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                              Baby mit Beissring

                              Die ora­le Pha­se


                              Ein Baby lernt sei­ne Um­ge­bung am bes­ten ken­nen, in­dem es sie in den Mund steckt. Das be­ginnt mit den ei­ge­nen Fin­gern. Be­reits im Bauch ih­rer Mut­ter lut­schen die Klei­nen am Dau­men. Nach vier, fünf Mo­na­ten kann es die Faust oder Ge­gen­stän­de ge­zielt zum Mund füh­ren, um dar­an zu nu­ckeln oder dar­auf zu kau­en. Denn Zun­ge und Lip­pen sind sei­ne wich­tigs­ten Sin­nes­or­ga­ne. Der Tast­sinn ist bei Säug­lin­gen schon viel bes­ser ent­wi­ckelt als Auge, Ohr und Nase. Sie er­fah­ren da­mit, ob sich et­was hart oder weich an­fühlt, kühl oder an­ge­nehm warm oder ob es süss oder sal­zig schmeckt.

                              Ab dem 9. Mo­nat kön­nen Ba­bys die Be­we­gun­gen ih­rer Fin­ger­chen schon so gut ko­or­di­nie­ren, dass sie in­ter­es­san­te Din­ge mit Dau­men und Zei­ge­fin­ger - dem so ge­nann­ten Pin­zet­ten­griff - ziel­si­cher zum Mund füh­ren kön­nen. In der Re­gel en­det die ora­le Pha­se mit etwa ein­ein­halb Jah­ren.

                              Wich­tigs­te Auf­ga­be für El­tern ist es nun, alle spit­zen, schar­fen oder gar gif­ti­gen Din­ge aus­ser Reich­wei­te des Kin­des zu schaf­fen. Zu­gleich müs­sen sie aber auch dar­auf ach­ten, sei­nen For­scher­drang  nicht zu sehr zu be­schrän­ken.

                              So kön­nen Sie die ora­le Pha­se un­ter­stüt­zen:


                              • Die Um­ge­bung muss sau­ber und hy­gie­nisch sein - je­doch nicht ste­ril. Die meis­ten Kei­me stär­ken die Ab­wehr­kräf­te Ih­res Kin­des. Ab­so­lu­te Sau­ber­keit ist nicht not­wen­dig, Hy­gie­ne al­ler­dings schon. Das Nu­sche­li oder ein ge­lieb­tes Ku­schel­tier soll­te je­den Mo­nat in der Wasch­ma­schi­ne "ba­den". Auch Kin­der­spiel­zeug aus Kunst­stoff ver­trägt von Zeit zu Zeit eine Wä­sche, je nach Ma­te­ri­al ein­fach in der Ge­schirr­wasch­ma­schi­ne. Schnul­ler bzw. Nug­gis soll­ten re­gel­mäs­sig im Was­ser­bad aus­ge­kocht wer­den. Lut­schen Sie die Sau­ger nicht selbst ab, weil sonst die Ge­fahr be­steht, dass sich Mund­höh­len-Bak­te­ri­en (Ka­ri­es!) über­tra­gen.

                              • Klein­tei­le je­der Art müs­sen in Si­cher­heit ge­bracht wer­den. Das gilt auch für Ess­ba­res, vor al­lem für Süs­sig­kei­ten, aber auch für Nüs­se und Wein­trau­ben. Sie sind noch zu hart, als dass ein Baby ohne Zäh­ne sie zer­klei­nern könn­te, und zu gross, um ge­fahr­los her­un­ter­ge­schluckt wer­den zu kön­nen. Meis­tens hus­tet das Kind den Ge­gen­stand zwar wie­der aus, im schlimms­ten Fall setzt er sich je­doch vor dem Kehl­kopf fest und das Kind be­kommt kei­ne Luft mehr.

                              • Las­sen Sie nie Arz­nei­mit­tel her­um­lie­gen, denn un­acht­sam auf­be­wahr­te Me­di­ka­men­te sind die Ur­sa­che für etwa 40 % al­ler Ver­gif­tun­gen bei Kin­dern. Bun­te Pil­len ha­ben ver­lo­cken­de Ähn­lich­keit mit Bon­bons!

                              • Putz- und Rei­ni­gungs­mit­teln, Zi­ga­ret­ten, Al­ko­hol, gif­ti­ge Pflan­zen und Pil­ze kön­nen eben­falls schwe­re Fol­gen ha­ben. Ma­chen Sie Ihre Woh­nung kin­der­si­cher!

                              • In ei­nem Haus­halt mit Tie­ren gel­ten be­son­de­re Hy­gie­ne­re­geln. Eine Kat­zen­toi­let­te muss fürs Baby un­er­reich­bar sein (Ge­fahr ei­ner Wur­m­in­fek­ti­on). Hun­de und Kat­zen soll­ten re­gel­mäs­sig ge­impft, ent­wurmt und mit ei­nem Floh­hals­band aus­ge­stat­tet wer­den.

                              • Beim Es­sen ist es nor­mal, dass Brei, Brot oder Obst­stü­cke nicht ohne Kle­ckern ins Münd­chen wan­dern - mit der Hand-Mund-Kom­bi­na­ti­on sind die Din­ge eben viel bes­ser zu un­ter­su­chen. Reis­kör­ner, Nu­deln und Krü­mel vom Tisch auf­zu­pi­cken, trai­niert zu­dem den Pin­zet­ten­griff. Gur­ken- und wei­che­re Kohl­ra­bi­schei­ben för­dern den Kau- und Knab­ber­drang, trai­nie­ren die Mus­ku­la­tur der Zun­ge (wich­tig für die Sprach­ent­wick­lung!) und un­ter­stüt­zen den Durch­bruch der Zäh­ne.

                              • Sor­gen Sie für ab­wechs­lungs­rei­ches Greif­spiel­zeug mit leb­haf­ten Ober­flä­chen wie Ril­len oder Lö­chern, das Ihr Kind mit sei­nen klei­nen Fin­ger­chen gut grei­fen kann.

                              • Ein biss­chen Schmutz darf ru­hig sein, denn Dreck rei­nigt nicht nur den Ma­gen und auch ek­li­ge Din­ge sind sel­ten wirk­lich ge­fähr­lich für Ihr Baby. Die vie­len Mi­kro­ben und Kei­me in der Erde trai­nie­ren un­ser Im­mun­sys­tem. Wis­sen­schaft­ler füh­ren die deut­li­che Zu­nah­me an all­er­gi­schen Er­kran­kun­gen un­ter an­de­rem auf über­trie­be­ne Hy­gie­ne zu­rück.

                              Letzte Aktualisierung: 25.11.2019, BH
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