Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Baby weint und zieht an den Ohren
                              ©
                              Fotolia

                              Die Be­hand­lung von Ohr­ent­zün­dun­gen


                              An­ti­bio­ti­ka wer­den von vie­len Kin­der­ärz­ten nur noch zu­rück­hal­tend ein­ge­setzt, denn ca. 80% der Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen wer­den von Vi­ren ver­ur­sacht, die nicht auf An­ti­bio­ti­ka an­spre­chen. Eine eit­ri­ge Mit­tel­ohr­ent­zün­dung lässt da­ge­gen auf Bak­te­ri­en schlies­sen und soll­te an­ti­bio­tisch be­han­delt wer­den. Al­ler­dings kann man in den meis­ten Fäl­len ein bis zwei Tage ab­war­ten, be­vor die Me­di­ka­men­te ein­ge­setzt wer­den. Ge­ra­de bei et­was äl­te­ren Klein­kin­dern heilt eine Mit­tel­ohr­ent­zün­dung un­ter Bett­ru­he und be­glei­ten­den Mass­nah­men oft von al­lei­ne aus. Nur Säug­lin­ge un­ter sechs Mo­na­ten wer­den gleich mit An­ti­bio­ti­ka be­han­delt.

                              Als An­fangs­mass­nah­me wird bei Ba­bys das Näs­chen mit Hil­fe ei­ner Na­sen­pum­pe von Schleim und Ent­zün­dungs­se­kret be­freit. Äl­te­ren Kin­dern gibt man ab­schwel­len­de Na­sen­trop­fen oder -sprays. Sie soll­ten je­doch nicht län­ger als eine Wo­che an­ge­wandt wer­den, da­mit die Na­sen­schleim­haut kei­nen Scha­den nimmt. Dazu kön­nen schmerz­stil­len­de, ent­zün­dungs­hem­men­de und fie­ber­sen­ken­de Zäpf­chen ver­ab­reicht wer­den.

                              Oh­ren­trop­fen soll­ten Sie nur an­wen­den, wenn der Arzt sie ver­ord­net hat. Sie sind wirk­sam, wenn das Trom­mel­fell be­reits de­fekt ist und das Me­di­ka­ment bis in das Mit­tel­ohr ein­drin­gen kann. Die Trop­fen soll­ten vor der An­wen­dung an­ge­wärmt und nicht zu kalt ver­ab­reicht wer­den. An­dern­falls ist es mög­lich, dass Schwin­del und ein un­an­ge­neh­mes Ge­fühl auf­tre­ten. Um die Arz­nei ein­zu­träu­feln, soll­te das Kind den Kopf zur Schul­ter nei­gen oder sich auf die Sei­te le­gen. Fläsch­chen und Pi­pet­te soll­ten beim Ein­träu­feln nicht das Ohr be­rüh­ren, an­schlies­send kann man mit Wat­te das Ohr ver­schlies­sen.

                              Nie­mals dür­fen ent­zün­de­te Oh­ren mit Wat­te­stäb­chen ge­rei­nigt wer­den! Sie schie­ben da­mit nur das Oh­ren­schmalz zu­rück und es ent­steht ein Ohr­pfropf.

                              Sie kön­nen Ih­rem Kind die Schmer­zen er­leich­tern, in­dem Sie den Kopf et­was hö­her la­gern und das Kind mit dem kran­ken Ohr nach un­ten liegt, da­mit Ei­ter und Se­kret bes­ser ab­flies­sen kann. Eine Be­strah­lung mit Rot­licht auf der Sei­te des be­trof­fe­nen Ohrs oder ein war­mes Kör­ner­kis­sen kön­nen die hef­tigs­ten Oh­ren­schmer­zen lin­dern. Al­ler­dings ra­ten ei­ni­ge Fach­leu­te von Wär­me­an­wen­dung auf dem Ohr heu­te eher ab, weil sie die Schmer­zen ei­ner eit­ri­gen Oh­ren­ent­zün­dung noch ver­stärkt. Pro­bie­ren Sie es bei Ih­rem Kind ein­fach aus. Auch das alte Haus­mit­tel "Zwie­bel­wi­ckel" kann kurz­fris­tig bis zum Arzt­be­such und da­nach un­ter­stüt­zend zu der Ver­ord­nung hel­fen, denn der Schwe­fel­ge­halt wirkt an­ti­bak­te­ri­ell. Wa­den­wi­ckel hel­fen, das Fie­ber sanft zu sen­ken. Der klei­ne Pa­ti­ent soll­te zu­dem viel Flüs­sig­keit zu sich neh­men, so löst sich der zähe Schleim bes­ser. 

                              Wer an ei­ner Mit­tel­ohr­ent­zün­dung lei­det, soll­te beim Du­schen, Ba­den und Wa­schen be­son­ders vor­sich­tig sein: Es soll­te kein Was­ser in die Oh­ren und in den Ge­hör­gang kom­men. Schwimm­bad-Be­su­che sind wäh­rend der Krank­heit tabu.

                              Emp­feh­lung der Kin­der­ärz­te

                              Kinderärztin untersucht einen kleinen Jungen

                              Eine akute Mittelohrentzündung bei Kindern sollte nicht routinemässig mit einem Antibiotikum behandelt werden. MEHR DAZU

                              kurz&bündigkurz&bündig
                              7/5/2021
                              Allergieauslösende Nahrungsmittel

                              Sel­te­ner Erd­nuss­all­er­gi­en

                              Ei­nen Rück­gang der Erd­nuss­all­er­gie um 16 Pro­zent zeigt eine neue Stu­die aus Aus­tra­li­en. Zwi­schen 2007 und 2011 lit­ten …
                              Letzte Aktualisierung: 23.01.2020, BH
                              Anzeige
                              Anzeige