reicht wer­den. Eine Nach­holimp­fung bis zum 20. Ge­burts­tag ver­voll­stän­digt den Impf­schutz.

                              Imp­fung ge­gen die Früh­som­mer-Me­nin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME)


                              Die Früh­som­mer-Me­nin­go­en­ze­pha­li­tis wird durch den Spei­chel von Ze­cken über­tra­gen. Seit 2019 gilt die gan­ze Schweiz mit Aus­nah­me der Kan­to­ne Genf und Tes­sin als FSME-Ri­si­ko­ge­biet. Die Imp­fung wird al­len Er­wach­se­nen und Kin­dern ab 6 Jah­ren, die in ei­nem FSME-Ri­si­ko­ge­biet woh­nen oder sich zeit­wei­se dort auf­hal­ten, emp­foh­len.

                              Bei Kin­dern un­ter 6 Jah­ren sind schwe­re Er­kran­kun­gen sel­ten. Da­her muss die Si­tua­ti­on von Kin­dern im Al­ter von ein bis fünf Jah­ren in­di­vi­du­ell ge­prüft wer­den. 

                              Die FSME-Imp­fung ist eine Sprit­ze und wird in drei Do­sen ver­ab­reicht. Die zwei­te Do­sis er­folgt nach 3 und die drit­te je nach Impf­stoff nach 6 bzw. 10 Mo­na­ten.  Auch ein Kurz­impf­sche­ma ist für die FSME-Imp­fung mög­lich. Die­ses ver­ab­reicht die 2. Do­sis be­reits nach 14 Ta­gen und die drit­te nach ei­nem Jahr. 

                              Wei­te­re emp­foh­le­ne Imp­fun­gen 


                              • He­pa­ti­tis B bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen von 11 bis 15 Jah­ren, wel­che noch nicht mit­tels Sechs­fachimp­fung da­ge­gen ge­impft sind.

                              • Eine Imp­fung ge­gen Keuch­hus­ten (Per­tus­sis) wird al­len Schwan­ge­ren emp­foh­len. Aus­ser­dem auch al­len Kon­takt­per­so­nen von Säug­lin­gen un­ter 6 Mo­na­ten, de­ren letz­te Per­tus­sis-Imp­fung län­ger als 10 Jah­re zu­rück­liegt.

                              Was Sie aus­ser­dem bei Imp­fun­gen be­ach­ten soll­ten


                              • Soll­ten Sie mit Ih­rem Kind in an­de­re Län­der ver­rei­sen, be­spre­chen Sie die dort be­stehen­den Emp­feh­lun­gen für Rei­se­imp­fun­gen mit Ih­rem Kin­der­arzt, Ih­rer Kin­der­ärz­tin. Dazu könn­te je nach Al­ter des Kin­des auch eine BCG-Imp­fung ge­gen Tu­ber­ku­lo­se ge­hö­ren.

                              • Es gibt nur we­ni­ge Grün­de, eine Schutz­imp­fung zu ver­schie­ben. Vor so­ge­nann­ten Impf-Lü­cken brau­chen Sie kei­ne Angst zu ha­ben. Es gibt kei­ne zu gros­sen Ab­stän­de zwi­schen den Imp­fun­gen. Jede Imp­fung gilt! Auch eine für vie­le Jah­re un­ter­bro­che­ne Grund­im­mu­ni­sie­rung braucht nicht wie­der neu be­gon­nen zu wer­den.

                              • Las­sen Sie sich den Impf­ter­min am An­fang der Wo­che ge­ben. So kön­nen Sie die Pra­xis gut er­rei­chen, falls Ihr Kind un­ter un­er­war­te­ten Ne­ben­wir­kun­gen lei­den soll­te. 

                              • Ge­gen ei­ni­ge Krank­hei­ten kann man den Kör­per le­bens­lang im­mu­ni­sie­ren. Bei an­de­ren In­fek­ti­ons­krank­hei­ten muss der Schutz von Zeit zu Zeit auf­ge­frischt wer­den. 

                              • In der Schweiz gibt es kei­ne ge­ne­rel­le Impf­pflicht. Nur ein­zel­ne Kan­to­ne ver­lan­gen die Imp­fun­gen ge­gen Diph­the­rie (FR, GE, NE, TI) oder Te­ta­nus (FR). 

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              In vie­len wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en hat man die Im­mun­ant­wort auf Imp­fun­gen bei Kin­dern ge­mes­sen. Da­bei zeig­te sich kein Zu­sam­men­hang da­mit, ob gute Impfan­ti­kör­per vor­han­den wa­ren und das Kind Fie­ber hat­te. In­so­fern ist Fie­ber zur Ent­wick­lung ei­nes gu­ten Impf­schut­zes we­der er­for­der­lich noch …
                              Nein, das ist ein Am­men­mär­chen. Es be­steht kein Grund, war­um ein ge­impf­tes Kind nicht ba­den soll­te. Nach der In­jek­ti­on gibt es nur eine win­zi­ge Haut­öff­nung, die sich schnell schliesst.
                              Auch wenn Ih­nen Ihr Baby noch klein und schmäch­tig vor­kommt, ist die Imp­fung für sei­nen Schutz be­son­ders wich­tig, denn zu früh ge­bo­re­ne Kin­der ha­ben von der Mut­ter we­ni­ger Ab­wehr­stof­fe mit­be­kom­men (Nest­schutz) und ihr Im­mun­sys­tem ist noch nicht im sel­ben Mas­se aus­ge­prägt wie das zeit­ge­recht …

                              Wis­sen


                              kurz&bündigkurz&bündig
                              2/9/2021
                              Kind bekommt Spritze

                              Imp­fun­gen

                              Das ty­pi­sche Di­lem­ma in All­er­gi­ker-Fa­mi­li­en: El­tern von Kin­dern, die zu All­er­gi­en nei­gen, ha­ben oft Be­den­ken, wenn …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              8/25/2020
                              Baby erhält von Ärztin eine Impfung, Vater steht daneben

                              Grip­pe­wel­le plus zwei­te Co­ro­na­wel­le?

                              Die­ses Jahr könn­te die sai­so­na­le Grip­pe (In­flu­en­za) ab Ok­to­ber mit ei­ner zwei­ten Co­ro­na-Wel­le zu­sam­men­fal­len. Um das …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              9/4/2018
                              Baby bekommt ein Medikament mit einer Spritze in den Mund

                              Ba­bys Im­mun­sys­tem

                              Vie­le An­ti­bio­ti­ka kön­nen im ers­ten Le­bens­jahr be­ein­flus­sen, wie gut Imp­fun­gen an­ge­hen. In ei­ner aus­tra­li­schen Stu­die …
                              Letzte Aktualisierung: 11.09.2020, BH/KM
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