Zahnbürste und -pasta
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Die richtige Zahnpasta für mein Kind

Zahnpasta für die Zahnreinigung soll ab dem ersten Milchzahn verwendet werden. Dies jeweils mit einer erbsengrossen Menge Kinderzahncreme, die mit etwa 0,025% Fluorid weniger als eine Erwachsenenzahncreme enthält. Eine linsengrosse Menge reicht, wenn Sie europäische Kinderzahnpasta verwenden, denn sie enthält doppelt soviel Fluoride wie Kinderzahnpasten in der Schweiz.

Sobald die Kleinen Zahnpasta nicht mehr schlucken, sondern ausspucken können, soll die Junior-Zahnpaste verwendet werden. Sie ist im Geschmack mild wie Kinderzahnpasta, aber enthält dieselbe und auch notwendige Menge an Fluoriden wie die normalen bzw. erwachsenen Zahnpasten. Denn ab dem 6. Lebensjahr brauchen die bleibenden Zähne der Kinder mehr Fluoride als Erwachsene, um den noch nicht ausgereiften Zahnschmelz der durchbrechenden bleibenden Zähne zu schützen. Fluoride härten den Schmelz und machen ihn widerstandskräftiger gegen Säureangriffe. Sie können sogar bei beginnender Karies aus dem Zahn herausgelöste Mineralien wieder ersetzen und den löcherigen Zahnschmelz schliessen, sozusagen "Wieder-Verkalken". Zusätzlich ist die Verwendung von fluoridiertem Salz beim Kochen empfohlen - von dieser Prophylaxemassname kann die ganze Familie profitieren.

Die Kinderzahnpasta sollte am besten nicht aromatisiert und nicht übersüsst sein.

Ein Ausspülen nach dem Zähneputzen ist nach neueren Erkenntnissen nicht notwendig. Wer nicht ausspült, behält eine höhere Fluoridkonzentration im Mund, was einerseits eine Fluoridspülung erübrigt und anderseits ermöglicht, dass das Fluorid länger auf die Zähne einwirken und so die Remineralisation des Schmelzes fördern, das Bakterienwachstum und die Entstehung von Plaques aber hemmen kann.

Newsticker

Weniger ist mehr! | 20.08.2021

Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen ihn vor Zerstörung. Babys sollten bis zum Durchbruch des ersten Milchzahns deshalb täglich ein Kombinationspräparat aus Fluorid und Vitamin D in Tablettenform erhalten. Nimmt ein Kind jedoch zu viele Fluoride auf (z.B. beim Verschlucken fluoridhaltiger Zahncreme), entstehen auf den Zähnen harmlose, aber unter Umständen kosmetisch störende Flecken.  Zahnärzte, Kinder- und Jugendärzte empfehlen deshalb, genau auf den Fluoridgehalt und die Zahnpastamenge zu achten. Eltern geben in der Regel ganze Stränge auf die Zahnbürste, und das ist viel zu viel! So lange das Kind die Fluorid-Vitamin-D-Tablette bekommt, werden die ersten Milchzähne entweder ohne Zahnpasta oder nur mit einer reiskorngrossen Menge (0,125g) Zahnpasta ohne Fluorid geputzt. Fallen die Fluoridtabletten weg, darf die Zahncreme etwas Fluorid enthalten (max. 1.000 ppm, übliche Kinderzahnpasta). Ab 24 Monaten darf mit einer erbsengrossen Menge (0,25g) geputzt werden. Fachverbände fordern nun eine bessere Dosiermöglichkeit der Tuben.

Ab dem ersten Milchzahn | 14.07.2019

In Deutschland haben Kinder jetzt schon ab dem sechsten Lebensmonat und bis zum vollendeten 33. Lebensmonat Anspruch auf drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Bei den Untersuchungen erhalten die Eltern praktische Tipps zur Mundgesundheit und eine Anleitung zum täglichen richtigen Zähneputzen bei ihrem Kind. Bis zum 6. Geburtstag kann in der Zahnarztpraxis vierteljährlich Fluoridlack aufgetragen werden, um den Zahnschmelz zu härten. Obwohl Karieserkrankungen in Deutschland insgesamt zurückgegangen sind, ist die frühkindliche Karies ("Nuckelflaschenkaries") die häufigste chronische Krankheit im Vorschulalter. Immer wieder kommt es vor, dass kleinen Kindern unter Vollnarkose stark von Karies befallene Milchzähne entfernt werden müssen.
 

Newsticker

Zu viel Fluorid macht Zähne fleckig: Fluorid gilt als bester Schutz vor Karies – allerdings muss die Dosierung dem Alter des Kindes entsprechen. Zu viel Fluorid kann kreidig-weisse Flecken auf den zweiten Zähnen hinterlassen. Erwachsenenzahncreme ist für Kleinkinder daher tabu, erläutert die Initiative proDente. Gute Kinderzahncreme enthalte max. 500 ppm Fluorid, ab dem zweiten Lebensjahr sollten die Milchzähne zweimal täglich damit geputzt werden. Ab sechs Jahren darf normale Zahnpasta mit 1.000 bis 1.500 ppm Fluorid benutzt werden. (swissmom-Newsticker 30.8.2012)

Letzte Aktualisierung : 24-01-20, CS

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