Anzeige
Vater "spielt" mit Baby im Bauch
©
GettyImages

Va­ter und Kind:


Eine schö­ne Be­zie­hung schon vor der Ge­burt


Für vie­le Män­ner ist es nicht ge­ra­de leicht, sich in dem neu­en Ge­fü­ge aus Mut­ter und Kind zu po­si­tio­nie­ren. Die Schwan­ger­schaft der Part­ne­rin ver­ur­sacht auch beim wer­den­den Va­ter eine wah­re Sturz­flut wi­der­strei­ten­der Ge­füh­le. Da ist die Freu­de und die Auf­re­gung auf der ei­nen Sei­te, gleich­zei­tig aber auch Un­si­cher­heit und Angst vor der neu­en Si­tua­ti­on, vor der Ver­ant­wor­tung und der Bin­dung in der jun­gen Fa­mi­lie.

Nicht nur kör­per­lich sind die zwei eng mit ein­an­der ver­bun­den, auch geis­tig be­schäf­tigt sich die wer­den­de Mut­ter viel mit dem Kind in ih­rem Bauch und baut ers­te zar­te Ban­de auf. Da kann sich beim zu­künf­ti­gen Va­ter schnell ein Ge­fühl der Ein­sam­keit oder gar Ei­fer­sucht ein­schlei­chen, weil sich nun vie­les um die Be­dürf­nis­se und Be­find­lich­kei­ten der schwan­ge­ren Frau dreht. Des­halb ist es von An­fang an wich­tig, über die­se Ge­füh­le mit­ein­an­der zu re­den; sol­che Ge­sprä­che sind aus­ser­dem eine gute Vor­be­rei­tung auf das Zu­sam­men­le­ben zu dritt.

Ihre Part­ne­rin ver­än­dert sich je­den Tag - see­lisch und kör­per­lich. Be­glei­ten und un­ter­stüt­zen Sie sie da­bei. Der swiss­mom-Schwan­ger­schaft­s­ka­len­der hilft Ih­nen da­bei, denn das Le­ben mit ei­ner emo­tio­nal la­bi­len Schwan­ge­ren kann ganz schön an­stren­gend sein. Ge­ben Sie den neu­en Sei­ten, die Sie an Ih­rer Frau ent­de­cken, Raum! Ein ganz an­de­rer, über­ra­schen­der Um­gang mit der Se­xua­li­tät in Ih­rer Part­ner­schaft kann zum Bei­spiel dar­aus re­sul­tie­ren.

Denn nicht nur Schwan­ge­re, auch wer­den­de Vä­ter kön­nen schon vor der Ge­burt eine Be­zie­hung zu ih­rem Baby auf­bau­en. Das Un­ge­bo­re­ne im Bauch der Mut­ter hört bei­spiels­wei­se Stim­men; auch der Va­ter kann also zu ihm spre­chen. Mit der Zeit wird es die Stim­men so­gar un­ter­schei­den kön­nen: Die tie­fen Töne des Va­ters klin­gen an­ders als die hö­he­ren der Mut­ter, und die tie­fe­re, männ­li­che Stim­me wird be­son­ders gut in den Ge­bär­mut­ter­raum wei­ter­ge­lei­tet. Ru­hig et­was zu er­zäh­len ist eine schö­ne Mög­lich­keit, dem klei­nen We­sen Si­cher­heit zu ver­mit­teln. Wenn Sie das häu­fig ma­chen, wird sich das Baby nach der Ge­burt durch Ihre be­kann­te Stim­me leich­ter be­ru­hi­gen las­sen – weil es sie be­reits als wohl­tu­end kennt. Über die Bauch­de­cke strei­cheln ver­stärkt die­se Kom­mu­ni­ka­ti­on noch. Üb­ri­gens: Die Be­we­gun­gen des Em­bry­os wer­den am Abend be­son­ders ak­tiv – viel­leicht weil der Va­ter da­heim ist!

Nicht über­ra­schend ist auch fol­gen­des Er­geb­nis wis­sen­schaft­li­cher Un­ter­su­chun­gen: Frau­en, de­ren Part­ner ihre Schwan­ger­schaft nicht un­ter­stützt, ha­ben ein grös­se­res Ri­si­ko, ein emo­tio­nal oder so­gar kör­per­lich be­hin­der­tes Kind zu be­kom­men - bei Müt­tern, die sich si­cher und von ih­ren Part­nern emo­tio­nal ge­tra­gen füh­len, ist das Ri­si­ko nur halb so gross.

Im­mer mehr wer­den­de Vä­ter las­sen es sich nicht neh­men, die Zeit vor der Ge­burt ak­tiv mit zu er­le­ben. Vie­le be­glei­ten ihre schwan­ge­re Frau auch zu min­des­tens ei­ner Vor­sor­ge­un­ter­su­chung. Ide­al, wenn dann ein Ul­tra­schall ge­macht wird, da­mit der wer­den­de Va­ter das Baby zu se­hen be­kommt – schliess­lich spürt er im Ge­gen­satz zur Mut­ter ja kaum et­was von dem Klei­nen.

Auch als Part­ner bei der Ge­burt sind die meis­ten Män­ner un­ter­stüt­zend da­bei. Im Ge­gen­satz zur wer­den­den Mut­ter kön­nen sie je­doch wäh­len, ob sie da­bei sein wol­len. Und soll­ten es recht­zei­tig sa­gen, wenn sie lie­ber dar­auf ver­zich­ten möch­ten. Wäh­rend der Ge­burt soll­te es je­der­zeit mög­lich sein, dass der Va­ter den Ge­bär­saal ver­lässt - oder auch dass er von der Ge­bä­ren­den hin­aus­ge­schickt wird. Ein Er­fah­rungs­aus­tausch mit an­de­ren Män­nern, die sich für oder ge­gen die An­we­sen­heit bei der Ge­burt ih­rer Kin­der ent­schie­den ha­ben, kann wich­ti­ge neue As­pek­te für Ihre Ent­schei­dung ver­mit­teln.

Üb­ri­gens wird nicht sel­ten - und nicht nur bei Na­tur­völ­kern - be­ob­ach­tet, dass Män­ner durch­aus auch Schwan­ger­schafts-Sym­pto­me ent­wi­ckeln kön­nen. Ex­per­ten be­zeich­nen die­se männ­li­che Schwan­ger­schaft als Cou­va­de-Syn­drom oder Män­ner­kind­bett.

Wei­te­re In­fos:


kurz&bündigkurz&bündig
5/19/2018
Vater küsst sein Baby auf die Backe

Ganz der Papa!

Ba­bys, die nach der Ge­burt ih­rem Va­ter ähn­lich se­hen, sind ein Jahr spä­ter ge­sün­der. Zu die­sem Fa­zit kom­men For­scher …
kurz&bündigkurz&bündig
2/23/2017
Vaterarmband

Trit­te für Papa

Mit ei­nem spe­zi­el­len Arm­band (sog. Weara­ble) sol­len wer­den­de Vä­ter die Be­we­gun­gen des un­ge­bo­re­nen Kin­des im Mut­ter­leib …
Letzte Aktualisierung: 05.05.2020, BH
Anzeige
Anzeige