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                              Baby mit Ausschlag
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                              Hand-Fuss-Mund-Krank­heit (HFM-Syn­drom)


                              Der Name die­ser In­fek­ti­ons­krank­heit lässt an die Maul- und Klau­en-Seu­che den­ken, die Klau­en­tie­re wie Rin­der und Schwei­ne be­fällt. Sie wird aber durch eine an­de­re Vi­ren­gat­tung ver­ur­sacht.

                              Die HFM-Er­kran­kung tritt über­wie­gend im Früh­jahr, Spät­som­mer und Herbst und bei Kin­dern zwi­schen 2 und 6  Jah­ren auf und ver­läuft in der Re­gel kom­pli­ka­ti­ons­los. We­gen der ho­hen An­ste­ckungs­ge­fahr gibt es häu­fig klei­ne Epi­de­mi­en in Ta­ges­stät­ten und Kin­der­gär­ten. Ty­pisch sind klei­ne rote Punk­te und Bläs­chen vor al­lem im Be­reich der Füs­se, Hän­de und im Mund­raum. Da oft nur ein Teil der Kin­der mit Sym­pto­men er­krankt, wird ver­mu­tet, dass sie bei den meis­ten Kin­dern sym­ptom­los ver­läuft. In Asi­en soll etwa die Hälf­te al­ler Ju­gend­li­chen po­si­ti­ve An­ti­kör­per ha­ben, ob­wohl sie nie Krank­heits­zei­chen hat­ten. Er­wach­se­ne zei­gen prak­tisch nie Krank­heits­sym­pto­me.

                              Wie ver­läuft die An­ste­ckung mit der HFM-Krank­heit?


                              Ver­ant­wort­lich für die HFM-Krank­heit sind ver­schie­de­ne Ty­pen von Cox­sa­ckie- und En­tero­vi­ren. Die An­ste­ckung er­folgt durch Tröpf­chen­in­fek­ti­on (Hus­ten, Nie­sen) oder als Schmier­in­fek­ti­on durch Kon­takt mit dem Bläs­chen­in­halt, Spei­chel oder Stuhl, über Tür­klin­ken, Hand­tü­cher, Ba­de­was­ser usw.

                              Die An­ste­ckungs­ge­fahr ist am höchs­ten, wenn Be­trof­fe­ne noch gar nichts von der Er­kran­kung wis­sen, d.h. zwei bis drei Tage vor Be­ginn der Krank­heit, und dau­ert bis zum Ab­hei­len der Bläs­chen. Der Stuhl kann bis zu zwei Wo­chen län­ger in­fek­ti­ös blei­ben. All­ge­mei­ne Hy­gie­ne-Mass­nah­men ge­gen die Schmier­in­fek­ti­on sind sehr wich­tig, vor al­lem häu­fi­ges Hän­de­wa­schen mit Sei­fe, vor al­lem nach der Toi­let­te oder dem Wi­ckeln, aber auch mög­lichst we­nig Kör­per­kon­takt mit Er­krank­ten oder mit Ge­gen­stän­den, die von Kran­ken an­ge­fasst wer­den.

                              Wich­tig ist, dass auch Er­wach­se­ne, die häu­fig kaum Sym­pto­me der Hand-Fuss-Mund-Krank­heit ent­wi­ckeln, an­ste­ckend sein kön­nen. Soll­ten Sie bei sich grip­pe­ähn­li­che Sym­pto­me fest­stel­len, ach­ten Sie auf be­son­ders sorg­fäl­ti­ge Hy­gie­ne­mass­nah­men und ver­mei­den Sie - wo mög­lich - den di­rek­ten Kon­takt zu klei­nen Kin­dern.

                              Ihr Kind darf Ge­mein­schafts­ein­rich­tun­gen (Schu­le, Kin­der­ta­ges­stät­te und Kin­der­gar­ten) erst wie­der be­su­chen, so­bald es fie­ber­frei ist und nicht mehr "krank" wirkt. Der Aus­schlag muss noch nicht ganz ab­ge­klun­gen sein, aber es soll­ten kei­ne of­fe­nen Bläs­chen sicht­bar sein.

                              Kann mein Kind die HFM-Krank­heit zwei­mal be­kom­men?


                              Die Hand-Mund-Fuss-Krank­heit (Hand-Fuss-Maul-Krank­heit) hin­ter­lässt ei­nen ge­wis­sen Schutz ge­gen­über dem aus­lö­sen­den Er­re­ger. Da die Er­kran­kung aber durch ver­schie­de­ne Vi­ren­ty­pen aus­ge­löst wird, kann Ihr Kind mehr­mals dar­an er­kran­ken. Eine Imp­fung da­ge­gen gibt es noch nicht.

                              Hand-Fuss-Mund-Krank­heit in der Schwan­ger­schaft?


                              Auch in der Schwan­ger­schaft ver­läuft die Krank­heit in der Re­gel harm­los. Tritt sie kurz vor dem Ge­burts­ter­min auf, kann es zu ei­ner Über­tra­gung auf das Neu­ge­bo­re­ne kom­men. Be­spre­chen Sie sich in ei­nem sol­chen Fall un­be­dingt mit Ih­rem Arzt /Ih­rer Ärz­tin.

                              Letzte Aktualisierung: 11.05.2020, BH
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