Frederick Leboyer

Der französische Arzt und Geburtshelfer Frederick Leboyer nannte seine in den 70er Jahren entwickelte Geburtsmethode „Die sanfte Geburt“.

Er konzentrierte sich bei seinen Überlegungen mehr auf das Baby als auf die werdende Mutter. „Was fühlt, sieht und hört das Baby während der Geburt und welchen Einfluss hat all das auf sein späteres Leben?“ fragte Leboyer.

Das Trauma der Geburt beim Baby sollte alle Beteiligten veranlassen, so viel Respekt und Einfühlungsvermögen wie möglich zu zeigen. In seinem Buch „Geburt ohne Gewalt“ fordert er abgedunkelte Gebärsäle mit einem Minimum an Aktivität und Lärm. Das Kind soll in eine Umgebung mit sanftem Licht und ruhigen Stimmen hineingeboren und so behutsam wie möglich behandelt werden, damit es nicht von unangenehmen Empfindungen  erschreckt wird.

Leboyer empfahl als erster den sofortigen Hautkontakt, wozu das Baby der Mutter unverzüglich nach der Geburt auf den Bauch gelegt wird. Dadurch kann die Mutter-Kind-Beziehung unmittelbar geknüpft werden. Die Nabelschnur soll erst durchtrennt werden, wenn sie nicht mehr pulsiert. Danach soll das Neugeborene in ein lauwarmes Bad gehoben werden, um so den vorgeburtlichen Zustand im Uterus möglichst ähnlich nachzuahmen.

Leboyer betonte, dass Babys auch ohne den Klaps auf den Po die Augen öffnen und zu atmen anfangen. Nach einer sanften Geburt schreien die Neugeborenen nicht voller Angst, sondern sind entspannt und ruhig.

 

Letzte Aktualisierung : 05-11-19, BH

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