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Kind lacht in die Kamera
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5 Jah­re alt – Zeit mit Freun­den ver­brin­gen


Die Welt Ih­res Kin­des wird grös­ser. Es wird frei­er und un­ab­hän­gi­ger, weil es gros­sen Spass dar­an hat, mit Freun­den zu spie­len. Zwi­schen Phan­ta­sie und Wirk­lich­keit zu un­ter­schei­den, ist noch nicht so ein­fach und Sie wer­den wohl ei­ni­ge aben­teu­er­li­che Ge­schich­ten zu hö­ren be­kom­men.

Die Grob­mo­to­rik ...


Kin­der ha­ben mit 5 Jah­ren ein si­che­res Gleich­ge­wicht. Ren­nen, Trep­pen­stei­gen, auf ei­nem Bein hüp­fen und ba­lan­cie­ren sind all­täg­lich ge­wor­den und die Be­we­gungs­ab­läu­fe sind flies­send. In die­sem Al­ter sit­zen Kin­der eher sel­ten still, zu gross sind die Aben­teu­er­lust und der Drang nach Be­we­gung.

Mit dem Trot­ti­nett sind sie zü­gig un­ter­wegs, auch auf Stel­zen kön­nen Kin­der in die­sem Al­ter ge­hen. Wäh­rend des sechs­ten Le­bens­jah­res ler­nen vie­le Kin­der Fahr­rad fah­ren. Hin­der­nis­se wer­den er­klet­tert und ei­nen Ball kön­nen Fünf­jäh­ri­ge mit bei­den Hän­den aus grös­se­rer Ent­fer­nung fan­gen.

In vie­len Sport­ver­ei­nen ha­ben Kin­der in die­sem Al­ter die Mög­lich­keit, ih­rer Lei­den­schaft re­gel­mäs­sig nach­zu­ge­hen. Tan­zen, Schlitt­schuh­lau­fen, Fuss­ball oder Ka­ra­te: Las­sen Sie Ihr Kind aus­pro­bie­ren, was ihm am bes­ten ge­fällt. Rech­nen Sie aber auch da­mit, dass es nach ei­nem Jahr et­was an­de­res pro­bie­ren möch­te. Er­mu­ti­gen Sie es je­doch, nicht zu schnell auf­zu­ge­ben. Bis eine Sa­che an­fängt, rich­tig Spass zu ma­chen, braucht es zu­wei­len ein we­nig Durch­hal­te­ver­mö­gen.

... und Fein­mo­to­rik von Fünf­jäh­ri­gen


Zum Ma­len hal­ten fünf­jäh­ri­ge Kin­der den Stift zwi­schen Dau­men und Zei­ge­fin­ger und die Zeich­nun­gen kön­nen schon sehr de­tail­liert sein. Zum Bei­spiel wer­den be­reits Hüte oder die Knöp­fe von Klei­dung ge­zeich­net oder gan­ze Sze­nen ge­malt. Auch Buch­sta­ben wer­den ab­ge­schrie­ben, vor al­lem die­je­ni­gen des ei­ge­nen Na­mens. Es kann durch­aus vor­kom­men, dass das Kind die­se zu­erst ein­mal spie­gel­ver­kehrt schreibt. Kin­der, die ger­ne bas­teln, kön­nen schon sehr ge­schickt mit ei­ner Sche­re im Zick­zack oder ei­nen Kreis schnei­den.

Nun kön­nen auch klei­ne­re Le­go­tei­le ver­baut oder Bü­gel­per­len­bil­der ge­stal­tet wer­den. An- und Aus­zie­hen kön­nen vie­le Fünf­jäh­ri­ge al­lei­ne, nur der Ho­sen­knopf be­rei­tet ih­nen even­tu­ell noch ein we­nig Mühe. 

So spre­chen fünf­jäh­ri­ge Kin­der


Mit fünf Jah­ren kön­nen Kin­der in der Re­gel über al­les re­den, was sie be­schäf­tigt. Auch der zeit­li­che Ab­lauf des Er­zähl­ten stimmt nun, die Ge­schich­ten kön­nen aber emo­ti­ons­ge­la­den even­tu­ell noch et­was aus­ge­schmückt sein.

Die Sprach­ent­wick­lung ist schon bei zwei­jäh­ri­gen Kin­dern sehr un­ter­schied­lich. Mit fünf Jah­ren kön­nen Un­ter­schie­de wei­ter­hin vor­han­den sein, wenn auch we­ni­ger deut­lich. Bei man­chen Kin­dern ist die Gram­ma­tik noch et­was un­si­cher oder die Sprech­ge­schwin­dig­keit ein we­nig lang­sam.

Wahr­neh­men, den­ken und er­ken­nen


All­mäh­lich lö­sen die Wahr­neh­mung und das lo­gi­sche Den­ken die ma­gi­sche Pha­se ab, in der das Kind vie­le Fra­gen mit­hil­fe sei­ner Phan­ta­sie ge­klärt hat. In die­sem Al­ter kön­nen man­che Kin­der bis zehn zäh­len, sie er­ken­nen auch ge­schrie­be­ne Zah­len und kön­nen die Au­gen ei­nes Wür­fels ei­ner Zahl zu­ord­nen, ohne die­se zu zäh­len. 

Wenn es sich sel­ber an­zieht, er­kennt ein Kind die Vor­der- und Rück­sei­te der Klei­dung, was aber nicht be­deu­ten muss, dass es sich dann auch dar­an hält.

Jetzt be­gin­nen Kin­der, sich für die Zeit zu in­ter­es­sie­ren. Die Uhr zu le­sen ge­lingt zwar nicht vie­len Fünf­jäh­ri­gen, aber sie wis­sen, dass man da­mit die Zeit mes­sen kann und er­ken­nen den Un­ter­schied zwi­schen Mor­gen und Abend. Trotz­dem kann es noch vor­kom­men, dass ein Kind beim Nacht­es­sen denkt, es hand­le sich um das Mit­tag­essen. 

Das so­zia­le Ver­hal­ten


Wenn Ihr Kind be­reits den Kin­der­gar­ten be­sucht, hat es sich dort wahr­schein­lich gut ein­ge­lebt, Freun­de ge­fun­den und sich mit die­sen auch schon aus­ser­halb des Kin­der­gar­tens zum Spie­len ge­trof­fen. Rol­len­spie­le sind in die­sem Al­ter sehr be­liebt. Da­bei ist es den Kin­dern sehr wich­tig, dass sich alle ge­nau an die Vor­ga­ben hal­ten.

Ihr Kind hat auch ge­lernt, zu tei­len und die ei­ge­nen Be­dürf­nis­se zu­guns­ten an­de­rer et­was zu­rück­zu­neh­men. Jün­ge­re Kin­der, wie zum Bei­spiel Ge­schwis­ter, wer­den häu­fig be­schützt und um­sorgt.

Ob­wohl Fünf­jäh­ri­ge Spiel­re­geln ein­hal­ten kön­nen, kann es sein, dass sie nun zu mo­geln be­gin­nen oder die Re­geln zu ih­ren Guns­ten neu aus­le­gen. Ein schlech­tes Ge­wis­sen ha­ben sie des­we­gen nicht, denn ge­win­nen ist in die­sem Al­ter al­les. Ver­su­chen Sie es ge­las­sen zu neh­men, denn wenn Sie auf den Re­geln be­har­ren oder ein schum­meln­des Kind bloss­stel­len, wird es die Lust am Spie­len ver­lie­ren.

Emo­tio­na­le Ent­wick­lung


Mit fünf Jah­ren sind sich Kin­der ih­rer Emo­tio­nen be­wusst und kön­nen auch dar­über re­den. Sie er­ken­nen an­hand der Kör­per­spra­che, wie es ih­rem Ge­gen­über geht. Ab jetzt kann Ihr Kind sich auch an emo­tio­na­le Er­eig­nis­se, wie zum Bei­spiel sei­nen Ge­burts­tag, de­tail­liert er­in­nern.

Es kann durch­aus vor­kom­men, dass Ihr Kind sich jetzt für et­was schämt oder ein schlech­tes Ge­wis­sen hat. Dies be­deu­tet, dass es sein Ver­hal­ten er­kennt und auch ein­ge­steht, dass es et­was ge­tan hat, wo­mit die El­tern nicht ein­ver­stan­den sind. 

Ob­schon Ihr Kind Sie nun nicht mehr so stark braucht wie in den Jah­ren zu­vor und selb­stän­dig wird, ist es nach wie vor auf Zu­nei­gung und en­gen Kör­per­kon­takt an­ge­wie­sen. Sie be­mer­ken dies wahr­schein­lich vor al­lem dann, wenn es krank oder müde ist oder Kum­mer hat.

Je­des Kind ist an­ders


Alle die­se Fer­tig­kei­ten und Fä­hig­kei­ten, die wir be­schrei­ben, sind Durch­schnitts­wer­te. Je­des Kind ent­wi­ckelt sich in sei­nem ei­ge­nen Tem­po, die ei­nen et­was schnel­ler, die an­de­ren las­sen sich mehr Zeit. Sei­en sie nicht ver­un­si­chert, wenn Ihr Kind zum Bei­spiel sei­nen Na­men noch nicht schrei­ben kann. So ein­zig­ar­tig je­des Kind ist, so ein­zig­ar­tig ist auch sei­ne Ent­wick­lung.

Her­aus­for­de­run­gen


Je­des Al­ter birgt be­son­de­re Her­aus­for­de­run­gen für die El­tern. Bei ei­nem 5-jäh­ri­gen Kind kön­nen dies fol­gen­de sein:

  • Der Stras­sen­ver­kehr ist nach wie vor ein gros­ses Ri­si­ko­ge­biet für Kin­der und wahr­schein­lich sind sie jetzt für den Weg in den Kin­der­gar­ten auch re­gel­mäs­sig al­lei­ne un­ter­wegs.

  • Mit fünf Jah­ren er­füllt Ihr Kind die kör­per­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, um schwim­men ler­nen. So nimmt die Ge­fahr des Was­sers ein we­nig ab.

  • Fünf­jäh­ri­ge sam­meln gern. Das ist ja ei­gent­lich et­was sehr Schö­nes. Nur wenn sich die Sam­mel­lei­den­schaft auf Schne­cken, Re­gen­wür­mer oder Gras­hüp­fer be­zieht, die es in heim­lich in sein Zim­mer schmug­gelt, wird es et­was schwie­rig.

  • Die Ver­lo­ckung der di­gi­ta­len Me­di­en wird im­mer grös­ser. Wenn Sie Ih­rem Kind das Ta­blet ge­ben, rich­ten Sie eine App ein, mit der Sie ei­ner­seits ge­wis­se In­hal­te sper­ren und auch kon­trol­lie­ren kön­nen, was Ihr Kind sich an­ge­se­hen hat.

  • Zu zweit ha­ben Kin­der die noch gross­ar­ti­ge­ren Ide­en als al­lei­ne. Wenn also ein Freund bei Ih­rem Kind zu Be­such ist und es auf­fäl­lig ru­hig zu und her geht, wer­fen Sie bes­ser ei­nen Kon­troll­blick ins Zim­mer.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Ab frü­hes­tens drei, bes­ser erst mit vier Jah­ren, kann man die Klei­nen zum ers­ten Mal auf Skis stel­len. Na­he­zu je­des Ski­ge­biet ver­fügt in­zwi­schen über ei­nen oder meh­re­re "Ba­by­lif­te" und bie­tet gute Kur­se an. Kin­der soll­ten so oder so auf je­den Fall auf der Pis­te ei­nen Helm tra­gen. Die­se schüt­zen …
Eine Tour mit Kin­dern ist im­mer sehr an­stren­gend, selbst wenn Ihr Klei­nes schon ei­ni­ge kur­ze Stre­cken sel­ber läuft. Selbst Kin­der im Kin­der­gar­ten­al­ter ma­chen nach zwei, ma­xi­mal drei Ki­lo­me­tern schlapp. So lo­bens­wert es ist, mit Kin­dern wan­dern und spa­zie­ren zu ge­hen: Lie­ber mehr­mals raus an die …
kurz&bündigkurz&bündig
2/22/2019
ausgefallener Milchzahn

End­lich eine Zahn­lü­cke!

Angst, Scham, Freu­de oder Stolz: Was füh­len Kin­der, wenn sie ih­ren ers­ten Milch­zahn ver­lie­ren ? Rund 80 Pro­zent der …
Letzte Aktualisierung: 09.04.2021, KM
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