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Kleiner Junge malt die Wand an
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Mie­ter­schä­den


Wer Schä­den an der Miet­woh­nung nicht sel­ber be­rap­pen will, schützt sich mit ei­ner Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung. Die­se hilft, ge­recht­fer­tig­te Re­pa­ra­tur­kos­ten zu tra­gen und un­ge­recht­fer­ti­ge An­sprü­che des Ver­mie­ters ab­zu­weh­ren. Wer be­reits vor dem Aus­zug da­mit rech­net, dass der Ver­mie­ter Schä­den gel­tend ma­chen könn­te, soll recht­zei­tig mit der Ver­si­che­rung Kon­takt auf­neh­men.

Grund­sätz­lich gilt: Für den nor­ma­len Ge­brauch der Woh­nung be­zahlt der Mie­ter sei­ne Mie­te. Ab­nüt­zungs­schä­den, die durch die­sen nor­ma­len Ge­brauch ent­ste­hen, ge­hen nicht zu sei­nen Las­ten. Hin­ge­gen haf­tet der Mie­ter für grob­fahr­läs­sig ver­ur­sach­te Schä­den, die von un­sach­ge­mäs­sem oder un­sorg­fäl­ti­gem Ge­brauch her­rüh­ren. Dar­un­ter fal­len zum Bei­spiel be­mal­te Wän­de im Kin­der­zim­mer oder stark ver­gilb­te Wän­de als Re­sul­tat von star­kem Rau­chen. In die­sen Fäl­len wird der Mie­ter zu Kas­se ge­be­ten. Der Ver­mie­ter kann Schä­den an der Woh­nung und an de­ren Ein­rich­tun­gen dem Mie­ter nur in Rech­nung stel­len, wenn er die Ver­ur­sa­chung nach­weist. Dies ge­schieht in ers­ter Li­nie da­durch, dass im Rück­ga­be­pro­to­koll Män­gel auf­ge­lis­tet wer­den, die im An­tritts­pro­to­koll nicht ent­hal­ten wa­ren. Haf­ten müs­sen Mie­ter auch für Schä­den von Dritt­per­so­nen wie Gäs­te oder Haus­halts­hil­fen, die sich mit Er­laub­nis des Mie­ters in der Woh­nung auf­hiel­ten. Häu­fig ent­hält der Miet­ver­trag eine so­li­da­ri­sche Haf­tung der Woh­nungs­part­ner.

Die Pri­vat­haft­pflicht-Ver­si­che­rung des Mie­ters springt ein bei Schä­den, die fahr­läs­sig oder aus man­geln­der Sorg­falt ver­ur­sacht wur­den. Dazu ge­hö­ren:

  • be­mal­te Ta­pe­ten im Kin­der­zim­mer

  • Sprung im La­v­abo (z.B. wenn eine Par­fum­fla­sche her­un­ter­fiel)

  • tie­fe Schram­me im Par­kett­bo­den

  • Wein­fleck im Tep­pich (z.B. wenn ein Glas um­kipp­te)

Oft muss der Ver­si­cher­te bei Mie­ter­schä­den ei­nen Selbst­be­halt leis­ten. Die ein­zel­nen Ge­sell­schaf­ten ken­nen hier un­ter­schied­li­che Re­ge­lun­gen. Die­se kön­nen den All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen ent­nom­men wer­den. Die Ver­si­che­rung zahlt aber nicht nur, sie hilft auch, un­ge­recht­fer­tig­te An­sprü­che des Ver­mie­ters ab­zu­wen­den. Wenn die­ser zum Bei­spiel gleich die gan­ze Woh­nung zu Las­ten des Mie­ters neu strei­chen will, ob­wohl nur im Kin­der­zim­mer Wän­de ver­un­stal­tet wor­den sind. Oder wenn er sei­nen An­teil an den Re­pa­ra­tur­kos­ten nicht über­neh­men will. Da­her gilt: Schä­den recht­zei­tig an­mel­den.

Letzte Aktualisierung: 22.04.2020, PvE
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