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                              Übermüdete Mutter beim nächtlichen Stillen
                              ©
                              GettyImages

                              Der Traum vom un­ge­stör­ten Durch­schla­fen


                              Acht Stun­den am Stück schla­fen wie ein Stein, ohne auch nur ein ein­zi­ges Mal auf­zu­wa­chen – was wir uns un­ter Durch­schla­fen vor­stel­len, gibt es auf die­se Wei­se gar nicht. Der Schlaf ver­läuft in ver­schie­de­nen Pha­sen, da­zwi­schen wa­chen wir im­mer wie­der kurz auf. An die­ses Auf­wa­chen er­in­nern wir uns aber nur, wenn die Wach­pha­se et­was län­ger ge­dau­ert hat und wir nicht in der Lage wa­ren, pro­blem­los zu­rück in den Schlaf zu fin­den. 

                              War­um Ba­bys in der Nacht er­wa­chen


                              Wenn ein drei Mo­na­te al­tes Baby sechs Stun­den am Stück schläft, kön­nen sich die El­tern schon sehr glück­lich schät­zen, denn dann hat es das ge­lernt, was die Ex­per­ten als Durch­schla­fen be­zeich­nen. Grös­se­re Kin­der und Er­wach­se­ne schla­fen meist so­fort wie­der ein, nach­dem sie kurz auf­ge­wacht sind. Ein Baby je­doch muss dies erst ler­nen und braucht dazu oft die Hil­fe sei­ner El­tern. 

                              Da­ne­ben gibt es zahl­rei­che wei­te­re Grün­de,  war­um es nachts wach wird: Mal hat es Hun­ger, mal möch­te es sich ver­ge­wis­sern, dass Mama und Papa noch da sind, mal ist die Win­del voll. Dass El­tern in den ers­ten Mo­na­ten alle paar Stun­den ge­weckt wer­den, ist also ganz nor­mal. 

                              Es hilft da­her nichts, von ei­nem un­ge­stör­ten Acht­stun­den­schlaf zu träu­men, wenn das Baby dazu noch gar nicht in der Lage ist. Wie lan­ge ein Kind braucht, bis es so­weit ist, kann ganz un­ter­schied­lich sein. Die El­tern kön­nen es nur be­glei­ten und so gut als mög­lich un­ter­stüt­zen – er­zwin­gen lässt sich das Durch­schla­fen aber nicht, so sehr man sich das zu­wei­len auch wün­schen wür­de.  

                              Die Fol­gen von Schlaf­man­gel


                              Den­noch be­schäf­tigt die Fra­ge, wie die Näch­te end­lich ru­hi­ger wer­den, vie­le Müt­ter und Vä­ter. Das ist voll­kom­men ver­ständ­lich, denn Schlaf­man­gel setzt ei­nem ganz schön zu. Und es ist auch wich­tig, das The­ma ernst zu neh­men, denn zu we­nig Schlaf kann eine gan­ze Rei­he von ne­ga­ti­ven Fol­gen nach sich zie­hen: Kopf­schmer­zen, Reiz­bar­keit, Stress, Kon­zen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten, Schwin­del­ge­füh­le, Ge­dächt­nis­pro­ble­me, ge­schwäch­tes Im­mun­sys­tem und An­fäl­lig­keit für In­fek­ti­ons­krank­hei­ten, Heiss­hun­ger auf un­ge­sun­des Es­sen, Ge­wichts­zu­nah­me etc. Gu­ter Schlaf ist also äus­serst wich­tig für un­se­re kör­per­li­che und see­li­sche Ge­sund­heit.

                              Was tun, wenn das Baby ei­nen nicht schla­fen lässt?


                              Es wäre falsch, ein­fach mo­na­te­lang auf die Zäh­ne zu beis­sen, bis die Näch­te end­lich ru­hi­ger wer­den und ein frag­wür­di­ges Schlaf­trai­ning durch­zu­zie­hen, ist auch kei­ne Lö­sung. Im Zen­trum soll­te aber die Fra­ge ste­hen, was die El­tern brau­chen, da­mit sie in die­ser her­aus­for­dern­den Zeit bes­ser über die Run­den kom­men und was ih­nen hilft, da­mit sie in die­ser kräf­te­zeh­ren­den Pha­se nicht auf der Stre­cke blei­ben. Hilf­reich könn­te zum Bei­spiel sein:

                              • Sich beim Nacht­dienst ab­wech­seln, da­mit bei­de Part­ner re­gel­mäs­sig die Mög­lich­keit ha­ben, ein paar Stun­den am Stück zu schla­fen.

                              • Nach We­gen su­chen, wie man sich selbst mit­ten im hek­ti­schen All­tag et­was Gu­tes tun kann.

                              • Das Ta­ges­pro­gramm nicht über­la­den, da­mit es ein­fa­cher ist, Ru­he­pau­sen ein­zu­le­gen, wenn sich die Ge­le­gen­heit dazu bie­tet.

                              • Sich mit an­de­ren El­tern ver­net­zen, um ein­an­der ge­gen­sei­tig zu ent­las­ten.

                              • Ler­nen, Ja zu sa­gen, wenn je­mand Hil­fe an­bie­tet.

                              • Nicht erst Hil­fe or­ga­ni­sie­ren, wenn man mit den Kräf­ten am Ende ist, son­dern früh­zei­tig nach Un­ter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten su­chen.

                              Wohl­mei­nen­de Men­schen ra­ten dazu, sich ganz dem Rhyth­mus des Ba­bys an­zu­pas­sen, um trotz kur­zer Näch­te zu ge­nü­gend Schlaf zu kom­men. In vie­len Fäl­len ist das aber gar nicht mög­lich, denn viel­leicht sind da noch an­de­re Kin­der, die ver­sorgt wer­den wol­len, der Haus­halt lässt sich nicht auf Dau­er ver­nach­läs­si­gen und wenn der Mut­ter­schafts­ur­laub vor­bei ist, soll­ten auch im Job wie­der gute Leis­tun­gen er­bracht wer­den.

                              Letzte Aktualisierung: 17.05.2021, JL / TV
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