Tics und Grimassieren

Tics (Gesichtszucken, Grimassieren)

Kinder und Heranwachsende (Knaben häufiger als Mädchen) entwickeln gelegentlich als auffallende Angewohnheit ein unwillkürliches Blinzeln mit den Augenlidern, Zucken mit den Mundwinkeln, mit Kopf, Hals oder Schulter, mitunter auch ein ständiges Räuspern oder Schnüffeln mit der Nase, und zwar speziell in angespannten, belastenden Situationen. Etwa 10 - 15 % aller Primarschüler sind davon betroffen. Meist geben sich die Tics von selbst wieder.

Eltern und Familienmitglieder sollten durch ihr Verhalten den Tic nicht verstärken oder verschlimmern. Dazu gehört, dass man das Grimassieren nicht beachtet, das Kind nicht mit Leistungsansprüchen überfordert und ganz bewusst für eine lockere und entspannte familiäre Atmosphäre sorgt.

In hartnäckigen Fällen muss ein Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie um Rat gefragt werden. Es könnte das sog. Tourette-Syndrom dahinter stecken.

Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH