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Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen

Wel­che An­zei­chen deu­ten auf eine Be­ein­träch­ti­gung in der Sprach­ent­wick­lung hin - und wie kön­nen El­tern ihr Kind un­ter­stüt­zen?

Kind in der Logopädietherapie
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Man­che Kin­der ent­wi­ckeln sich rund­um al­ters­ge­recht und auch für ei­nen pro­blem­lo­sen Sprach­er­werb schei­nen alle Vor­aus­set­zun­gen ge­ge­ben zu sein. Den­noch zei­gen sich in der Sprach­ent­wick­lung Auf­fäl­lig­kei­ten. Sol­che Stö­rungs­bil­der wer­den als um­schrie­be­ne oder spe­zi­fi­sche Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung be­zeich­net. 

Was ist eine um­schrie­be­ne Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung?


Bei man­chen Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen lässt sich eine ein­deu­ti­ge Ur­sa­che aus­ma­chen. Hat ein Kind bei­spiels­wei­se eine an­ge­bo­re­ne Hör­stö­rung, eine Au­tis­mus-Spek­trum-Stö­rung oder eine Tri­so­mie 21, wirkt sich dies auch auf den Sprach­er­werb aus. Die Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung steht also im Zu­sam­men­hang mit der zu­grun­de lie­gen­den Be­ein­träch­ti­gung, wes­halb sie als "se­kun­där" be­zeich­net wird. Dass im Be­reich der Sprach­ent­wick­lung Pro­ble­me auf­tre­ten, ist so­mit nicht un­er­war­tet. Da­her kön­nen er­for­der­li­che Un­ter­stüt­zungs­mass­nah­men und The­ra­pi­en früh­zei­tig in die Wege ge­lei­tet wer­den. So kann bei­spiels­wei­se bei ei­nem Kind mit ei­ner an­ge­bo­re­nen Hör­stö­rung schon sehr früh eine pas­sen­de Hör­hil­fe zum Ein­satz kom­men, um sei­ne Hör­fä­hig­keit zu ver­bes­sern. Da­durch stei­gen sei­ne Chan­cen auf eine mög­lichst pro­blem­lo­se Sprach­ent­wick­lung er­heb­lich. 

Es gibt je­doch auch Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen, bei de­nen kei­ne ein­deu­ti­ge Ur­sa­che er­kenn­bar ist. Das Kind ent­wi­ckelt sich al­ters­ge­recht, sein Ge­hör ist nicht be­ein­träch­tigt, sei­ne ko­gni­ti­ven Fä­hig­kei­ten lie­gen im durch­schnitt­li­chen Be­reich, die emo­tio­na­le Ent­wick­lung ver­läuft un­auf­fäl­lig, es wächst in ei­nem Um­feld auf, in dem es rund­um gut be­treut und ge­för­dert wird, es ist kör­per­lich und psy­chisch ge­sund - und doch zei­gen sich in sei­ner sprach­li­chen Ent­wick­lung Auf­fäl­lig­kei­ten. Die­se Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen wer­den als "um­schrie­ben" oder "spe­zi­fisch" be­zeich­net. Es han­delt sich da­bei um die häu­figs­te Form von Sprach­stö­run­gen, die im Kin­des­al­ter auf­tre­ten. Be­trof­fen sind ca. 7 - 8 % der Kin­der; Jun­gen häu­fi­ger als Mäd­chen. 

Wel­che Ar­ten von um­schrie­be­nen Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen gibt es?


Das Ge­biet der spe­zi­fi­schen Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen ist enorm viel­fäl­tig. Dies liegt dar­an, dass Spra­che ein aus­ge­spro­chen kom­ple­xes Sys­tem ist. Da sind zum ei­nen die un­ter­schied­li­chen Sprach­ebe­nen, die be­trof­fen sein kön­nen, also zum Bei­spiel das Sprach­ver­ständ­nis, die Gram­ma­tik, die Aus­spra­che, der Wort­schatz oder die Kom­mu­ni­ka­ti­on. In­ner­halb die­ser Ebe­nen gibt es zu­dem ganz un­ter­schied­li­che Er­schei­nungs­for­men. So kann sich bei­spiels­wei­se ein Dys­gram­ma­tis­mus, also eine die Gram­ma­tik be­tref­fen­de Stö­rung, dar­in äus­sern, dass ein Kind das Verb in­ner­halb ei­nes Sat­zes stets an die fal­schen Stel­le setzt oder dass es Schwie­rig­kei­ten hat, für No­men das kor­rek­te gram­ma­ti­ka­li­sche Ge­schlecht zu ver­wen­den.

Im Wei­te­ren kön­nen die Stö­run­gen ex­pres­siv oder re­zep­tiv sein. Bei ei­ner ex­pres­si­ven Sprach­stö­rung ist die Pro­duk­ti­on der Spra­che be­ein­träch­tigt. Es ist also hör­bar, dass ein be­trof­fe­nes Kind Schwie­rig­kei­ten hat, sei­ne Ge­dan­ken in kor­rek­te Spra­che zu fas­sen. Bei ei­ner re­zep­ti­ven Sprach­stö­rung hin­ge­gen ist das Sprach­ver­ständ­nis be­ein­träch­tigt; dem Kind ge­lingt es nicht, die ver­ba­le Ebe­ne der Kom­mu­ni­ka­ti­on in vol­lem Um­fang zu ver­ste­hen.

Schliess­lich äus­sern sich die Stö­run­gen bei Kin­dern ganz un­ter­schied­lich. Wäh­rend das eine nur in ei­nem be­stimm­ten Be­reich Schwie­rig­kei­ten hat, zei­gen sich bei ei­nem an­de­ren auf ver­schie­de­nen Sprach­ebe­nen Pro­ble­me. Ein Kind kann auch zu­gleich im Sprach­ver­ständ­nis und im Spre­chen be­ein­träch­tigt sein. 

Wor­an er­ken­nen El­tern, dass die Sprach­ent­wick­lung be­ein­träch­tigt ist?


Zwar gibt es schon in den ers­ten bei­den Le­bens­jah­ren An­zei­chen, die auf eine Be­ein­träch­ti­gung der Sprach­ent­wick­lung hin­deu­ten kön­nen. Si­cher dia­gnos­ti­zie­ren lässt sich eine um­schrie­be­ne Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung in der Re­gel je­doch erst ab dem Al­ter von drei Jah­ren. Bei den frü­hen Auf­fäl­lig­kei­ten kann es sich näm­lich auch um ei­nen Rück­stand in der Sprach­ent­wick­lung han­deln, den das Kind von selbst auf­holt. 

Die fol­gen­den Hin­wei­se kön­nen auf eine ver­zö­ger­te oder even­tu­ell ge­stör­te Sprach­ent­wick­lung hin­deu­ten:

  • Das Baby lallt we­nig und spricht sei­ne ers­ten Wört­chen deut­lich spä­ter als gleich­alt­ri­ge Kin­der.

  • Im Al­ter von zwei Jah­ren hat es ei­nen ge­rin­gen Wort­schatz und lernt nur lang­sam neue Wör­ter hin­zu. Vie­le Fach­per­so­nen er­ach­ten in die­sem Al­ter ei­nen Wort­schatz von we­ni­ger als 50 Wör­tern als auf­fäl­lig. Das Kind ver­wen­det noch kei­ne oder nur we­ni­ge Zwei­wort­sät­ze.

  • Im Al­ter von drei Jah­ren ver­wen­det es noch mehr­heit­lich in Ein- und Zwei­wort­sät­ze und spricht nicht in ein­fa­chen län­ge­ren Sät­zen. Auch der Wort­schatz wächst wei­ter­hin lang­sam und die Spra­che kann ins­ge­samt schwer ver­ständ­lich sein. 

  • Im Vor­schul- und Kin­der­gar­ten­al­ter ma­chen sich je nach be­trof­fe­ner Sprach­ebe­ne un­ter­schied­li­che Auf­fäl­lig­kei­ten be­merk­bar: Das Kind bil­det bei­spiels­wei­se Sät­ze nicht kor­rekt oder lässt Wör­ter und Satz­bau­stei­ne weg. Es ver­tauscht Lau­te und ver­schluckt Sil­ben. Oder es bil­det die Mehr­zahl von No­men und die Ver­gan­gen­heits­form von Ver­ben falsch. Im Ver­lauf der Sprach­ent­wick­lung sind sol­che Feh­ler zu­nächst voll­kom­men nor­mal und al­ters­ge­recht. Bei Kin­dern mit ei­ner Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung sind die­se Pro­ble­me je­doch aus­ge­präg­ter und dau­ern län­ger an als bei Gleich­alt­ri­gen. 

  • Im Schul­al­ter macht es oft den An­schein, als hät­te das Kind sei­ne Schwie­rig­kei­ten über­wun­den. Dies trügt je­doch, denn es hat im Lau­fe der Zeit ein­fach Stra­te­gi­en ent­wi­ckelt, um sei­ne Pro­ble­me zu um­schif­fen. Ein be­trof­fe­nes Kind spricht meist in ein­fa­chen, aber kor­rek­ten Sät­zen. Schwie­ri­ge gram­ma­ti­ka­li­sche For­men, kom­ple­xe Sät­ze mit Ne­ben­sät­zen und her­aus­for­dern­de Wör­ter mei­det es je­doch. Eine zu­sam­men­hän­gen­de Ge­schich­te zu er­zäh­len, die für an­de­re nach­voll­zieh­bar ist, fällt ihm mög­li­cher­wei­se schwer. Be­trof­fe­ne Kin­der ha­ben auch oft Mühe da­mit, sinn­bild­li­che oder mehr­deu­ti­ge Spra­che, Hu­mor und Iro­nie zu ver­ste­hen. Lern­schwie­rig­kei­ten und Le­se­recht­schreib­schwä­chen sind im Zu­sam­men­hang mit Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen eben­falls häu­fig.

  • Bei Kin­dern, die mehr­spra­chig auf­wach­sen, zei­gen sich die Auf­fäl­lig­kei­ten in al­len Spra­chen. 

Die Schwie­rig­kei­ten im Spre­chen und / oder Ver­ste­hen wir­ken sich auch auf das So­zi­al­ver­hal­ten des Kin­des aus. Da es we­ni­ger wort­ge­wandt ist als Gleich­alt­ri­ge und viel­leicht auch Mühe hat, an­de­re zu ver­ste­hen, kann es sein, dass es sich mit der Zeit aus Grup­pen zu­rück­zieht und eher am Rand steht. Und weil es ihm nicht so leicht fällt, sei­ne Ge­füh­le mit Wor­ten aus­zu­drü­cken, re­agiert es in schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen oft mit Wei­nen, Frust oder schein­bar trot­zi­gem Ver­hal­ten. Bei be­trof­fe­nen Kin­dern kön­nen zu­dem Auf­fäl­lig­kei­ten in der Fein- und Grob­mo­to­rik so­wie in der Mund­mo­to­rik be­stehen. Auch un­ru­hi­ges, zap­pe­li­ges und un­kon­zen­trier­tes Ver­hal­ten kann im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung ste­hen. 

Wie wird eine Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung the­ra­piert?


Spre­chen Sie die Auf­fäl­lig­kei­ten, die Sie be­ob­ach­ten, bei der kin­der­ärzt­li­chen Kon­troll­un­ter­su­chung an. So kann die wei­te­re Sprach­ent­wick­lung Ih­res Kin­des auf­merk­sam be­ob­ach­tet wer­den, da­mit es früh­zei­tig the­ra­peu­ti­sche Hil­fe be­kommt, falls sich der Ver­dacht ei­ner Stö­rung er­här­tet. Sprach­schwie­rig­kei­ten sind so­wohl für das Kind als auch für die El­tern sehr be­las­tend. Zu wis­sen, war­um dem Kind das Spre­chen so viel Mühe be­rei­tet; zu ver­ste­hen, dass es Grün­de gibt, war­um die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ihm zu­wei­len so schwie­rig ist; fach­li­che Un­ter­stüt­zung zu be­kom­men, da­mit es sei­ne Schwie­rig­kei­ten mehr und mehr über­win­den kann - all dies nimmt sehr viel Druck weg.

Wenn der Ver­dacht be­steht, Ihr Kind könn­te von ei­ner Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung be­trof­fen sein, wird zu­erst ab­ge­klärt, ob den Auf­fäl­lig­kei­ten eine be­stimm­te Ur­sa­che zu­grun­de liegt, zum Bei­spiel eine bis­lang un­er­kann­te Hör­stö­rung oder eine Ent­wick­lungs­stö­rung. Lässt sich für die Auf­fäl­lig­kei­ten kei­ne Ur­sa­che fin­den, wird eine spe­zi­fi­sche Sprach­ent­wick­lungs­stö­rung dia­gnos­ti­ziert. 

Um her­aus­zu­fin­den, wel­che kon­kre­te Un­ter­stüt­zung das Kind be­nö­tigt, wird in ei­ner lo­go­pä­di­schen Un­ter­su­chung fest­ge­stellt, in wel­chem Sprach­be­reich oder in wel­chen Sprach­be­rei­chen sich die Auf­fäl­lig­kei­ten be­merk­bar ma­chen. Auch die bis­he­ri­ge sprach­li­che Ent­wick­lung des Kin­des und all­fäl­li­ge Be­son­der­hei­ten, wie z. B. zwei­spra­chi­ges Auf­wach­sen, wer­den be­rück­sich­tigt. All dies fliesst in die The­ra­pie­pla­nung ein. Die­se wird fort­lau­fend an­ge­passt, denn die kind­li­che Spra­che be­fin­det sich noch in ei­nem ste­ten Wan­del.

In der The­ra­pie wird ei­ner­seits mit spie­le­ri­schen Me­tho­den ge­ar­bei­tet, bei de­nen sprach­li­che Struk­tu­ren in all­tags­na­hen Si­tua­tio­nen an­ge­wen­det wer­den. Macht das Kind Feh­ler, wird es nicht di­rekt kor­ri­giert. Statt­des­sen greift die The­ra­peu­tin sei­ne Äus­se­run­gen auf und wie­der­holt sie in der kor­rek­ten Form. Die­se Ar­beits­wei­se eig­net sich ins­be­son­de­re für jün­ge­re Kin­der oder um das Eis zu bre­chen, wenn das Kind Mühe hat, sich auf das Ge­sche­hen ein­zu­las­sen. Das be­wuss­te und ge­ziel­te Üben von sprach­li­chen Struk­tu­ren ist ein wei­te­rer Be­stand­teil der The­ra­pie. In ei­ner The­ra­pie­stun­de wird meist eine Kom­bi­na­ti­on die­ser bei­den Me­tho­den an­ge­wen­det. 

Wie kön­nen El­tern ihr Kind un­ter­stüt­zen?


So wich­tig die pas­sen­de The­ra­pie für Ihr Kind auch sein mag - am prä­gends­ten ist der All­tag zu Hau­se, in der Kita, im Kin­der­gar­ten oder in der Schu­le. Als El­tern ha­ben Sie dar­um viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, die Sprach­ent­wick­lung Ih­res Kin­des zu un­ter­stüt­zen und zu för­dern. Dies be­deu­tet je­doch nicht, dass Sie die the­ra­peu­ti­sche Ar­beit des Lo­go­pä­den zu Hau­se wei­ter­füh­ren müs­sen. Zwar mag es zu­wei­len Übun­gen ge­ben, die Ihr Kind auch da­heim ma­chen soll­te, Ihr wich­tigs­ter Ein­fluss­be­reich ist je­doch ein an­de­rer: Sie kön­nen eine si­che­re Um­ge­bung schaf­fen, in der sich Ihr Kind mit sei­nen Schwie­rig­kei­ten an­ge­nom­men weiss und in der man ihm auf­merk­sam zu­hört, auch wenn es ihm nicht im­mer leicht fällt, sich aus­zu­drü­cken.

Eine Sprach­um­ge­bung, in der Ihr Kind Freu­de am Spre­chen und Ver­ste­hen ent­wi­ckeln kann, schaf­fen Sie, in­dem Sie 

  • dem Kind un­ge­teil­te Auf­merk­sam­keit schen­ken, wenn es mit Ih­nen spricht. Dies si­gna­li­sie­ren Sie ihm, in­dem Sie Blick­kon­takt her­stel­len, sich auf sei­ne Höhe be­ge­ben, Ihr In­ter­es­se auf das rich­ten, was es ge­ra­de in­ter­es­sant fin­det und sich mög­lichst nicht ab­len­ken las­sen.

  • ge­dul­dig zu­hö­ren, ob­schon Ihr Kind lan­ge braucht, um Ih­nen mit­zu­tei­len, was es sa­gen möch­te. Das be­deu­tet auch, dass Sie es aus­re­den las­sen, wenn Sie schon längst ver­stan­den ha­ben, wor­auf es hin­aus will. 

  • ihm sei­ne Wün­sche nicht von den Au­gen ab­le­sen, son­dern ihm Mut ma­chen, mit Wor­ten aus­zu­drü­cken, was es ha­ben möch­te.

  • Ihre Sprech­wei­se so an­pas­sen, dass es Ih­rem Kind leich­ter fällt, Sie zu ver­ste­hen. Dies ge­lingt, in­dem Sie deut­lich und in ei­ner ein­fach zu ver­ste­hen­den Spra­che spre­chen, All­tags­hand­lun­gen mit Spra­che be­glei­ten und das Ge­sag­te mit mit Ges­ten und Mi­mik un­ter­strei­chen. Wör­ter und Lau­te, die Ihr Kind ler­nen soll, kön­nen Sie mög­lichst bei­läu­fig leicht be­to­nen. Wenn Sie mer­ken, dass Ihr Kind et­was nicht ver­stan­den hat, wie­der­ho­len Sie das Ge­sag­te mit an­de­ren Wor­ten.

  • Ihr Kind nicht di­rekt auf Feh­ler hin­wei­sen. Grei­fen Sie statt­des­sen das Ge­sag­te in Ih­rer Ant­wort auf und ver­wen­den Sie da­bei die kor­rek­te Form.  

  • auf Drill ver­zich­ten und es nicht dazu auf­for­dern, Ih­nen Wör­ter, die Sie vor­sa­gen, rich­tig nach­zu­spre­chen.

  • es nicht da­für kri­ti­sie­ren, wie es spricht. Ein har­sches "Sprich laut und deut­lich, ich ver­ste­he ja kein Wort!" ist sehr ver­let­zend. Er­mu­ti­gen Sie statt­des­sen Ihr Kind, zu wie­der­ho­len, was es ge­sagt hat, weil Sie es noch nicht ver­stan­den ha­ben. 

  • In­ter­es­se zei­gen an den Din­gen, für die sich Ihr Kind be­geis­tert.

  • im All­tag vie­le po­si­ti­ve Sprach­er­leb­nis­se mög­lich ma­chen, z. B. mit ge­mein­sa­mem Sin­gen, Ab­zähl­rei­men, selbst er­fun­de­nen Ge­schich­ten, Spie­len und Wim­mel­bü­chern etc. Las­sen Sie Ihr Kind aus­wäh­len, wel­che Bil­der­bü­cher es sich an­schau­en und wel­che Hör­spie­le es hö­ren möch­te. Ein Kin­der­buch mag päd­ago­gisch noch so wert­voll sein - wenn es Ih­rem Kind nicht ge­fällt, macht das Ge­schich­ten­er­zäh­len kei­nen Spass. Und es soll ja in ers­ter Li­nie die Er­fah­rung ma­chen, dass Spra­che Freu­de be­rei­ten kann. 

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Letzte Aktualisierung: 09.05.2022, TV

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