Schwangere mit Essstörungen

Essstörungen in der Schwangerschaft können für die Entwicklung des Babys problematisch werden.

Mann bietet seiner schwangeren Frau einen Apfel an
©
iStock

Wenn das Essverhalten schwer gestört ist, indem sich die Betroffenen überdurchschnittlich häufig Gedanken über das Essen machen und auch emotional ständig damit beschäftigt sind, spricht man von Essstörungen. 

Formen von Essstörungen


Die sogenannten Essstörungen haben nicht direkt mit falschem, ungesundem oder überreichlichem Essen in unserer Gesellschaft zu tun. Als Krankheit bezieht sich eine Essstörung ausschliesslich auf das individuell gestörte Essverhalten, zum Beispiel Missbrauch von Nahrung. 

Zu den psychisch bedingten Essstörungen gehören:

  • Bulimia nervosa, auch Ess-Brech-Sucht genannt

  • Magersucht (Anorexia nervosa)

  • Binge-Eating-Störung (Essattacken mit Kontrollverlust)

  • Starkes Übergewicht, Fettsucht (Adipositas)

Frauen mit Anorexie oder Bulimie haben oft Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Sind sie es aber, gefährden sie mit ihrer Ernährungsweise die Gesundheit ihres Kindes. Diese sind bei der Geburt meist untergewichtig und weisen schwere Entwicklungsdefizite auf. Später haben sie ein erhöhtes Risiko, ein chronisches Leiden zu entwickeln. Das hat eine Studie an holländischen Kindern gezeigt, die nach dem zweiten Weltkrieg von stark untergewichtigen Frauen geboren wurden und als Erwachsene in hohem Masse anfällig für Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Herzerkrankungen waren.

Letzte Aktualisierung: 18.07.2022, BH

Mehr zum Thema

Aktuelles

kurz&bündig
5/6/2026
Baby sitzt mit Vater auf dem Bett und schaut auf ein Tablet

Eltern setzen häufig digitale Geräte ein, um Babys zu beruhigen

Eins von zehn Babys schläft heutzutage regelmässig vor einem Bildschirm ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die …

Neueste Artikel

Unsere Partner