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                              Familie schläft zusammen im Elternbett
                              ©
                              GettyImages

                              Fa­mi­li­en­bett wi­der Wil­len


                              El­tern und Kin­der in ei­nem ein­zi­gen gros­sen Bett? Für man­che Müt­ter und Vä­ter ist das eine traum­haf­te Vor­stel­lung und dar­um ge­stal­ten sie mit viel Lie­be und Hin­ga­be eine wun­der­ba­re Schlaf­land­schaft, die den un­ter­schied­li­chen Be­dürf­nis­sen der Fa­mi­li­en­mit­glie­der ge­recht wird. An­de­re hin­ge­gen möch­ten ganz ger­ne ohne ihre Kin­der schla­fen, hö­ren aber nachts im­mer wie­der klei­ne Füs­se durch den Flur tap­sen und fin­den sich kurz dar­auf vom quer lie­gen­den Nach­wuchs an die Bett­kan­te ge­drängt. So geht es Nacht für Nacht und plötz­lich hat man ein Fa­mi­li­en­bett, ob­schon das nie so ge­plant war.

                              Na­tür­lich kön­nen Sie sich ir­gend­wie da­mit ar­ran­gie­ren, in be­eng­ten Ver­hält­nis­sen zu schla­fen, doch wenn Sie Ihr Bett nur wi­der­wil­lig mit den Kin­dern tei­len, ist das auf Dau­er kei­ne Lö­sung. Ver­mut­lich wird ir­gend­wann auch Ihr Rü­cken pro­tes­tie­ren, wenn Sie im­mer wie­der frus­triert das Sofa auf­su­chen, um we­nigs­tens ein paar Stun­den un­ge­stör­ten Schlaf zu be­kom­men.

                              Das Kind stört Ih­ren Schlaf nicht ab­sicht­lich


                              In ei­nem ers­ten Schritt ist es si­cher hilf­reich, wenn Sie sich be­wusst ma­chen, dass Kin­der nicht zu den El­tern ins Bett ge­kro­chen kom­men, um ih­nen auf den Ner­ven her­um­zu­tan­zen. Meis­tens steckt hin­ter den nächt­li­chen Be­su­chen näm­lich ein ech­tes Be­dürf­nis nach Nähe. Viel­leicht müs­sen die klei­nen Welt­ent­de­cker die Ku­schel­zeit nach­ho­len, für die sie tags­über vor lau­ter Aben­teu­er­lust kei­ne Zeit hat­ten. Viel­leicht wirkt auch al­les, was bei Ta­ges­licht be­trach­tet voll­kom­men harm­los war, plötz­lich so be­droh­lich, wenn es im Kin­der­zim­mer dun­kel wird. Oder viel­leicht ge­hört Ihr Kind zu den Men­schen, die nachts auf gar kei­nen Fall al­lei­ne schla­fen möch­ten.

                              Zer­bre­chen Sie sich nicht un­nö­tig den Kopf, wenn Sie kei­nen ein­deu­ti­gen Grund für die nächt­li­chen Be­su­che aus­ma­chen kön­nen. Wich­tig ist in ers­ter Li­nie die Er­kennt­nis, dass Ihr Kind kein klei­nes Mons­ter ist, das Ih­nen bös­wil­lig die Nacht­ru­he rau­ben will. Dies hilft Ih­nen, die Sa­che ge­las­se­ner zu se­hen. Dann steht nicht mehr die Fra­ge im Zen­trum, wie Sie die un­ge­be­te­nen Gäs­te mög­lichst schnell wie­der aus Ih­rem Bett be­kom­men. Statt des­sen kön­nen Sie sich dar­auf kon­zen­trie­ren, wie Sie es schaf­fen, dem kind­li­chen Be­dürf­nis nach nächt­li­cher Nähe nach­zu­kom­men, ohne dass da­bei Ihr Be­dürf­nis nach Schlaf auf der Stre­cke bleibt.

                              Nähe bie­ten,...


                              Für man­che El­tern sieht die Lö­sung so aus, dass sie dem Fa­mi­li­en­bett halt doch eine Chan­ce ge­ben. Mit ei­nem grös­se­ren Bett oder ei­nen Ma­trat­zen­la­ger schaf­fen sie ge­nü­gend Platz, so dass alle be­quem schla­fen kön­nen. An­de­re blei­ben da­bei, dass sie ihr Bett nicht mit den Kin­dern tei­len möch­ten, stel­len aber ein Bei­stell­bett für die nächt­li­chen Be­su­cher ins El­tern­schlaf­zim­mer. Wie­der an­de­re le­gen eine Ma­trat­ze ins Kin­der­zim­mer, um beim Kind schla­fen zu kön­nen, wenn es nicht al­lei­ne sein kann. Falls Sie meh­re­re Kin­der ha­ben, kann es auch sinn­voll sein, die Ge­schwis­ter im glei­chen Zim­mer schla­fen zu las­sen,  da­mit nachts kein Ge­fühl von Ein­sam­keit auf­kommt. 

                              ...ohne die Pri­vat­sphä­re ganz auf­zu­ge­ben


                              Über die Fra­ge, wie sie dem kind­li­chen Be­dürf­nis nach nächt­li­cher Nähe ge­recht wer­den kön­nen, ma­chen sich die meis­ten El­tern vie­le Ge­dan­ken. Der ei­ge­ne Wunsch nach Ruhe und Pri­vat­sphä­re geht dar­ob lei­der oft ver­ges­sen. Wenn das El­tern­schlaf­zim­mer zum Fa­mi­li­en­schlaf­zim­mer wird, ver­lie­ren Mama und Papa nicht sel­ten ih­ren ein­zi­gen Rück­zugs­ort. Ob es Ih­nen nun mit­ten in der Nacht zu eng wird im Fa­mi­li­en­bett, ob Sie krank sind und Ruhe brau­chen oder ob Sie die Zwei­sam­keit mit Ih­rem Part­ner ge­nies­sen möch­ten, ohne da­bei dem Schnar­chen der Kin­der zu lau­schen – zum Aus­wei­chen bleibt oft nur das Sofa.

                              So­fern es die räum­li­chen Ver­hält­nis­se zu­las­sen ist ein Zim­mer oder zu­min­dest eine Ni­sche, die ganz den El­tern ge­hört, dar­um be­stimmt kein un­nö­ti­ger Lu­xus. Wenn ein Kind schon grös­ser ist, kön­nen Sie sich mit ihm dar­über un­ter­hal­ten, ob es auch an­de­re Wege gibt, wie es sein Be­dürf­nis nach Nähe stil­len kann, so dass es nur noch im Not­fall zu Ih­nen ins Bett kommt, bei­spiels­wei­se, wenn es sich vor et­was fürch­tet.

                              Eine Pa­tent­lö­sung für Näch­te, in de­nen kei­ner zu kurz kommt, gibt es nicht. Wich­tig ist aber, dass Sie die Din­ge nicht ein­fach zäh­ne­knir­schend hin­neh­men, son­dern ak­tiv nach ei­ner Lö­sung su­chen, hin­ter der alle Be­tei­lig­ten ste­hen kön­nen. Un­ter Um­stän­den kann es meh­re­re Jah­re dau­ern, bis die El­tern ihr Bett wie­der jede Nacht ganz für sich ha­ben und gu­ter Schlaf ist ein­fach zu wich­tig, als dass man sich über län­ge­re Zeit mit ei­ner un­be­frie­di­gen­den Lö­sung ab­fin­den soll­te. 

                              Letzte Aktualisierung: 28.01.2021, TV

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