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Baby wird übergeben
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Got­ti, Göt­ti und die Kir­che


Ob­wohl vie­le wer­den­de El­tern sich nicht mit al­len Wer­ten der Kir­che iden­ti­fi­zie­ren kön­nen, wün­schen sie sich für Ihr Kind ein Got­ti und ei­nen Göt­ti an der Sei­te, die ein Stück des Le­bens­wegs mit ihm ge­hen. Da die re­li­giö­se Pa­ten­schaft recht­lich nicht bin­dend ist, kann sie auch frei in­ter­pre­tiert und ge­lebt wer­den.

Re­li­giö­ser Hin­ter­grund für Tauf­pa­ten


In ver­schie­de­nen Kon­fes­sio­nen des Chris­ten­tums gel­ten Pate und Pa­tin als Eh­ren­amt. Sie sind Zeu­gen der Tau­fe und wer­den im Kir­chen­buch ein­ge­tra­gen. Das Wort Pate stammt vom la­tei­ni­schen Pa­ter spi­ri­tua­lis oder Pa­tri­nus und be­deu­tet so­viel wie geis­ti­ger Va­ter.

Je nach­dem, in wel­cher der drei Lan­des­kir­chen (rö­misch-ka­tho­lisch, re­for­miert oder christ­ka­tho­lisch) die El­tern ihr Kind tau­fen las­sen möch­ten, müs­sen die Tauf­pa­ten fol­gen­de An­for­de­run­gen er­fül­len:

  • In der rö­misch-ka­tho­li­schen Kir­che muss min­des­tens ein Pate der rö­misch-ka­tho­li­schen Kir­che an­ge­hö­ren und ge­firmt sein.

  • Die evan­ge­li­sche Kir­che setzt vor­aus, dass Pate und Pa­tin 16 Jah­re alt sind und min­des­tens ein Per­son evan­ge­lisch-re­for­miert und kon­fir­miert ist.

  • Nach dem Ver­ständ­nis der christ­ka­tho­li­schen Kir­che müs­sen bei­de Pa­ten ei­ner christ­li­chen Kir­che an­ge­hö­ren. Min­des­tens ei­ner der Pa­ten muss Mit­glied ei­ner christ­ka­tho­li­schen Ge­mein­de sein.

El­tern, die zwei ver­schie­de­nen Kir­chen an­ge­hö­ren, müs­sen sich ent­schei­den, in wel­cher sie ihr Kind tau­fen las­sen möch­ten. Es muss nicht zwin­gend die­je­ni­ge sein, die sie als Kon­fes­si­on des Kin­des nach der Ge­burt an­ge­ge­ben ha­ben. Aus­schlag­ge­bend da­bei ist nur, dass ein El­tern­teil die­ser Kir­che an­ge­hört. Die drei Lan­des­kir­chen der Schweiz an­er­ken­nen die Tau­fen ge­gen­sei­tig.

Die Pflich­ten von Got­ti und Göt­ti


Aus kirch­li­cher Sicht ver­pflich­ten sich die Tauf­zeu­gen dazu, den El­tern bei­zu­ste­hen in der Auf­ga­be, das Pa­ten­kind im christ­li­chen Glau­ben zu er­zie­hen oder sel­ber für die Er­zie­hung zu sor­gen, wenn die El­tern dazu nicht in der Lage sind. Ge­setz­li­che Rech­te und Pflich­ten exis­tie­ren für Got­ti und Göt­ti aber nicht. Des­halb stimmt es auch nicht, dass Got­ti und Göt­ti ver­pflich­tet sind, die Vor­mund­schaft für ihr Pa­tent­kind zu über­neh­men, soll­ten des­sen El­tern ster­ben. Da­für ist die Kin­des- und Er­wach­se­nen­schutz­be­hör­de (KESB) zu­stän­dig.

Aus ver­schie­de­nen Grün­den kann es zu ei­nem Wech­sel ei­nes Pa­ten kom­men. Im Tauf­schein kann dies je­doch nicht ge­än­dert wer­den. Es bie­tet sich aber die Mög­lich­keit, ei­nen Zu­satz zum Tauf­schein er­stel­len zu las­sen, in dem fest­ge­hal­ten wird, wer zu­künf­tig die Auf­ga­ben der Pa­ten­schaft über­nimmt.

Für alle drei Re­li­gi­ons­ge­mein­schaf­ten gilt, dass für Pa­ten, wel­che aus der Kir­che aus­tre­ten, das Pa­ten­amt „er­lischt“. Dies gilt na­tür­lich nur für den Be­reich der Kir­che, wie man pri­vat da­mit um­geht, bleibt je­der Fa­mi­lie sel­ber über­las­sen.

Letzte Aktualisierung: 18.03.2020, KM

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