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                              Mutter und Baby schlafen im Bett
                              ©
                              iStock

                              Vor­aus­set­zun­gen für die Si­cher­heit im Fa­mi­li­en­bett


                              Ob Kin­der im Bett der El­tern schla­fen sol­len, wird schon seit län­ge­rem kon­tro­vers dis­ku­tiert. Je­den­falls be­stehen zu den Aus­wir­kun­gen die­ser Ge­wohn­heit die un­ter­schied­lichs­ten An­sich­ten.

                              Um si­cher und ent­spannt zu­sam­men mit ih­rem Baby oder Klein­kind in ei­nem Bett zu schla­fen, soll­ten sich El­tern ge­wis­ser Ri­si­ken be­wusst sein und des­halb op­ti­ma­le Be­din­gun­gen schaf­fen. Wel­che Ge­fah­ren be­stehen beim ge­mein­sa­men Schla­fen im Fa­mi­li­en­bett und was kann man da­ge­gen tun?

                              Be­steht die Ge­fahr, dass die Er­wach­se­nen das Kind im Bett er­drü­cken?


                              Müt­ter wis­sen ei­gent­lich im­mer in­stink­tiv, wo ihr Kind liegt. Des­halb kann es un­ter nor­ma­len Be­din­gun­gen nicht pas­sie­ren, dass es „aus Ver­se­hen“ er­drückt wird, wie oft be­fürch­tet wird. Sie soll­ten al­ler­dings un­be­dingt auf eine fes­te Ma­trat­ze ach­ten und das Baby nicht auf ein Kis­sen oder un­ter eine gros­se Bett­de­cke le­gen. Auch soll­ten Sie Nicht­rau­cher sein und we­der Al­ko­hol noch Dro­gen oder Me­di­ka­men­te, wie zum Bei­spiel Schlaf­ta­blet­ten ge­nom­men ha­ben. 

                              Be­steht ein Zu­sam­men­hang zwi­schen dem plötz­li­chen Kinds­tod (SIDS) und dem Schla­fen im Fa­mi­li­en­bett?


                              Die Ur­sa­chen des plötz­li­chen Kinds­tods sind trotz welt­wei­ter For­schung im­mer noch nicht ab­schlies­send ge­klärt. Es gibt aber ge­wis­se Vor­sichts­mass­nah­men ge­gen den plötz­li­chen Kinds­tod, un­ter an­de­rem das Schla­fen in Rü­cken­la­ge, der Ver­zicht aufs Rau­chen, eine si­che­re Schlaf­um­ge­bung und der Über­hit­zungs­schutz. Die ge­fähr­lichs­te Pha­se ist zwi­schen dem 3. und 4. Le­bens­mo­nat ei­nes Kin­des.

                              Schläft das Baby bei Ih­nen im Bett, soll­ten Sie des­halb un­be­dingt dar­auf ach­ten, dass die Schlaf­um­ge­bung des Ba­bys kei­ne Über­wär­mung zu­lässt. Zu emp­feh­len ist das An­brin­gen ei­nes so­ge­nann­ten Ba­by­bal­kons oder Bei­stell­bet­tes. Da­bei mon­tiert man eine Git­ter­sei­te ei­nes Ba­by­bet­tes ab und bringt die Ma­trat­ze auf die glei­che Höhe des El­tern­bet­tes. So hat das Kind sei­ne ei­ge­ne Bett­um­ge­bung.

                              Stel­lung­nah­me

                              Zur Frage des Bed-Sharings aus kinderärztlicher Sicht, April 2016: Die Richtlinien de Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie von 2013 sind weiterhin in vollem Umfang gültig, auch wenn wissenschaftliche Studien aus den letzten Jahren nahelegen, Bed Sharing oder Co-Sleeping differenzierter zu betrachten. Tatsächlich ist es statistisch sehr schwierig, aus Umfragen harte allgemeingültige Daten zu generieren. Die Schweizerischen Richtlinien lehnen sich an die sehr ausführlichen Richtlinien der „Task Force on Sudden Infant Death Syndrome“ der American Academy of Pediatrics an (Pediatrics 2011; 128:1030). Dort weisen die Autoren in der Einleitung darauf hin, dass nach der Empfehlung zur Rückenlage die Häufigkeit des SIDS deutlich zurückgegangen ist, jedoch in den letzten Jahren wieder zugenommen hat. Deshalb haben die neuen Richtlinien den Fokus neben den bekannten Risikofaktoren auf eine sichere Schlafumgebung gelegt. Es wird dort ausdrücklich auf das „ roomsharing without bed-sharing“ hingewiesen. Die Autoren hoffen, dass damit die Häufigkeit des SIDS weiter verringert werden kann. Es gibt heute viele einfache und praktische Möglichkeiten (wie das Beistellbett), um den Grundsatz „Stay close . Sleep apart“ zur Sicherheit der Neugeborenen einzuhalten.

                              Letzte Aktualisierung: 27.01.2021, AG / JL
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