Dokumentation zu Ultraschall Untersuchungen
Komplikationen | Schwangerschaft | Untersuchungen

Vorgeburtliche Wachstumsverzögerung

Schon bei den Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft (meist bei den Messungen im Ultraschall)  zeigt sich manchmal, dass ein Kind im Inneren der Gebärmutter nicht so gut wächst, wie es sollte. Ist das Kind sogar kleiner als 95% der gleichaltrigen Feten, nennt man das intrauterine Wachstumsverzögerung oder Wachstumsretardierung (IUGR = Intra Uterine Growth Retardation). Ursache dafür sind oft Plazentafunktionsstörungen, die wiederum sehr viele unterschiedliche Gründe haben können.

Wenn die Plazenta den Bedarf des Babys an Sauerstoff und Nährstoffen nicht decken kann, wird normalerweise zu einer Entbindung um die 38. Schwangerschaftswoche geraten, manchmal sogar noch früher. Die Geburt wird in diesem Fall künstlich eingeleitet. Wenn ernsthafte Sorge besteht, dass das Baby zu schwach ist, der Belastung durch die Wehen standzuhalten, wird ein Kaiserschnitt empfohlen.

Newsticker

Junge oder Mädchen? | 20.08.2018

Dass das Geschlecht des Kindes sich auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirkt, belegen neue Forschungsergebnisse aus Grossbritannien. Die Funktion der Plazenta wird dadurch beeinflusst; sie bildet mehr oder weniger Spermin, das eine wichtige Rolle in Zellen spielt und auch für das Wachstum mancher Bakterien essenziell ist. Werdende Mütter, die mit einem Mädchen schwanger waren, hatten in der Studie höhere Spermin-Konzentrationen im Blut als Frauen, die einen Jungen erwarteten. Eine hohe Spermin-Konzentration steht mit einem höheren Risiko für eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) in Zusammenhang, eine niedrige dagegen mit einer Wachstumsverzögerung, die bei männlichen Feten häufiger beobachtet wird.

Letzte Aktualisierung : 07-05-16, BH

loading