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Nachdenklicher Vater mit Neugeborenem
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Auch Vä­ter ha­ben Post­na­ta­le De­pres­sio­nen


Nicht nur Müt­ter kön­nen nach der Ge­burt un­ter post­na­ta­len De­pres­sio­nen (dem so­ge­nann­ten Ba­by­blues oder Wo­chen­bett­de­pres­si­on) lei­den, auch frisch­ge­ba­cke­ne Vä­ter sind da­von be­trof­fen. Wis­sen­schaft­ler ge­hen von ei­ner Rate zwi­schen 10% und 15% aus.

Da­bei fällt auf, dass ge­wis­se äus­se­re Um­stän­de die An­fäl­lig­keit für eine De­pres­si­on er­hö­hen. Ne­ben dem Vor­han­den­sein frü­he­rer De­pres­sio­nen sind auch Paar­pro­ble­me, Stress am Ar­beits­platz und die Be­zie­hung zu den ei­ge­nen El­tern Ri­si­ko­fak­to­ren. Der häu­figs­te Grund an ei­ner De­pres­si­on zu er­kran­ken ist aber eine vor­gän­gi­ge Er­kran­kung der Part­ne­rin.

Da es sich bei der post­na­ta­len De­pres­si­on um eine Krank­heit han­delt, soll­te die­se auch ent­spre­chend be­han­delt wer­den. Ge­ra­de Män­ner tun sich je­doch schwer Hil­fe in An­spruch zu neh­men. Da­bei ist nie­man­dem ge­hol­fen, wenn eine De­pres­si­on "aus­ge­ses­se­sen" wird. Im Ge­gen­teil kön­nen vä­ter­li­che De­pres­sio­nen ei­nen di­rek­ten Ein­fluss auf die Ent­wick­lung des Kin­des ha­ben. So ha­ben Wis­sen­schaft­ler her­aus­ge­fun­den, dass ins­be­son­de­re Söh­ne de­pres­si­ver Vä­ter im Al­tern von ca. drei­ein­halb Jah­ren mehr Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten (v.a. Hy­per­ak­ti­vi­tät) zeig­ten.

Sym­to­me für eine post­na­ta­le De­pres­si­on sind län­ger an­hal­ten­de psych­so­ma­ti­sche Lei­den, wie Ver­span­nun­gen, Stress, Ma­gen­be­schwer­den und nächt­li­ches Zäh­ne­knir­schen.


Wei­te­re In­for­ma­tio­nen und Hil­fe fin­den Sie auf der Sei­te des Ver­eins Post­na­ta­le De­pres­si­on Schweiz.

Letzte Aktualisierung: 05.05.2020, BH
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