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                              Bein mit Symptomen des HFM Syndroms
                              ©
                              iStock

                              Die Sym­pto­me und Be­hand­lung der Hand-Fuss-Mund-Krank­heit (HFM-Syn­drom)


                              Die Krank­heit kann un­ter­schied­lich ver­lau­fen, manch­mal so­gar sym­ptom­los. Drei bis sie­ben (ma­xi­mal 30) Tage nach der In­fek­ti­on mit dem Er­re­ger der Hand-Fuss-Mund-Krank­heit kommt es zu grip­pe­ähn­li­chen Sym­pto­men mit Fie­ber, Hals­schmer­zen, Kopf­schmer­zen, all­ge­mei­nem Krank­heits­ge­fühl, Ap­pe­tit­lo­sig­keit und even­tu­ell Hus­ten, oft ge­folgt von ei­nem ro­ten, ju­cken­den Haut­aus­schlag im Be­reich von Mund und Nase. Vie­le Kin­der sind un­leid­lich und brau­chen mehr Schlaf. Ba­bys ver­lie­ren Spei­chel, weil das Schlu­cken schmerz­haft ist.

                              Da­nach er­scheint ein Ek­zem an den Hän­den und Füs­sen (vor al­lem an den Han­din­nen­flä­chen und Soh­len, kann aber auch in den Zwi­schen­räu­men von Ze­hen und Fin­gern auf­tau­chen), bei Säug­lin­gen auch im Win­del­be­reich. Es kann vor­kom­men, dass sich bei Be­trof­fe­nen nach ei­ni­ger Zeit die Fin­ger- und Ze­hen­nä­gel ver­for­men oder so­gar ab­lö­sen.

                              Der Aus­schlag sieht an­fangs nur rot ent­zün­det aus, geht dann aber in 3-8 mm gros­se weiss­graue Bläs­chen mit schma­lem ro­ten Rand über. Vor al­lem im Ra­chen, auf der Zun­ge, am Zahn­fleisch und an der In­nen­sei­te der Wan­gen ent­ste­hen so schmerz­haf­te Ge­schwü­re (Aph­then). Es­sen und Trin­ken wird von den Kin­dern dann oft ver­wei­gert, was zu Mat­tig­keit und und ei­nem ge­fähr­li­chen Flüs­sig­keits­man­gel füh­ren kann, v.a. wenn gleich­zei­tig Fie­ber be­steht. Bie­ten Sie dann im­mer wie­der kal­te Ge­trän­ke an.

                              In­halt und Ober­flä­che der Bläs­chen sind vi­rus­hal­tig und des­halb hoch an­ste­ckend! Sie soll­ten mög­lichst nicht auf­ge­kratzt wer­den!

                              Nach rund ei­ner Wo­che bis 10 Ta­gen hei­len die Bläs­chen ohne Krus­ten­bil­dung wie­der ab. Je­doch kön­nen die Kin­der noch über län­ge­re Zeit Vi­ren im Stuhl aus­schei­den.

                              Die Be­hand­lung der Hand-Fuss-Mund-Krank­heit


                              Die Bläs­chen ver­schwin­den von selbst nach 7-12 Ta­gen, ohne dass Krus­ten oder Nar­ben zu­rück­blei­ben.

                              Eine Be­hand­lung der Hand-Mund-Fuss-Krank­heit ist also ers­tens nicht nö­tig, zwei­tens kann sie nur ihre Sym­pto­me lin­dern. An­ti­bio­ti­ka wir­ken bei Vi­ren so­wie­so nicht und auch eine Imp­fung gibt es nicht.

                              Die be­trof­fe­nen Haut­be­rei­che soll­ten sau­ber und un­be­deckt ge­hal­ten wer­den. Dazu wird mit lau­war­mem Was­ser und Sei­fe vor­sich­tig ge­wa­schen und ab­ge­spült und dann sanft tro­cken ge­tupft. Wenn es nur we­ni­ge Bläs­chen sind, kann man zum Schutz vor bak­te­ri­el­ler In­fek­ti­on ein Pflas­ter auf­kle­ben.

                              Viel trin­ken ist von al­len Mass­nah­men am wich­tigs­ten, zum Aus­gleich des Flüs­sig­keits­ver­lusts durch Fie­ber und Schnup­fen. Ei­nen Flüs­sig­keits­man­gel er­ken­nen Sie an ei­ner ein­ge­sun­ke­nen Fon­ta­nel­le (beim Baby), ei­nem tro­cke­nen, kleb­ri­gen Mund, ein­ge­fal­le­nen Au­gen und ver­min­der­ter Urin­pro­duk­ti­on.

                              Al­ler­dings kön­nen die Bläs­chen im Mund­be­reich so stark pla­gen, dass Ihr Kind das Es­sen und Trin­ken ver­wei­gert. Bie­ten Sie Spei­sen und Ge­trän­ke höchs­tens zim­mer­warm an oder bes­ser noch leicht ge­kühlt, wenn mög­lich mit Stroh­halm. Fa­vo­ri­ten sind Glace, Brei, Pud­ding, Jo­ghurt und kal­te Sup­pe. Ver­zich­ten Sie auf Sau­res (Obst, Säf­te, rote Früch­te­tees, To­ma­ten) und Nah­rung, die heiss, hart oder scharf ge­würzt ist. Ab­ge­kühl­ter Rin­gel­blu­men- oder Ka­mil­len­tee hat sich da­ge­gen be­währt.

                              Will Ihr Kind we­gen der Schmer­zen nicht es­sen, wirkt manch­mal et­was Ho­nig, di­rekt vor dem Es­sen mit ei­nem Wat­te­stäb­chen auf die Bläs­chen auf­ge­tra­gen. Dies aber bit­te nicht vor dem ers­ten Ge­burts­tag an­wen­den! Ei­nen stär­ke­ren Ef­fekt hat ein Zah­nungs­gel, das die Schleim­haut et­was be­täubt. Prin­zi­pi­ell kann ge­gen die schmer­zen­den Bläs­chen eine mil­de Tink­tur zum Spü­len (Mund) oder Auf­tup­fen ver­schrie­ben wer­den. Die­se ba­sie­ren oft auf pflanz­li­chen Wirk­stof­fen (z. B. Ka­mil­le) oder ent­hal­ten des­in­fi­zie­ren­des Chlor­he­xi­din.

                              Fie­ber­sen­kend wir­ken Wa­den­wi­ckel, zum Bei­spiel Es­sig­wi­ckel oder kal­te Kom­pres­sen in den Leis­ten, und Zäpf­chen ge­gen Fie­ber (z. B. Par­acet­amol oder Ibu­pro­fen, Do­sie­rung nach An­wei­sung des Arz­tes oder nach Pa­ckungs­bei­la­ge). Kin­der soll­ten zur Fie­ber­sen­kung kei­ne  Ace­tyl­sa­li­cyl­säu­re ent­hal­ten­den Me­di­ka­men­te (z.B. As­pi­rin) er­hal­ten we­gen der Ge­fahr ei­nes Reye-Syn­droms.

                              Bei ho­hem Fie­ber, An­zei­chen ei­ner An­gi­na, Mit­tel­ohr­ent­zün­dung oder Na­sen­ne­ben­höh­len­en­t­zün­dung, bei Atem­be­schwer­den, blu­ti­gem Schleim und Na­cken­stei­fig­keit soll­ten Sie um­ge­hend den Arzt ver­stän­di­gen.

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                              9/27/2016
                              Mädchen bedeckt ihren Mund mit der Hand

                              Am liebs­ten Glace!

                              Zei­gen sich bei klei­nen Kin­dern Bläs­chen an den In­nen­flä­chen der Hän­de, an den Fuss­soh­len und um den Mund, kön­nen …
                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, BH

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