Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Baby im Arm der Mutter, wird mit dem Schoppen gefüttert

                              Lak­to­se­into­le­ranz: Wel­che Säug­lings­milch kann ver­wen­det wer­den?


                              Was ist Lak­to­se­into­le­ranz?


                              Bei der sehr sel­te­nen an­ge­bo­re­nen Lak­to­se­into­le­ranz (Milch­zu­cke­run­ver­träg­lich­keit) fehlt ganz oder teil­wei­se das En­zym Lak­ta­se, das zur Ver­wer­tung des in der Milch vor­han­de­nen Mich­zu­ckers (Lak­to­se) not­wen­dig ist. Durch den Lak­ta­se­man­gel wird der Milch­zu­cker nicht auf­ge­spal­ten und kann nicht im Darm auf­ge­nom­men wer­den. Er wird von den Darm­bak­te­ri­en un­ter Bil­dung von Ga­sen ver­go­ren. Schon we­ni­ge Tage nach der Ge­burt zei­gen die Neu­ge­bo­re­nen nach dem Stil­len oder der Schop­pen­füt­te­rung ty­pi­sche Sym­pto­me wie übel­rie­chen­de, wäss­ri­ge, teil­wei­se blu­ti­ge Durch­fäl­le, star­ke Blä­hun­gen und Er­bre­chen.

                              Die Be­hand­lung der Lak­to­se­into­le­ranz hängt da­von ab, ob ein völ­li­ger Lak­ta­se­man­gel oder nur eine ver­min­der­te Lak­ta­se-Ak­ti­vi­tät vor­han­den ist. Fehlt das En­zym, muss le­bens­lang auf lak­to­se­freie Kost ge­ach­tet wer­den. Ist sei­ne Ak­ti­vi­tät zwar vor­han­den, aber zu schwach, wird zu­nächst lak­to­se­frei er­nährt. Spä­ter kann lang­sam und schritt­wei­se in lak­to­se­ar­me Er­näh­rung über­ge­gan­gen wer­den.

                              Be­steht eine me­di­zi­nisch be­stä­tig­te In­di­ka­ti­on, kann eine lak­to­se­freie Milch ver­ord­net wer­den. Ein Le­bens­mit­tel gilt als lak­to­se­frei, wenn das ge­nuss­fer­ti­ge Pro­dukt we­ni­ger als 0,1 g Lak­to­se pro 100 g oder 100 ml ent­hält. Die­se the­ra­peu­ti­schen Milch­pro­duk­te sind als „Diä­te­ti­sche Le­bens­mit­tel für be­son­de­re me­di­zi­ni­sche Zwe­cke“ klas­si­fi­ziert, die Kos­ten wer­den von den Kran­ken­kas­sen über­nom­men.

                              Säug­lings­nah­rung ohne Lak­to­se


                              • Bébé Man­dor­le (So­mo­na GmbH): Eine neue Pro­dukt­e­li­nie mit Pro­te­in­hy­dro­ly­sat aus bio­lo­gi­schem Reis. Glu­ten- und lak­to­se­frei, ve­gan und ohne Soja und Palm­öl. An­fangs­milch und Fol­ge­milch ab 6 Mo­na­ten.

                              • Al­fa­ré: Be­steht zwar aus Kuh­milch­pro­te­inen, die Pro­te­ine sind aber zu Ami­no­säu­ren und klei­nen Pep­ti­den hy­dro­ly­siert.

                              • Bim­bo­san Bi­so­ja: Die­ses Pro­dukt für Säug­lin­ge ab dem 1. Tag ent­hält So­ja­pro­te­ine, ist glu­ten- und lak­to­se­frei und ve­gan. Die Ent­wick­lung ei­ner Soja-All­er­gie kann aber nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Ge­ne­rell soll­ten Pro­duk­te mit So­ja­pro­te­i­en aber erst als letz­te Op­ti­on in Be­tracht ge­zo­gen wer­den.

                              Aus­ser­dem sind di­ver­se Pro­duk­te auf dem Markt, wel­che bei schwe­ren All­er­gi­en in Fra­ge kom­men und kom­pett frei von Pro­te­inen sind.

                              Quel­le: Pa­ediatri­ca, Emp­feh­lun­gen zur Be­hand­lung von Säug­lin­gen mit Kuh­milch­pro­tein­all­er­gie

                              Vor­sicht bei an­de­rer Säug­lings­nah­rung


                              • Fer­tig­milch­pro­duk­te auf der Ba­sis von So­ja­milch eig­nen sich nicht zur Ver­mei­dung von All­er­gi­en.

                              • An­de­re Tier­milch (Zie­gen-, Schafs-, Stu­ten-, Esels­milch) ent­spre­chen nicht dem Be­darf von Säug­lin­gen.

                              • Auch pflanz­li­cher Säf­te aus Reis, Man­deln, Ko­kos­nuss, Kas­ta­ni­en etc. sind für die­se Al­ters­grup­pe völ­lig un­ge­eig­net und kön­nen zu schwe­rer Man­gel­er­näh­rung füh­ren.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Ba­bys kön­nen in den ers­ten Mo­na­ten eine All­er­gie ge­gen Milch­ei­weiss ent­wi­ckeln. Oft ist dies der Auf­takt für wei­te­re All­er­gi­en wie Neu­ro­der­mi­tis oder Asth­ma. El­tern soll­ten zur Vor­beu­gung aber nicht auf So­ja­pro­duk­te aus­wei­chen. So­ja­milch ist näm­lich für Säug­lin­ge im ers­ten Le­bens­jahr kei­ne …
                              Letzte Aktualisierung: 23.09.2020, BH
                              Anzeige
                              Anzeige