Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Kind mit Schmerzen wird in einer Arztpraxis untersucht
                              ©
                              iStock

                              Der aku­te Schief­hals


                              Im Ge­gen­satz zum an­ge­bo­re­nen, mus­ku­lä­ren Schief­hals (Tor­ti­col­lis) bei Neu­ge­bo­re­nen bzw. Säug­lin­gen gibt es auch den akut auf­tre­ten­den, sehr schmerz­haf­ten Schief­hals im Kin­des­al­ter.

                              Wie macht sich der aku­te Schief­hals be­merk­bar?


                              Das Kind kann dann z.B. mor­gens nach dem Er­wa­chen den Hals auf ein­mal nur noch un­ter Schmer­zen be­we­gen. Es bleibt in ei­ner Schon­hal­tung und hält den Na­cken steif zu ei­ner Sei­te, es fällt ihm schwer, den Kopf zu beu­gen, um auf den Bo­den zu schau­en.

                              Das Kind hat kein Fie­ber. Es kann aber ge­schwol­le­ne Hals­lymph­kno­ten und Bäck­chen und Schmer­zen beim Kau­en und Schlu­cken ha­ben.

                              Wie kann man die Schmer­zen lin­dern?


                              Die wich­tigs­te Mass­nah­me bei ei­ner Na­cken­ver­span­nung ist Wär­me, denn sie för­dert die Durch­blu­tung und ent­spannt. Ge­ben Sie dem Kind ei­nen war­men Schal oder bes­ser noch ei­nen war­men Um­schlag um den Hals. Da­für meh­re­re La­gen Wat­te lo­cker um den stei­fen Hals wi­ckeln und mit ei­ner Mull­bin­de fi­xie­ren.

                              Ge­gen star­ke Schmer­zen hilft Ibu­pro­fen oder Par­acet­amol. Ihr Kin­der­arzt oder Ihre Kin­der­ärz­tin kann auch eine mus­kel­ent­span­nen­de Sal­be ver­schrei­ben. Stel­len Sie zu­sätz­lich durch stüt­zen­de Kis­sen si­cher, dass Ihr Kind im Sit­zen und Schla­fen eine kor­rek­te Kör­per­hal­tung bei­be­hält. Nach we­ni­gen Ta­gen soll­ten die Sym­pto­me ab­ge­klun­gen sein. Falls nicht, soll­ten Sie Ihr Kind ärzt­lich un­ter­su­chen las­sen.

                              Wie ent­steht der aku­te Schief­hals?


                              Am häu­figs­ten ent­steht die­ser „stei­fe Hals“ durch Mus­kel­ver­span­nun­gen nach ei­ner fal­schen Be­we­gung, ei­nem Schlag oder ei­ner Ver­let­zung, nach Zug­luft und Käl­te oder im Rah­men ei­ner In­fek­ti­on im Be­reich von Ra­chen, Ohr (Mit­tel­ohr­ent­zün­dung) oder Hals auf­tre­ten. Dann kommt es zu ei­ner Ver­ren­kung im Hals­wir­bel­säu­len­be­reich (C1/C2-Ro­ta­ti­ons­sub­lu­xa­ti­on).

                              Eher sel­te­ne Grün­de sind rheu­ma­ti­sche Er­kran­kun­gen der Hals­wir­bel­säu­le, eine aku­te Ver­kal­kung der Band­schei­be, eine Fehl­bil­dung der Wir­bel­kör­per und eine Au­gen­mus­kel­läh­mung, die das Kind zur Kopf­schief­hal­tung ver­an­las­sen kann, um Dop­pel­bil­der zu ver­mei­den.

                              Ach­tung: Hirn­haut­ent­zün­dung?


                              Bei ei­nem stei­fen Na­cken im Kin­des­al­ter muss im­mer eine Hirn­haut­ent­zün­dung aus­ge­schlos­sen wer­den! Denn Na­cken­stei­fig­keit ist ei­nes der frü­hes­ten Sym­pto­me für die Me­nin­gi­tis. Sie liegt vor, wenn ein Kind sein Kinn nicht mehr auf die Brust beu­gen kann oder auf dem Rü­cken lie­gend mit der Na­sen­spit­ze nicht mehr sein Knie er­reicht. Wenn Sie Ih­rem Kind in der Rü­cken­la­ge den Kopf an­he­ben, wird es über Schmer­zen kla­gen. Die Na­cken­stei­fig­keit soll­te drin­gend vom Kin­der­arzt ab­ge­klärt wer­den.

                              Letzte Aktualisierung: 17.05.2021, BH
                              Anzeige
                              Anzeige