Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Un­fall­ver­si­che­rung bei Teil­zeit­ar­beit

                              Frau mit Fuss im Gips
                              ©
                              iStock

                              In der Schweiz ist je­der Ar­beit­ge­ber dazu ver­pflich­tet, sei­ne Ar­beit­neh­mer ge­gen Be­triebs- und Nicht­be­triebs­un­fäl­le zu ver­si­chern. Die Un­fall­ver­si­che­rung deckt un­ter an­de­rem die Hei­lungs­kos­ten und den Lohn­aus­fall in Form des Kran­ken­tag­gel­des. Dies so­wohl bei Be­rufs­un­fäl­len als auch bei Un­fäl­len, die sich in der Frei­zeit er­eig­nen. Die Prä­mi­en für die Be­triebs-Un­fall­ver­si­che­rung wer­den voll und ganz vom Ar­beit­ge­ber über­nom­men, die­je­ni­gen der Nicht­be­triebs­un­fall­ver­si­che­rung kann der Ar­beit­ge­ber vom Lohn ab­zie­hen.

                              Wäh­rend des Mut­ter­schafts­ur­laubs bleibt der Ver­si­che­rungs­schutz der Be­rufs- und Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung be­stehen. Die Müt­ter sind wäh­rend die­ser Zeit von der Prä­mi­en­zah­lung be­freit. Falls eine Mut­ter nach dem Mut­ter­schafts­ur­laub zu­sätz­lich un­be­zahl­ten Ur­laub be­zieht, bleibt sie noch 30 Tage nach der letz­ten Lohn­aus­zah­lung durch den Ar­beit­ge­ber ob­li­ga­o­risch un­fall­ver­si­chert. Vor Ab­lauf die­ser 30 Tage kann eine Ab­re­de­ver­si­che­rung beim bis­he­ri­gen Ver­si­che­rer ab­ge­schlos­sen wer­den. Da­durch wird der Ver­si­che­rungs­schutz für Nicht­be­rufs­un­fäl­le um bis zu 6 Mo­na­te ver­län­gert

                              Aus­ge­nom­men von die­ser ob­lig­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung sind Ar­beit­neh­men­de, de­ren Ar­beits­zeit bei ei­nem Ar­beit­ge­ber we­ni­ger als 8 Stun­den pro Wo­che be­trägt. Die­se Ar­beit­neh­mer sind nur ge­gen Be­rufs­un­fäl­le, nicht aber ge­gen Nicht­be­rufs­un­fäl­le ver­si­chert, wo­bei Un­fäl­le auf dem Ar­beits­weg in die­sem Fall als Be­rufs­un­fäl­le gel­ten.

                              Dies be­deu­tet für alle teil­zeit­ar­bei­ten­den Müt­ter und Vä­ter, de­ren Ar­beits­pen­sum we­ni­ger als 8 Stun­den pro Wo­che be­trägt, dass sie sich pri­vat bei ih­rer Kran­ken­kas­se ge­gen Un­fall ver­si­chern las­sen soll­ten.

                              Wich­tig zu be­ach­ten ist auch Fol­gen­des: Wer stun­den­wei­se eine Haus­halts-, Rei­ni­gungs­hil­fe oder ei­nen Ba­by­sit­ter be­schäf­tigt, muss für die­se in je­dem Fall eine Un­fall­ver­si­che­rung ab­schlies­sen, auch wenn die be­tref­fen­de Per­son be­reits pri­vat oder bei ei­nem an­de­ren Ar­beit­ge­ber un­fall­ver­si­chert ist. Die Ver­si­che­rungs­po­li­ce lau­tet auf den Na­men des Ar­beit­ge­bers und lässt sich im Scha­den­fall nicht über­tra­gen.

                              Ist der Artikel hilfreich?
                              Ist der Artikel hilfreich?
                              Letzte Aktualisierung: 20.06.2019, KM
                              Anzeige
                              Anzeige