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Wann kann ein Wind­po­cken­kind wie­der in den Kin­der­gar­ten ge­hen?

Wann kann ein Wind­po­cken­kind wie­der in den Kin­der­gar­ten ge­hen?

Nach den Emp­feh­lun­gen der Kan­tons­ärz­tin­nen und -ärz­te in der Schweiz (VKS) gibt es kei­nen ver­nünf­ti­gen Grund, Kin­der mit ei­ner  In­fek­ti­ons­krank­heit wie Mumps, Rö­teln oder Wind­po­cken vom Be­such von Ge­mein­schafts­ein­rich­tun­gen wie Krip­pen, Kin­der­gär­ten und Schu­len aus­zu­schlies­sen. Sie soll­ten aber ge­sund­heit­lich dazu in der Lage sein und kei­nen schwe­ren Krank­heits­ver­lauf ha­ben, weil dann der pfle­ge­ri­sche Mehr­auf­wand in der In­sti­tu­ti­on Pro­ble­me ma­chen kann.

Ers­tens sind die­se In­fek­ti­ons­krank­hei­ten in den Ta­gen vor Aus­bruch der Er­kran­kung am an­ste­ckends­ten und ha­ben sich also so­wie­so schon in der Ein­rich­tung ver­brei­tet, wenn die ers­ten Fäl­le auf­tre­ten. Zwei­tens sind die Kin­der ab dem 5. bis 7. Krank­heits­tag kaum noch an­ste­ckend - auch wenn die letz­te Krus­te noch nicht ab­ge­fal­len ist. Drit­tens steigt die Kom­pli­ka­ti­ons­ra­te die­ser In­fek­ti­ons­krank­hei­ten mit zu­neh­men­dem Al­ter, so dass eine frü­he Er­kran­kung durch­aus wün­schens­wert ist.

Ein Wind­po­cken­kind muss nicht streng iso­liert wer­den. Es darf zu al­len Kin­dern Kon­takt ha­ben, die schon Wind­po­cken ge­habt ha­ben. Ein Schul­aus­schluss von ge­sun­den Kin­dern (im sel­ben Haus­halt / in der­sel­ben Klas­se) ist nicht ge­recht­fer­tigt.

WICH­TIG: Es soll­ten sich in der­sel­ben Ein­rich­tung kei­ne ge­fähr­de­ten im­mun­ge­schwäch­ten Kin­der be­fin­den (z.B. nach Krebs­the­ra­pie oder Or­gan­trans­plan­ta­ti­on). Die El­tern sol­cher Kin­der (bei Schul­kin­dern auch der Schul­arzt) müs­sen vom Per­so­nal in­for­miert wer­den. Auch Schwan­ge­re, die nicht im­mun sind, soll­ten kei­nen di­rek­ten Kon­takt ha­ben.

Letzte Aktualisierung: 03.03.2020, BH
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