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Muss ein Kind den Tel­ler im­mer ganz leer es­sen?

Nein, si­cher nicht! Schon die ganz Klei­nen ha­ben ein gut funk­tio­nie­ren­des Sys­tem der Selbst­re­gu­lie­rung. Das ge­still­te Baby wen­det sich von der Mut­ter­brust ab, wenn es satt ist, das ge­füt­ter­te Kind ver­wei­gert sich dem vol­len Löf­fel, das Klein­kind schiebt den Tel­ler weg. Das Kind mit Über­re­dungs­küns­ten wei­ter zu füt­tern, mag gut ge­meint sein. Doch wer­den Kin­der dazu ge­zwun­gen, den Tel­ler leer zu es­sen, ver­ler­nen sie, auf ihr Sät­ti­gungs­ge­fühl zu hö­ren – und lau­fen Ge­fahr, über­ge­wich­tig zu wer­den oder eine Füt­ter­stö­rung zu ent­wi­ckeln. Je mehr Thea­ter um die Nah­rungs­auf­nah­me ge­macht wird, des­to mehr Druck las­tet auf dem The­ma.

Auch die kom­plet­te Ver­wei­ge­rung be­stimm­ter Le­bens­mit­tel kann gute Grün­de ha­ben. Kin­der spü­ren oft in­tui­tiv, ob sie ge­gen et­was all­er­gisch sind und zei­gen eine na­tür­li­che Ab­wehr­hal­tung.

Die ein­zi­ge Aus­nah­me: Ist ein Kind krank, dür­fen El­tern klei­ne Tricks an­wen­den, um z.B. ei­nem fie­bern­den Kind Flüs­sig­keit zu­zu­füh­ren.

Letzte Aktualisierung: 03.03.2020, BH
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