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Schwangere cremt sich den Bauch ein
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Quer­la­ge


Eine Quer­la­ge, bei der das Köpf­chen auf der lin­ken Sei­te und die Füss­chen auf der rech­ten Sei­te oder um­ge­kehrt ge­tas­tet wer­den, ist sehr sel­ten. Ur­sa­che kann sein, dass das Kind zu­viel Raum zur Ver­fü­gung hat: wenn es selbst zu klein für sein Al­ter ist, zu­viel Frucht­was­ser vor­han­den ist oder die Bauch­wand bzw. Ge­bär­mut­ter­wand zu schlaff ist (z.B. nach vie­len Ge­bur­ten). Auch wenn Hin­der­nis­se im klei­nen Be­cken lie­gen, wie eine vor­lie­gen­de Pla­zen­ta oder sehr gros­se Myo­me, kann es zu ei­ner Quer­la­ge kom­men. Aus­ser­dem ist die Quer­la­ge et­was häu­fi­ger bei Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten zu se­hen.

Die Quer­la­ge kann sich von selbst kor­ri­gie­ren und ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft, manch­mal auch erst beim Ein­set­zen der We­hen, zu ei­ner un­kom­pli­zier­ten Schä­del- oder ei­ner nicht ganz so ein­fa­chen Steiss­la­ge  wer­den. Wenn das Baby in der Quer­la­ge bleibt, kann nicht nor­mal ent­bun­den wer­den und ein Kai­ser­schnitt ist aus Si­cher­heits­grün­den er­for­der­lich. Denn die Ri­si­ken ei­ner va­gi­na­len Ge­burt sind nicht ge­ring: Es kann zum Arm­vor­fall und Ein­kei­len der Schul­ter, zum Ge­burts­still­stand und so­gar zu ei­nem Ge­bär­mut­ter­riss (Ute­rus­rup­tur) kom­men.

Das gröss­te Pro­blem der Quer­la­ge ist, dass beim Plat­zen der Frucht­bla­se die Na­bel­schnur in die Schei­de vor­fal­len kann, da we­der Kopf noch Ge­säss den Be­cken­aus­gang blo­ckie­ren und dies ver­hin­dern. Solch ein Na­bel­schnur­vor­fall ver­langt das so­for­ti­ge Ein­grei­fen der Heb­am­me oder des Ge­burts­hel­fers, da­mit das Baby so schnell und si­cher wie mög­lich ent­bun­den wird. Nor­ma­ler­wei­se wird dann ein Kai­ser­schnitt durch­ge­führt. Aus die­sem Grund müs­sen Frau­en mit ei­nem Kind in Quer­la­ge die End­pha­se der Schwan­ger­schaft oft im Spi­tal ver­brin­gen, bis die We­hen ein­set­zen oder das Baby nicht mehr quer liegt.

Letzte Aktualisierung: 08.04.2020, BH
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