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                              Mädchen mit Nuggi
                              ©
                              iStock

                              Nug­gi ab­ge­wöh­nen - aber wie?


                              Er spen­det Trost und stillt den Saug­re­flex: In den ers­ten Le­bens­mo­na­ten ei­nes Kin­des ist der Be­ru­hi­gungs­sau­ger ein nütz­li­cher Be­glei­ter. Er wirkt auf das Kind tat­säch­lich be­ru­hi­gend und gibt ihm Si­cher­heit. Doch mit der Schnul­ler­ent­wöh­nung soll­ten El­tern nicht zu lan­ge war­ten.

                              Der rich­ti­ge Zeit­punkt fürs Ab­ge­wöh­nen


                              Schon im Al­ter von acht Mo­na­ten, wenn das Saug­be­dürf­nis nicht mehr so stark ist, soll­te das Baby den Nug­gi sel­te­ner be­kom­men. Der ers­te Ge­burts­tag könn­te ein gu­ter Zeit­punkt sein, dem Kind den Schnul­ler ganz ab­zu­ge­wöh­nen. Denn je äl­ter die Kin­der wer­den, umso schwe­rer fällt es ih­nen, sich den Nug­gi nicht mehr bei je­der Ge­le­gen­heit in den Mund zu ste­cken.

                              Die Ent­wöh­nung klappt na­tür­lich nicht bei al­len Kin­dern gleich schnell. Vor al­lem nachts wird der Schnul­ler oft noch ge­braucht. Dann kann man ihn in das Ein­schlafri­tu­al ein­bin­den. Beim Bil­der­buch an­schau­en darf das Kind den Nug­gi zum Bei­spiel noch im Mund ha­ben, ins Bett soll­te er dann aber nicht mit­ge­ge­ben wer­den.

                              Grund­sätz­lich soll­ten El­tern den Schnul­ler nie­mals of­fen her­um­lie­gen las­sen oder ihn gar von sich aus dem Kind an­bie­ten. Oft ist gar nicht der Schnul­ler selbst ge­wünscht, son­dern das Ge­fühl, wel­ches das Kind da­mit ver­bin­det. Be­schäf­ti­gung mit dem Kind oder ein paar Schmu­se­mi­nu­ten len­ken ab. Nur in Aus­nah­me­fäl­len, etwa wenn die El­tern wie bei ei­ner Au­to­fahrt kei­ne Hand frei­ha­ben, kön­nen sie auf den Nu­ckel zu­rück­grei­fen.

                              Auf kei­nen Fall soll­ten Sie den Nug­gi ein­fach ver­schwin­den las­sen. Sie müs­sen sonst da­mit rech­nen, dass Ihr Kind zum Dau­men­lut­scher wird. Und das ist für die Ge­bis­s­ent­wick­lung nicht bes­ser.

                              Mit dem Nug­gi in den Kin­der­gar­ten?


                              Ein Kind soll­te idea­ler­wei­se im drit­ten Le­bens­jahr, spä­tes­tens aber beim Ein­tritt in den Kin­der­gar­ten, kei­nen Be­ru­hi­gungs­sau­ger mehr brau­chen. In ei­nem sol­chen Fall dro­hen blei­ben­de Ge­biss­schä­den.

                              In den meis­ten Fäl­len hat sich bis da­hin der Ab­schied vom Nug­gi schon von al­lei­ne er­ge­ben. Klei­ne­re Rück­fäl­le sind da ei­gent­lich kein Pro­blem. Wer­den Sie aber hell­hö­rig, wenn ein Kind, wel­ches den Schnul­ler nur noch zum Schla­fen woll­te, plötz­lich wie­der tags­über nu­ckelt und häu­fig trau­rig ist. Mög­li­cher­wei­se ist et­was pas­siert, was dem Kind sehr zu schaf­fen macht, wie zum Bei­spiel Stress in der Kita.

                              Tipps zum Nug­gi-Ab­ge­wöh­nen


                              Wir ha­ben für Sie ei­ni­ge Ide­en ge­sam­melt, wie Sie Ih­rem Kind den Ab­schied vom Nug­gi er­leich­tern kön­nen:

                              • Ma­chen Sie mit Ih­rem Kind aus, bei wel­chen Ge­le­gen­hei­ten es den Nug­gi ha­ben darf. Zum Bei­spiel zum Ein­schla­fen oder beim Au­to­fah­ren. 

                              • Wenn die Schnul­ler nicht über­all her­um­lie­gen, ste­cken sie sich die Kin­der auch nicht aus Lan­ge­wei­le in den Mund. Wird er also ge­ra­de nicht ge­braucht, könn­te der Schnul­ler in ei­nem Schatz­käst­chen lie­gen. Dort schläft der Nug­gi und ruht sich aus. Man­che Kin­der de­cken ihn so­gar mit ei­nem Deck­chen zu. 

                              • Bei grös­se­ren Kin­dern ab 2 Jah­ren funk­tio­nie­ren oft lo­gi­sche Ar­gu­men­te. Wenn Sie Ihr Kind bei­spiels­wei­se nicht ver­ste­hen, wenn es mit dem Schnul­ler im Mund spricht, bit­ten Sie es, ihn her­aus­zu­neh­men. Oft­mals ver­ges­sen Kin­der da­nach, ihn sich wie­der in den Mund zu ste­cken.

                              • Er­zäh­len Sie Ih­rem Kind, wie toll es sei, dass so ein gros­ser Jun­ge oder gros­ses Mäd­chen sei­nen Schnul­ler nur noch we­nig brau­che.

                              • Schla­gen Sie Ih­rem Kind ein Tausch­ge­schäft vor: Der Nug­gi ge­gen ein Ge­schenk der Nug­gi­fee. Sam­meln Sie zu­sam­men mit Ih­rem Kind alle Nug­gis in ei­nen Kar­ton, stel­len Sie ihn vor die Tür und stau­nen Sie am nächs­ten Mor­gen über die ver­schwun­de­nen Sau­ger und das Ge­schenk, das jetzt an ih­rer Stel­le im Kar­ton liegt. Der Os­ter­ha­se oder der Sa­mich­laus sind eben­falls an al­ten Nug­gis in­ter­es­siert und hin­ter­las­sen ei­nen Schog­gi­ha­sen oder ein Chlaus­säck­li.

                              • Ver­schi­cken Sie und Ihr Kind ein Päck­li mit den al­ten Nug­gis an eine "ge­hei­me" Adres­se. Das Got­ti oder die Gross­mutter schi­cken dann an­onym eine Über­ra­schung zu­rück.

                              • Bau­en Sie mit Ih­rem Kind ein klei­nes Holz­floss, set­zen Sie den Nug­gi drauf und las­sen Sie das Floss den Bach hin­ab­glei­ten. Oder bin­den Sie den Nug­gi an ei­nen Bal­lon und las­sen ihn in den Him­mel flie­gen.

                              • Ver­gra­ben Sie den Nug­gi ge­mein­sam im Gar­ten. Am nächs­ten Tag ist dort ein klei­nes Bäum­chen ge­wach­sen, an dem ein Ge­schenk hängt. 

                              • Der Ab­schied vom Nug­gi wird wie ein klei­nes Fest von der gan­zen Fa­mi­lie ge­fei­ert. Las­sen Sie Ihr Kind den Nug­gi bei Ker­zen­licht in den Ab­fall­ei­mer wer­fen und ge­ben Sie ihm ein Ge­schenk da­für.

                              • Der Stock­hol­mer Zoo sam­melt Nug­gis "für die Tierba­bys". Viel­leicht gibt es eine sol­che Ak­ti­on auch in Ih­rem Zoo, Tier­park oder Tier­heim?

                              • Vie­le Kin­der­ärz­te neh­men Nug­gis von Ih­ren klei­nen Pa­ti­en­ten an und tau­schen Sie ge­gen ein klei­nes Spiel­zeug.

                              • Als Er­satz ha­ben Kie­fer­chir­ur­gen eine Mund­vor­hof­plat­te ent­wi­ckelt. Sie be­steht aus ei­nem elas­ti­schen Si­li­kon­schild mit seit­li­chen Auf­bis­sen für die Ba­cken­zäh­ne, zwi­schen den Schnei­de­zäh­nen ist aber nichts, was sie aus­ein­an­der­drängt - wie ein Schnul­ler ohne Sau­ger. Der Biss schliesst sich, die KIn­der trai­nie­ren den Lip­pen­schluss.

                              Haben Sie weitere Tipps? Das swissmom-Team nimmt sie gerne per Mail entgegen.

                              Aber die wich­tigs­te und bes­te Me­tho­de: Vie­le Ex­tra-Ku­schel­run­den - wer braucht da noch den Nug­gi?

                              Letzte Aktualisierung: 17.09.2020, BH/KM

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