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Erschöpfte Mutter ruht sich neben ihrem Neugeborenen aus
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Er­schöp­fung nach ei­ner ech­ten Höchst­leis­tung


Jede Ge­burt be­deu­tet für den Kör­per und die Psy­che der Frau eine enor­me An­pas­sungs­leis­tung. Vie­le Frau­en er­le­ben die Ge­burt als Grenz­erfah­rung, die so­wohl auf kör­per­li­cher, wie auch auf emo­tio­na­ler Ebe­ne erst ein­mal ver­ar­bei­tet wer­den muss. Das ist wich­tig, sonst wird aus der kör­per­li­chen Er­schöp­fung schnell eine see­li­sche Tal­fahrt. Le­sen Sie über die ers­ten Sym­pto­me ei­ner Wo­chen­bett­de­pres­si­on.

Vor al­lem das mit der Kin­der­be­treu­ung ein­her­ge­hen­de Schlaf­de­fi­zit kann zu un­ge­wohn­ten Stim­mungs­la­gen und Er­schöp­fun­gen füh­ren. Das Stil­len manch­mal bis zu alle zwei Stun­den, und das zu je­der Ta­ges- und Nacht­zeit, ver­langt den El­tern sehr viel ab. Hin­zu kommt, dass sich der Schlaf – und Wach­rhyth­mus des Neu­ge­bo­re­nen wäh­rend den ers­ten Ta­gen und Näch­ten erst ein­pen­deln muss.

In man­chen Kran­ken­häu­sern wird Ihr Kind auf Ih­ren Wunsch hin vor­über­ge­hend aus dem Zim­mer ge­nom­men und be­treut, da­mit Sie et­was zur Ruhe kom­men. Wenn Sie noch ei­ni­ge Tage im Spi­tal blei­ben möch­ten, soll­ten Sie die Zeit dort be­wusst zur Er­ho­lung nut­zen. Man­che Frau­en fin­den Kran­ken­häu­ser je­doch we­nig ge­müt­lich, füh­len sich ge­stört und zie­hen ihr ver­trau­tes Zu­hau­se vor. Sind Mut­ter und Kind ge­sund, steht dem Aus­tritt nichts im Wege. Falls Sie aber schon kurz nach der Ge­burt heim­ge­hen, soll­ten Sie Ih­ren Part­ner (oder ei­nen an­de­ren lie­ben Men­schen) in den ers­ten Ta­gen so viel wie mög­lich im Haus­halt er­le­di­gen las­sen und na­tür­lich auch in die Säug­lings­be­treu­ung mit ein­be­zie­hen. Das ver­schafft Ih­nen eine ge­le­gent­li­che Atem­pau­se, die Sie zwi­schen dem Stil­len für ein kur­zes Ni­cker­chen nut­zen soll­ten. Sie wer­den se­hen, dass die Milch­pro­duk­ti­on dann viel bes­ser in Gang kommt. Den­ken Sie auch dar­an, früh ge­nug eine Heb­am­me zu or­ga­ni­sie­ren, die Sie bei der Be­treu­ung zu Hau­se be­glei­ten und un­ter­stüt­zen kann.

Zu viel Be­such kurz nach der Ge­burt ist eben­falls sehr an­stren­gend. Nie­mand wird Ih­nen böse sein, wenn Sie erst ein­mal selbst zur Ruhe kom­men wol­len. Be­gren­zen Sie also die An­zahl Ih­rer Be­su­cher bzw. die Zeit, die Sie mit ih­nen ver­brin­gen.

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9/12/2017
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Letzte Aktualisierung: 13.05.2020, BH / swissmom-Hebammenteam
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